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Meta Business Agent: KI-Assistent für Kundenservice jetzt global

06.06.2026 - 12:11:29 | boerse-global.de

Meta führt den KI-Assistenten Meta Business Agent für Unternehmen auf WhatsApp ein. Nutzer können die KI in Gruppen deaktivieren, verlieren dabei aber Funktionen.

Meta startet KI-Assistenten für WhatsApp global und gibt Nutzern neue Kontrollen
Business - A smartphone screen showing a WhatsApp chat with a glowing, abstract digital brain icon, symbolizing AI integration and control. 06.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Ab sofort können Unternehmen weltweit einen KI-Assistenten für den Kundenservice nutzen. Gleichzeitig gibt Meta den Nutzern mehr Kontrolle über die KI-Interaktionen – allerdings mit Einschränkungen.

KI-Assistent für Unternehmen startet global

Meta hat auf seiner Conversations-Konferenz am 3. Juni in London den Meta Business Agent vorgestellt. Der KI-Assistent ist ab sofort für Unternehmen auf WhatsApp, Instagram und Messenger verfügbar. Er bietet rund um die Uhr Kundenservice, beantwortet Fragen, vereinbart Termine und qualifiziert Interessenten.

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Besonders bemerkenswert: Der Agent kann den gesamten Verkaufsprozess abwickeln – von der Produktempfehlung bis zum Kaufabschluss direkt im Chat. Unternehmen trainieren die KI mit ihren bisherigen Chat-Verlauf, sodass Ton und Informationen zur Marke passen.

Drei Betriebsmodi stehen zur Wahl: Im manuellen Modus entwirft die KI Antworten, die ein Mensch freigeben muss. Daneben gibt es einen Vorschlagsmodus und die vollautomatische Variante. In einer zweijährigen Testphase in Indien und Mexiko nutzten bereits über eine Million Unternehmen die Agenten. Täglich laufen darüber mehr als eine Milliarde aktive Geschäftskunden-Chats.

Privatsphäre: KI abschalten – aber nicht ohne Nebenwirkungen

Mit der zunehmenden KI-Integration hat Meta auch die Einstellungen für Nutzer angepasst. Seit April 2026 gibt es die Funktion „Enhanced Chat Privacy“ . Sie erlaubt es, Meta AI in Gruppenchats zu deaktivieren. Schaltet ein Mitglied diese Option ein, kann der Befehl „@Meta AI“ nicht mehr verwendet werden.

Doch der Haken: Wer die KI abschaltet, verliert auch andere Funktionen. Das automatische Speichern von Fotos und Videos wird ebenso deaktiviert wie der Chat-Export. Sicherheitsexperten weisen zudem darauf hin, dass die Einstellung andere Nutzer nicht daran hindert, Screenshots zu machen oder Nachrichten weiterzuleiten.

Viele Anwender suchen weiterhin nach Wegen, die KI-Präsenz in privaten Unterhaltungen zu minimieren. Die Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes bleiben groß.

Metas Geschäftsmodell: Vom kostenlosen Tool zur Bezahlplattform

Die Strategie hinter dem KI-Agenten ist klar: Meta will WhatsApp endlich richtig monetarisieren. Derzeit nutzen über drei Milliarden Menschen den Messenger. Der Business Agent ist zunächst kostenlos, doch das soll sich bald ändern.

Geplant sind kostenpflichtige Abo-Stufen und eine nutzungsabhängige Abrechnung. Für Großkunden gibt es bereits eine Enterprise-Plattform, die sich mit Systemen wie Shopify oder Zendesk verbinden lässt. Kleinere Unternehmen sollen über WhatsApp Business Premium Zugang zu erweiterten Automatisierungstools erhalten. Große Konzerne zahlen dann nach dem Volumen der von der KI verarbeiteten Tokens.

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Kartellamt ermittelt – und WhatsApp testet Sicherheitsfunktion

Die rasche KI-Einführung bleibt nicht unbemerkt. Die türkische Wettbewerbsbehörde hat am 5. Juni ein Verfahren gegen Meta eingeleitet. Die Ermittler prüfen, ob der Konzern seine eigenen KI-Dienste auf WhatsApp bevorzugt und gleichzeitig Drittanbieter blockiert. Als vorläufige Maßnahme muss Meta sicherstellen, dass auch fremde KI-Chatbots auf der Plattform angeboten werden können.

Parallel dazu testet WhatsApp in der Android-Betaversion eine neue Scam-Alarm-Funktion. Sie warnt Nutzer vor verdächtigen Nachrichten unbekannter Absender – etwa bei Anfragen nach Einmalpasswörtern oder dringenden finanziellen Hilfen. Die Analyse läuft komplett auf dem Gerät, um die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nicht zu gefährden. Die Funktion ist optional und muss manuell aktiviert werden.

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