Meta verurteilt: 942 Millionen Dollar für Kinder-Schutz in sozialen Medien
Veröffentlicht am: 08.08.2026 um 09:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ein Gericht in New Mexico hat Meta zu einer Rekordstrafe verurteilt. Der Konzern soll die psychische Gesundheit minderjähriger Nutzer nicht ausreichend geschützt haben.
Milliardenlasten für den Konzern
Das Urteil vom 7. August sieht eine Zahlung von 567 Millionen US-Dollar vor. 420 Millionen davon fließen in einen Fonds für Therapieangebote betroffener Kinder. Der Rest ist für Präventionsmaßnahmen bestimmt.
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Bereits im März verhängte die Justiz eine Strafe von 375 Millionen Dollar gegen Meta. Zusammen ergibt das Forderungen von 942 Millionen Dollar – ein deutliches Signal an die Tech-Branche.
Strengere Regeln für Facebook und Instagram
Das Gericht verlangt weitreichende Änderungen am Betrieb der Plattformen. Junge Nutzer sollen künftig Zeitlimits erhalten. Push-Benachrichtigungen während der Nachtstunden werden verboten, um den Schlaf von Jugendlichen zu schützen.
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Zudem fordert die Justiz eine sogenannte 1-Strike-Regel bei schwerwiegenden Verstößen. Die Maßnahmen sollen übermäßigen Konsum eindämmen und die Moderation verbessern. Fachleute hatten im Verfahren wiederholt auf die Risiken für Kinder in den digitalen Umgebungen hingewiesen.
Meta kündigt Berufung an
Der Konzern will gegen das Urteil vorgehen. Meta verweist in der Vergangenheit oft auf bereits implementierte Schutzwerkzeuge – das Gericht bewertete diese jedoch als unzureichend. Der Fall geht nun in die nächste Instanz.
