Meta-KI, Token-Abrechnung

Meta-KI: Neue Token-Abrechnung auf WhatsApp ab August

Veröffentlicht: 07.07.2026 um 07:04 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Meta stellt KI-Abrechnung auf Token-Basis um und räumt Entwicklungsrückstände bei autonomen Agenten ein. Investitionen bleiben hoch.

Meta führt Token-Abrechnung für WhatsApp-KI ein und gesteht Verzögerungen
Leuchtendes, abstraktes KI-Gehirn-Symbol auf einer WhatsApp-Chatblase, das die Integration von KI in Metas Messaging-Plattformen symbolisiert. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Facebook-Konzern Meta führt neue Abrechnungsmodelle für seine KI-Dienste ein und räumt gleichzeitig Verzögerungen bei der Entwicklung autonomer Agenten ein.

Meta verändert die Bezahlstruktur seiner KI-Assistenten grundlegend. Ab dem 1. August 2026 wird der Meta Business Agent auf WhatsApp nicht mehr pro Nachricht, sondern nach verbrauchten Token abgerechnet. Eine Standardinteraktion kostet dann zwischen 20.000 und 25.000 Token – umgerechnet etwa 0,04 bis 0,05 Euro pro Nachricht.

Zwei Klassen von Kunden

Die Preisgestaltung unterscheidet klar nach Unternehmensgröße. Kleine Betriebe erhalten Zugang über ein WhatsApp-Business-Premium-Abo, während Großkunden rein tokenbasiert zahlen. Branchenkreisen zufolge gilt dieser einheitliche Token-Preis weltweit – unabhängig vom Zielland der Nachricht.

Eine weitere Änderung folgt am 1. Oktober 2026: Dann führt Meta wieder Gebühren für Geschäftsantworten ein, die keine vorgefertigten Vorlagen nutzen. Das betrifft sowohl menschliche als auch KI-gesteuerte Antworten. Ausnahmen gibt es für den Meta Business Agent unter dem neuen Token-Modell sowie für Nachrichten innerhalb von 72 Stunden nach einer Click-to-WhatsApp-Werbung.

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Meta-CEO Mark Zuckerberg hat gegenüber Mitarbeitern eingeräumt, dass die Entwicklung fortschrittlicher KI-Agenten nicht wie erhofft voranschreitet. Die Erwartungen der vergangenen vier Monate seien nicht erfüllt worden – eine bemerkenswerte Einschätzung angesichts massiver Umstrukturierungen.

Rund zehn Prozent der Belegschaft – etwa 8.000 Mitarbeiter – wurden entlassen, weitere 7.000 in spezialisierte KI-Einheiten versetzt. Diese Maßnahmen haben laut Zuckerberg noch nicht die gewünschte Wirkung gezeigt. Komplexere KI-Agenten werden nun frühestens 2026 oder später erwartet.

Die Investitionsbereitschaft bleibt dennoch hoch: Für 2026 sind Kapitalausgaben für KI-Infrastruktur zwischen 125 und 145 Milliarden Euro geplant. Parallel arbeitet Meta intern am Projekt „Watermelon" – einer Weiterentwicklung des Muse-Spark-Modells, das die KI-Fähigkeiten und Programmierkompetenz verbessern soll.

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Während Meta seine Kernangebote verfeinert, bringen externe Anbieter spezialisierte Tools auf den Markt. Suscin Innovation Labs hat „GreenTick" vorgestellt – eine Plattform für kleine und mittlere Unternehmen, die auf der Meta-Cloud-API basiert. Sie bietet Massenversand und gemeinsame Postfächer ohne monatliche Plattformgebühren.

Der KI-Spezialist Infobip launchte zudem „PitchMate", einen Agenten für Fußballfans. Das Tool liefert personalisierte Statistiken und Spielerinnerungen über WhatsApp und Rich Communication Services. Ähnliche Sport-Agenten haben bereits Zehntausende Nachrichten in über 60 Ländern verarbeitet – ein Zeichen für wachsendes Potenzial spezialisierter KI-Dienste im Messaging-Bereich.

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