Meta und Fourier: Humanoider Haushaltsroboter Max entstand in drei Monaten
Veröffentlicht am: 01.11.2026 um 19:00 Uhr | Redaktion boerse-global.deDer US-Technologiekonzern Meta Platforms hat laut Medienberichten gemeinsam mit dem chinesischen Robotik-Startup Fourier in einer Entwicklungszeit von rund drei Monaten einen humanoiden Roboterprototypen namens Max konstruiert. Das System ist für die Bewältigung von Haushaltsaufgaben ausgelegt. Eine zweite Version unter der Bezeichnung Max 2 befindet sich demnach seit September in Arbeit.
Technische Ausstattung und interne Erprobung
Der Prototyp Max wiegt rund 48 Kilogramm (ca. 106 Pfund) bei einer Körpergröße von etwa 1,5 Metern. Zur Ausstattung gehören ein Display zur Darstellung von Gesichtsausdrücken, Lautsprecher sowie fünffingrige Hände, die das Greifen kleinerer Gegenstände ermöglichen. Im Inneren des Roboters arbeiten Jetson-Thor-Chips von Nvidia. Berichten zufolge kann Max zudem Gesten und Stimmen erkennen.
Für das Nachfolgemodell Max 2 sind laut Berichten ein überarbeiteter Torso, modifizierte Hände, ein integrierter Projektor sowie ergänzende Sensoren zur Erkennung von Treppen vorgesehen. Im Rahmen der Zusammenarbeit verbrachte die Robotik-Vizepräsidentin von Meta, Li-Chen Miller, fast zwei Monate im Werk von Fourier in Shanghai. Ende August wurde der Prototyp den Mitarbeitern auf einem internen Robotik-Gipfel vorgeführt.
Meta bezeichnet das Projekt offiziell als interne Forschung. Verkaufspläne für die Einheiten bestehen nach Angaben des Konzerns nicht, auch ein Zeitplan für kommerzielle Anwendungen oder ein Marktstarttermin wurden nicht genannt. Die Robotik-Aktivitäten bei Meta begannen laut Medienberichten im Vorjahr; im Mai übernahm der Konzern zudem das Robotik-KI-Startup Assured Robot Intelligence.
Herausforderungen bei der Autonomie im Wohnumfeld
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Branchenbeobachter weisen darauf hin, dass ein Prototyp weder die Marktreife noch eine zuverlässige Funktion im unbeaufsichtigten Haushalt belegt. Als aussagekräftige Belege für den tatsächlichen Entwicklungsstand gelten detaillierte technische Veröffentlichungen oder Vorführungen, die Aufgabenbedingungen, Autonomiegrad und den Umfang menschlicher Unterstützung transparent machen.
Ähnliche Hürden zeigen sich bei anderen Branchenakteuren. Das Unternehmen Figure AI stellte im September sein Basismodell Helix 2.5 vor und testete das System in 30 zuvor unbekannten Häusern im Bay Area bei Aufgaben wie dem Aufräumen von Wohnzimmern, dem Falten von Handtüchern und dem Bettenmachen.
Die Gesamterfolgsquote lag dabei laut Bericht bei 56 Prozent, was nach Einschätzung von Experten weiteren Entwicklungsbedarf bei Sicherheit und Zuverlässigkeit unterstreicht.
Andere Anbieter setzen teils auf Übergangslösungen: Tau Robotics bietet in San Francisco ein Reinigungsprogramm mit humanoiden Robotern auf Stundenbasis an, die von Technikern per VR-Fernbedienung gesteuert werden; eine vollständige Autonomie hält die Unternehmensführung frühestens 2028 oder 2029 für denkbar.
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Das New Yorker Startup Tuesday Labs präsentierte mit dem Voxel Series-1 einen zweibeinigen Roboter, für den ab 2028 erste US-Auslieferungen zu einem geschätzten Preis von rund 20.000 US-Dollar angestrebt werden.
Langfristige Marktperspektiven
Während auf Fachmessen zunehmend humanoide Systeme für Haushaltsroutinen wie das Wäschewaschen demonstriert werden – darunter Entwicklungen von NEURA Robotics oder Dreame Technology –, dämpfen Experten die Erwartungen an eine schnelle flächendeckende Verbreitung. Die International Federation of Robotics schätzt, dass es bis zu 20 Jahre dauern könnte, bis Haushaltsroboter vollends alltagstauglich und akzeptiert sind.
Gleichzeitig prognostizieren Marktforscher ein langfristiges Wachstum. Grand View Research beziffert das Marktvolumen für Haushalts- und persönliche Roboter für das Jahr 2026 auf 22,1 Milliarden US-Dollar, nach 18,1 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025. Für das Jahr 2033 wird ein Anstieg auf 90,9 Milliarden US-Dollar erwartet.
