Menopause-Hitzewallungen: Fezolinetant lindert Beschwerden ab Woche vier
Veröffentlicht am: 02.10.2026 um 15:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der pharmazeutische Hersteller Astellas hat auf dem 20. Weltkongress der International Menopause Society (IMS) im Jahr 2026 vorläufige Ergebnisse aus der klinischen Praxis vorgestellt. Die Phase-4-Real-World-Studie OPTION-VMS (NCT06049797) untersucht die Anwendung von Fezolinetant (Handelsname VEOZAH beziehungsweise Veoza) in einer Dosierung von 45 mg bei Frauen im Alter von 40 bis 75 Jahren.
Die Untersuchung schließt neben Fezolinetant auch weitere Therapien wie SSRIs/SNRIs, Gabapentin sowie Oxybutynin ein und liefert Einblicke in die Behandlung von vasomotorischen Symptomen (VMS) und damit verbundenen Schlafstörungen.
Signifikante Reduktion vasomotorischer Beschwerden
Im Fokus der Erhebung stand die Linderung der belastenden vasomotorischen Symptome. Den Studiendaten zufolge führte Fezolinetant in einer Dosis von 45 mg bei den behandelten Frauen nach zwölf Wochen zu einer statistisch signifikanten Verbesserung in der MENQOL-VMS-Domäne, welche den primären Endpunkt darstellte (p<0,001).
Vergleichbare statistisch signifikante Verbesserungen zeigten sich bereits nach vier und acht Wochen. Das Ausmaß der Symptomreduktion übertraf dabei die Schwelle für einen klinisch bedeutsamen Unterschied (MCID). Der Wirkstoff Fezolinetant ist in den USA für die Behandlung mittelschwerer bis schwerer menopausaler VMS zugelassen und mittlerweile in 50 Ländern zugelassen beziehungsweise erhältlich.
Messbare Verbesserungen der Schlafparameter
Neben den Hitzewallungen wurden die Auswirkungen auf den Schlaf detailliert erfasst. Bei den von den Patientinnen selbst berichteten Schlafproblemen über den Fragebogen PROMIS SD SF 8b zeigte sich nach 4, 8 und 12 Wochen eine statistisch signifikante Besserung (p<0,001).
Viele Frauen in den Wechseljahren kennen das: Die Nacht ist in kurze Abschnitte zerschnitten, und der Tag beginnt erschöpft. In einer aktuellen Real-World-Erhebung verbesserte sich der Schlaf unter einer nicht-hormonellen Behandlung bereits ab Woche vier — die Teilnehmerinnen wachten nach zwölf Wochen im Mittel deutlich seltener auf. Unser kostenloser Leitfaden ordnet ein, welche nicht-hormonellen Optionen untersucht wurden und wie Sie das Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt vorbereiten. Leitfaden zu Wechseljahren und Schlaf jetzt anfordern
Das Niveau verbesserte sich von einer leichten Schlafstörung zu Beginn auf keine Schlafstörung ab der vierten Woche, was über den gesamten Beobachtungszeitraum bis Woche 12 stabil blieb.
Zusätzlich lieferte die Studie erstmals objektive Schlafdaten, die über tragbare Sensoren (Wearables) aufgezeichnet wurden. Diese Messungen belegten für die Wochen 4, 8 und 12 statistisch signifikante Fortschritte (p<0,05) bei zentralen Schlafparametern: Sowohl die Wachzeit nach dem ersten Einschlafen (WASO) als auch die Schlafeffizienz, die Einschlaflatenz und das nächtliche Erwachen verbesserten sich. Nach zwölf Behandlungswochen verzeichneten die Auswertungen eine mittlere Reduktion von 2,6 nächtlichen Aufwachphasen.
Verträglichkeit und Sicherheit im Praxisalltag
In Bezug auf das Sicherheitsprofil ergaben die vorläufigen Daten der Phase-4-Studie keine neuen Sicherheitssignale für Fezolinetant 45 mg. Im Rahmen der Beobachtung wurden zwei nicht-schwere Fälle von leicht erhöhten Leberwerten dokumentiert. Diese führten bei den betroffenen Teilnehmerinnen zu keinem Therapieabbruch.
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Die realen Anwendungsdaten ergänzen somit das bisherige klinische Bild des Präparats zur nicht-hormonellen Behandlung von menopausalen Hitzewallungen.
