Meta, Künstliche Intelligenz

Meta investiert 135 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur

Veröffentlicht am: 21.10.2026 um 23:20 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Meta erhöht die Untergrenze seiner Investitionsprognose für KI-Infrastruktur auf 135 Milliarden Dollar. Das Werbegeschäft finanziert den Ausbau, während Umsatz und Reichweite weiter wachsen.

Metas Quartalszahlen und Plattform-Reichweite

  • Meta steigerte den Umsatz im vergangenen Quartal um 26 Prozent auf 64,6 Milliarden Dollar.
  • Der Konzern erzielte einen Gewinn von 9,86 Milliarden Dollar nach 2,7 Milliarden Dollar im Vorjahr.
  • Auf mindestens eine Meta-App griffen zuletzt 3,64 Milliarden Nutzer zu.
Meta-Chef Mark Zuckerberg setzt viele Milliarden auf die KI-Karte. (Archivbild) - Bild: Andrej Sokolow/dpa

Meta erhöht KI-Ausgaben deutlich

Der Facebook-Konzern Meta wird in diesem Jahr mindestens 135 Milliarden Dollar in den Ausbau seiner KI-Infrastruktur investiert haben. Konzernchef Mark Zuckerberg treibt den Bau von Rechenzentren voran, finanziert wird der Ausbau vor allem durch das Werbegeschäft.

Prognose steigt auf 135 Milliarden Dollar

Meta hob das untere Ende seiner Ausgabenprognose erneut um fünf Milliarden Dollar an. In der Spitze rechnet der Konzern weiterhin mit Investitionen von 145 Milliarden Dollar.

Damit baut Meta seine Infrastruktur im Wettbewerb mit Unternehmen wie dem ChatGPT-Entwickler OpenAI aggressiv aus. Die Investitionen sollen die Rechenleistung für Anwendungen und Dienste mit Künstlicher Intelligenz sichern.

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Werbegeschäft liefert die Milliarden

Im vergangenen Quartal steigerte Meta den Konzernumsatz im Jahresvergleich um 26 Prozent auf 64,6 Milliarden Dollar. Unterm Strich erzielte das Unternehmen einen Gewinn von 9,86 Milliarden Dollar, nach 2,7 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum.

Die Zahlen geben Meta Spielraum für den weiteren Ausbau der Rechenzentren. Zugleich steigt die Bedeutung des Werbegeschäfts, weil es die zentrale finanzielle Grundlage für die hohen KI-Ausgaben bildet.

Milliardenreichweite über mehrere Apps

Auf mindestens eine Meta-App griffen zuletzt 3,64 Milliarden Nutzer zu. Drei Monate zuvor waren es 3,6 Milliarden gewesen.

Zum Konzern gehören neben Facebook auch WhatsApp, Instagram und Threads. Threads ist als Alternative zum Kurznachrichtendienst X positioniert.

Metas Ausgabenpläne stehen für den weltweiten Wettlauf um leistungsfähige KI-Infrastruktur. Rechenzentren, Spezialchips und die nötige Energieversorgung erfordern inzwischen Investitionen in einer Größenordnung, die weit über klassische Softwareentwicklung hinausgeht.

Kapitalbedarf und Finanzierung

Der Konzern kann den Ausbau bislang aus dem laufenden Geschäft finanzieren. Das starke Werbegeschäft senkt den unmittelbaren Druck, zusätzlich Schulden aufzunehmen. Zugleich erhöht ein höheres Investitionsniveau die Abhängigkeit davon, dass die Nachfrage nach digitaler Werbung robust bleibt und die neuen KI-Angebote langfristig zusätzliche Erlöse erzeugen.

Der KI-Ausbau bindet nicht nur Kapital, sondern auch erhebliche Mengen an Strom und Wasser. In den USA führt das bereits zu Debatten über lokale Belastungen, mögliche Gegenleistungen der Betreiber und die Verteilung der wirtschaftlichen Vorteile. Für Nutzer und Werbekunden bedeutet der Ausbau vor allem, dass KI-Funktionen in sozialen Netzwerken weiter ausgedehnt und stärker in die Geschäftsmodelle integriert werden.

Wettlauf mit hohen Folgekosten

Die Größenordnung der Investitionen verschärft den Wettbewerb zwischen Meta, Microsoft, Alphabet, Amazon und spezialisierten KI-Unternehmen. Gleichzeitig kann ein anhaltend hoher Finanzierungsbedarf die Bewertung des Sektors anfälliger für steigende Zinsen machen. Metas aktueller Quartalsgewinn zeigt jedoch, dass der Konzern den Ausbau derzeit auf eine starke operative Ertragsbasis stützt.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

FOCUS online: „USA brauchen Billionen – jetzt droht dem KI-Boom ein Zinsproblem“ (20.10.2026)

Der Beitrag ordne die KI-Investitionen großer US-Konzerne in einen wachsenden Kapitalbedarf an den Anleihemärkten ein. Er setze den Schwerpunkt auf mögliche Zins- und Finanzierungsrisiken, während die dpa-Meldung Metas Umsatz, Gewinn und Nutzerzahlen hervorhebe.

Euronews: „Trump fordert Firmen zu Gemeindedividende für Rechenzentren auf“ (21.10.2026)

Der Artikel beschreibe den politischen und lokalen Widerstand gegen neue Rechenzentren sowie Forderungen nach finanziellen Vorteilen für betroffene Gemeinden. Damit ergänze er die dpa-Meldung um die Folgen des Infrastruktur-Ausbaus für Energieversorgung, Wasser und Kommunen.

Beide Beiträge rückten unterschiedliche Folgewirkungen des KI-Ausbaus in den Mittelpunkt: Finanzierungskosten auf der einen und lokale Belastungen auf der anderen Seite. Offen bleibt, wie schnell sich die hohen Investitionen in dauerhaft zusätzliche Erlöse und gesellschaftlich akzeptierte Infrastruktur übersetzen.

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