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Meta, Snap, TikTok, YouTube: 27 Millionen Euro Vergleich mit Schulbezirk

30.05.2026 - 11:18:22 | boerse-global.de

Meta, Snap, TikTok und YouTube einigen sich auf 27 Millionen Euro Vergleich für mentale Gesundheitsprogramme.

Meta, Snap, TikTok, YouTube: 27 Millionen Euro Vergleich mit Schulbezirk - Foto: über boerse-global.de
Meta, Snap, TikTok, YouTube: 27 Millionen Euro Vergleich mit Schulbezirk - Foto: über boerse-global.de

Meta, Snap, TikTok und YouTube haben sich mit einem Schulbezirk in Kentucky auf einen Vergleich geeinigt – die Summe soll in mentale Gesundheitsprogramme fließen.

Die vier Tech-Konzerne einigten sich am 21. Mai auf eine Zahlung von umgerechnet rund 27 Millionen Euro an den Breathitt County School District. Hintergrund ist eine Klage, die den Plattformen vorwirft, durch süchtig machende Designs zur psychischen Krise unter Schülern beigetragen zu haben. Die Summe liegt deutlich unter den ursprünglich geforderten 60 Millionen Euro.

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Wer wie viel zahlt

Die Aufteilung des Vergleichs fällt unterschiedlich aus. Meta steuert mit neun Millionen Euro den größten Anteil bei. Snap und TikTok zahlen jeweils acht Millionen Euro. YouTube, das zu Alphabet gehört, beteiligt sich mit rund zwei Millionen Euro.

Der Schulbezirk hatte ursprünglich mehr als 60 Millionen Euro für ein 15-Jahres-Programm zur psychischen Gesundheit gefordert. Trotz der geringeren Summe erklärte die Schulbehörde, die Mittel vollständig in Initiativen für das Wohlbefinden der Schüler zu investieren.

Kein Schuldeingeständnis

Die Klage warf den Plattformen vor, bewusst süchtig machende Funktionen einzusetzen, die die psychische Gesundheit junger Nutzer gefährden. In den Vergleichsdokumenten räumten die vier Unternehmen keinerlei Haftung oder Fehlverhalten ein. Über die finanzielle Zahlung hinaus sagte YouTube dem Bezirk zudem Schulungen und Bildungsmaterialien zu.

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Der Fall in Kentucky galt als richtungsweisend für ähnliche Verfahren. Die Anwälte des Schulbezirks kündigten an, sich nun auf hunderte weitere anhängige Klagen gegen die Tech-Giganten zu konzentrieren.

Milliardenrisiko für die Branche

Der Vergleich fällt in eine Zeit massiven juristischen Drucks auf die Social-Media-Branche. Mehr als 1.200 weitere Schulbezirke in den USA haben ähnliche Klagen eingereicht. Sie werfen den Plattformen vor, für Suchtverhalten und psychische Probleme von Schülern verantwortlich zu sein.

Branchenanalysten von Bloomberg Intelligence schätzen das gesamte Haftungsrisiko für Social-Media-Unternehmen auf bis zu 400 Milliarden Euro. Der nächste große Prozess in dieser Klagewelle soll im Februar 2027 in Tucson, Arizona, beginnen.

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