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Meta Reality Labs: Vier neue Brillen und 10-Millionen-Wearables-Ziel

04.06.2026 - 20:19:28 | boerse-global.de

Meta verlagert den Fokus von Virtual Reality auf KI-Wearables und kostenpflichtige Dienste, um die hohen Verluste der Reality Labs zu kompensieren.

Meta Reality Labs: Milliardenverluste erzwingen KI-Wende
Reality - Eine futuristische Virtual-Reality-Brille mit subtilem Leuchten auf einem minimalistischen Display vor einem dunklen, technologieinspirierten Hintergrund. 04.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Meta verlagert seinen Fokus von Virtual Reality hin zu KI-gestützten Wearables und kostenpflichtigen Diensten. Ziel ist es, die Milliardenverluste der vergangenen Jahre auszugleichen.

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Neue Brillen und ungewöhnliche Formfaktoren

Im Zentrum der Hardware-Strategie steht der Ausbau des Portfolios an intelligenten Brillen. Noch im Juni 2026 erscheint das Modell „Modelo“. Im Herbst sollen die Varianten „Luna“ und ein „RBM2 Refresh“ folgen. Den Abschluss des Jahres bildet das Modell „Mojito VIP“ im Dezember.

Parallel testet Meta neue Formfaktoren. Dazu gehört ein KI-gesteuerter Anhänger, der auf Technologien des Ende 2025 übernommenen Startups Limitless basiert. Erste Tests sind für 2026 angesetzt, eine Markteinführung für 2027. Ergänzt wird die Entwicklung durch Forschungsprojekte wie „Artemis“ und „SSG“. Diese Supersensing-Brillen sollen über Always-on-Kameras verfügen, die eine kontinuierliche Umgebungsanalyse und eingeschränkte Gesichtserkennung ermöglichen.

Für die zweite Jahreshälfte 2026 verfolgt das Unternehmen ambitionierte Absatzziele. Meta strebt den Verkauf von insgesamt 10 Millionen Wearables an – eine deutliche Steigerung gegenüber den 7 Millionen Geräten des Vorjahreszeitraums. Die Zahl der monatlich aktiven Nutzer soll bis zum Jahresende auf 6,8 Millionen steigen.

KI-Dienste werden zur Cash-Cow

Flankierend zur Hardware führt Meta eine neue Struktur für kostenpflichtige KI-Dienste ein. Die hohen Investitionskosten für Künstliche Intelligenz könnten 2026 zwischen 125 und 145 Milliarden US-Dollar liegen. Das Geld muss irgendwo herkommen.

Teil dieser Strategie sind Abonnement-Modelle für Endverbraucher und Unternehmen:

  • KI-Abonnements: Unter der Bezeichnung „Meta One“ werden verschiedene Stufen eingeführt. „Meta One Plus“ kostet monatlich 7,99 US-Dollar, die „Premium“-Version 19,99 US-Dollar.
  • Soziale Netzwerke: Für spezialisierte Versionen von Instagram, Facebook und WhatsApp sind zusätzliche Gebühren zwischen 2,99 und 3,99 US-Dollar im Gespräch.
  • KI-Agenten: Anfang Juni wurde auf einer Fachkonferenz in London ein „Business Agent“ vorgestellt, der Terminbuchungen und Verkaufsabschlüsse autonom übernehmen kann. Über eine Million Unternehmen nutzen bereits eine Vorversion. Nach einer kostenlosen Startphase soll der Dienst in ein nutzungsabhängiges Bezahlmodell übergehen.
  • Premium-KI: Für den in Entwicklung befindlichen KI-Agenten „Hatch“ wird für Endverbraucher eine Premium-Version erwogen – Kostenpunkt: bis zu 200 US-Dollar pro Monat.

Die Meta-KI wird zudem erweitert. In aktuellen Produktionsversionen der Kommunikationsdienste wird eine Upload-Funktion für Dokumente wie PDFs und Excel-Tabellen integriert. Zunächst für iOS-Nutzer, später auch für Android.

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Schluss mit VR für Unternehmen

Die Neuausrichtung markiert gleichzeitig das Ende der bisherigen Bemühungen im geschäftlichen Virtual-Reality-Bereich. Bereits im ersten Quartal 2026 leitete Meta den Rückzug aus dem B2B-VR-Markt ein. Im Februar wurden der Verkauf der Quest-Headsets für Firmenkunden sowie der Dienst Horizon Workrooms eingestellt. Ende März folgte die Abschaltung von Horizon Worlds für Unternehmen.

Der Hintergrund ist eine desaströse wirtschaftliche Bilanz. Seit 2020 summieren sich die Verluste der Reality Labs auf über 60 Milliarden US-Dollar. Allein 2024 lag der operative Verlust bei 17,73 Milliarden US-Dollar, 2025 folgten 19 Milliarden US-Dollar Minus. Der VR-Markt schrumpfte 2025 branchenweit um geschätzte 42,8 Prozent. Kein Wunder also, dass Meta sich nun verstärkt auf die effizientere Verknüpfung von KI-Software und alltagstauglichen Wearables konzentriert.

Trotz des hohen Renditedrucks kommt es bei Software-Schnittstellen zu Verzögerungen. Die Veröffentlichung der API für das KI-Modell „Muse Spark“ wurde bereits mehrfach verschoben. Unternehmensvertreter streben nun eine Freigabe für ausgewählte Partner noch im Juni 2026 an.

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