Muse, KI-Agent

Meta Muse 10.0: KI-Agent startet mit nativer App auf dem iPad

Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 16:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die iPad-App ergänzt Muse um Geschäftsanbindungen; seit dem Start zählt der Dienst laut Schätzungen über 6,6 Millionen Installationen.

Meta bringt KI-Agent Muse aufs iPad und erweitert Workplace-Integrationen
Ein minimalistisch gestalteter, heller moderner Arbeitsbereich mit klaren Linien und natürlichem Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Der Technologiekonzern Meta weitet seinen KI-Agenten Muse über das iPhone und den Mac hinaus auf das iPad aus. Gleichzeitig führt das Unternehmen neue Workplace-Integrationen ein, mit denen alltägliche Geschäftsaufgaben automatisiert werden sollen. Wie Medienberichte vom 7. Oktober 2026 darlegen, zielt das Update darauf ab, den Agenten tiefer in den Arbeitsalltag und in Unternehmensabläufe einzubinden.

Native iPad-App und neue Arbeitsplatz-Werkzeuge

Die neu veröffentlichte Version 10.0 ist als native iPad-Anwendung konzipiert und nutzt den größeren Bildschirm sowie die Multitasking-Funktionen von iPadOS. Gespeicherte Konversationen werden in einer Seitenleiste neben dem aktuellen Dialog angezeigt, während die Navigationsleiste am unteren Bildschirmrand platziert ist.

Für den Betrieb setzt die Anwendung iPadOS 18.0 oder eine neuere Version voraus. Zum Start ist die App in den USA und Kanada verfügbar. Meta Chief AI Officer Alexandr Wang kündigte die Bereitstellung der iPad-App auf der Plattform X an.

Parallel zum Start auf dem Tablet baut Meta die geschäftlichen Einsatzmöglichkeiten aus. Nutzer können dem Agenten ein übergeordnetes Geschäftsziel vorgeben, woraufhin Muse Marketingmaßnahmen, Kundenpräsentationen und Produktseiten nach vorheriger Freigabe eigenständig plant.

Für professionelle Arbeitsumgebungen bindet Meta neue Konnektoren an: Unterstützt werden Asana, Canva, Dropbox, Figma, QuickBooks, GitHub, Zoom, Klaviyo und Meta-Ad-Konten sowie Granola und Notion. Zudem wurden Handelspartner wie Best Buy, Gap, Sephora, Walmart und Wayfair angebunden. Dagegen hat Amazon den Agenten für Einkäufe auf seiner Plattform blockiert.

Technische Basis und Sicherheitskontrollen

Muse basiert auf den Meta Muse Spark Modellen. Der Agent erledigt mehrstufige Prozesse wie das Verfassen von E-Mails, Reisebuchungen, Einkäufe sowie die Kalenderverwaltung über eine eigene, abgesicherte virtuelle Maschine.

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Bei sensiblen Aktionen verlangt das System vorab eine explizite Genehmigung des Nutzers. Am 6. Oktober 2026 kündigte Meta zudem einen offenen Standard an, mit dem sich KI-Agenten gegenüber Websites transparent identifizieren können. Im App Store wird vermerkt, dass die Anwendung umfassende Nutzerdaten erfasst.

Dem Schritt auf das iPad gingen weitere Ankündigungen voraus: Am 29. September 2026 stellte Meta Muse for Small Business vor, gefolgt vom quelloffenen Muse Gadgets Hardware SDK am 2. Oktober 2026. Ergänzend kündigte das Unternehmen das Gerät Muse Charm an, das den Agenten ähnlich wie ein Tamagotchi ohne Smartphone ausführen soll; auch eine Einbindung in Datenbrillen ist geplant.

Rasantes Wachstum seit dem Start im September

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Die Veröffentlichung auf dem iPad folgt rund einen Monat nach dem Debüt von Muse am 8. September 2026 für iPhone, Android und das Web. Die Mac-Fassung folgte rund eine Woche nach dem mobilen Erststart. In Kanada startete der Dienst am 18. September 2026 und stieg dort schneller an die Spitze der Download-Charts als ChatGPT.

Nach Schätzungen von Sensor Tower verzeichnet Muse seit dem Start Anfang September über 6,6 Millionen Installationen. Im US-App-Store hielt sich die Anwendung mehrere Wochen auf Platz eins der kostenlosen iPhone-Apps und kommt auf 173.000 Bewertungen mit einem Schnitt von 4,9 Sternen.

Das Preismodell bleibt unverändert: Neben einer kostenlosen Basisvariante mit wöchentlichem Limit stehen die Tarife Power für 20 US-Dollar pro Monat und Maximum für 100 US-Dollar pro Monat zur Verfügung. Ein Empfehlungscode gewährt zusätzlich 1 Milliarde kostenlose Token.

Bislang beschränkt sich die Verfügbarkeit von Muse auf die USA und Kanada; eine Version für Windows ist nicht angekündigt, der Desktop-Zugriff abseits des Mac erfolgt über den Browser unter muse.ai sowie über WhatsApp.

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