Mentaltraining: So bauen Frauen in der Lebensmitte Resilienz auf
15.05.2026 - 04:11:48 | boerse-global.deBesonders Frauen in Führungspositionen stehen unter Druck.
Der Gallup-Index zeigt: 20 Prozent der deutschen Führungskräfte fühlen sich ausgebrannt. Kein Wunder – die Anforderungen an die mentale Belastbarkeit steigen rasant. Resilienz gilt längst nicht mehr als persönliche Eigenschaft, sondern als strategische Schlüsselkompetenz.
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Was Unternehmen und Manager tun
Die WU Executive Academy reagiert auf den Bedarf: Ein zweitägiges Seminar zur „Resilienz als Führungsstärke“ ist für Mitte Oktober 2026 angesetzt. Zielgruppe sind Führungskräfte, die Widerstandskraft auf organisationaler, Team- und persönlicher Ebene verankern wollen.
Topmanager wie Bettina Orlopp (Commerzbank) oder Leonhard Birnbaum (Eon) setzen in Krisenzeiten auf klaren Fokus und Pragmatismus. Die Botschaft: Handlungsfähig bleiben, auch wenn es brennt.
Wissenschaftlich stützt sich die Bdewatte auf die formale Axiologie. Experten entwickeln ein Zielbild für 2030, aus dem konkrete Lernziele abgeleitet werden. Resilienz wird dabei als trainierbarer Muskel beschrieben. Diesen Vergleich zog auch Trainerin Anna Egger Anfang Mai beim Raiffeisenverband Südtirol.
Warum Stressvermeidung nicht die Lösung ist
Volker Busch, Leiter der Stressambulanz an der Universitätsklinik Regensburg, warnt vor übertriebener Stressvermeidung. Sein Ansatz: eine Art „Stressimpfung“. Sich kontrollierten Belastungen aussetzen, um die eigene Widerstandskraft zu trainieren.
Busch unterscheidet strikt zwischen gesundem Stress (Aktivierung) und pathologischem, chronischem Stress (Konzentrationsschwäche, Herzrasen, sozialer Rückzug). Den Hauptstressfaktor sieht er im Verlust des Fokus.
Forscher der Yale University um Dr. Anirvan Nandy bestätigen das: Visuelle Unordnung und Ablenkungen verschlechtern den Informationsfluss im Gehirn massiv. Der sogenannte Crowding-Effekt sorgt dafür, dass Objekte im Sichtfeld die Erkennung anderer Informationen blockieren. Multitasking – Smartphone und Fernseher gleichzeitig – reduziert die kognitive Leistungsfähigkeit messbar.
Was im Körper passiert
Das Hormon Cortisol spielt die Hauptrolle. Kurzfristig liefert es lebensnotwendige Energie. Chronisch erhöhte Werte führen zu Bluthochdruck, Schlafstörungen und erhöhtem Diabetes-Risiko.
Die DAK-Gesundheit empfiehlt Waldaufenthalte zur Regulierung. Eine Studie der Medizinischen Universität Wien belegt: Bereits 20 Minuten im Wald senken das Stresshormon signifikant. Moderate Bewegung (150 Minuten pro Woche, WHO-Empfehlung) wirkt ebenfalls präventiv.
Spezielle Angebote für Frauen ab 50
Das Bildungszentrum Nürnberg bietet ab September 2026 Hatha-Yoga-Kurse für Frauen ab 50 Jahren an. Die Kurse kombinieren gezielte Übungen mit Entspannungstechniken – förderbar durch die Krankenkassen.
Die Somatic Academy Berlin hat ein breites Spektrum: von Trauma-Heilung bis zu speziellen Resilienz-Trainings.
Stephan Herzig vom Helmholtz-Zentrum München erklärt die Vorteile des Heilfastens. Der Prozess der Autophagie – eine zelluläre Reinigung – und die Förderung des Wachstumsfaktors BDNF senken Entzündungen und unterstützen die kognitive Funktion. Methoden wie das Fasten nach Buchinger (zwei bis vier Wochen reduzierte Kalorienzufuhr) dienen oft als Anstoß für grundlegende Lebensstiländerungen.
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Kleine Schritte im Alltag
Karriereexpertin Stefanie Bickert rät zu Perspektivwechseln. Bei anhaltendem Frust im Job hilft eine gedankliche Zeitreise, die Situation neu zu bewerten. Wichtig: sich auf machbare Aufgaben konzentrieren und gezielt Unterstützung suchen. Das Gefühl der Selbstwirksamkeit zurückzugewinnen, ist entscheidend.
Kurze Meditationsübungen – etwa vom European Institute of Applied Buddhism oder in regionalen Workshops – unterstützen die Entwicklung von Klarheit und innerer Ruhe.
Das DRAMMA-Modell: Sechs Faktoren für Erholung
Die Qualität der Erholung entscheidet über langfristige Stabilität. Das DRAMMA-Modell nennt sechs wesentliche Faktoren:
- Distanz zur Arbeit (Detachment)
- Entspannung (Relaxation)
- Selbstbestimmung (Autonomie)
- Erlernen neuer Fähigkeiten (Mastery)
- Sinnhaftigkeit (Meaning)
- Soziale Verbundenheit (Affiliation)
Diese Faktoren lassen sich auch im privaten Umfeld umsetzen – etwa bei einem Urlaub zu Hause.
Ausblick: Wer jetzt investiert, gewinnt
Die Trends für die kommenden Jahre zeigen: Eigenverantwortung für psychische Gesundheit rückt in den Fokus. Unternehmen investieren verstärkt in Future Skills, Einzelpersonen suchen nach fundierten Fortbildungen und Retreats.
Angebote wie Kundalini-Yoga zur Aktivierung des Vagusnervs oder buddhistische Achtsamkeitskurse verzeichnen stabiles Interesse. Für 2030 erwarten Experten: Die Fähigkeit zur Selbstregulation und zur kontinuierlichen Anpassung wird über beruflichen Erfolg und Lebensqualität entscheiden.
Eine frühzeitige Auseinandersetzung mit den eigenen Resilienzfaktoren – das ist der beste Schutz gegen die Herausforderungen einer volatilen Arbeitswelt.
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