Menopause: 30 Prozent höheres Diabetes-Risiko – so beugt Ernährung vor
Veröffentlicht: 12.07.2026 um 01:39 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Eine gezielte Ernährung kann die Symptome mildern und langfristige Gesundheitsrisiken senken.
Warum die Waage plötzlich anders tickt
Mehr als die Hälfte der Frauen nimmt in den Wechseljahren zu – statistisch zwischen 0,25 und 1,5 Kilogramm pro Jahr. Schuld sind nicht nur die Hormone: Der Grundumsatz sinkt, die Muskelmasse schwindet.
Die Lösung? Die tägliche Energiezufuhr um 200 bis 300 Kalorien reduzieren. Experten empfehlen zudem 0,8 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht, um die Muskeln zu erhalten. Dazu kommt eine ballaststoffreiche Ernährung mit wenig Zucker.
Bewegung ist Pflicht: Krafttraining zwei- bis dreimal pro Woche plus 150 Minuten Ausdauersport – das bremst den sinkenden Energieverbrauch.
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Mikronährstoffe gegen die größten Risiken
Der Östrogenabfall hat Folgen fürs Skelett und den Stoffwechsel. Eine früh einsetzende Menopause erhöht das Risiko für Typ-2-Diabetes um rund 30 Prozent. Kalzium und Vitamin D werden zur Osteoporose-Prävention wichtiger. Auch Omega-3-Fettsäuren gelten als unterstützend.
Spannend: Kreatin-Monohydrat könnte Frauen über 50 helfen. Drei bis fünf Gramm täglich – kombiniert mit Training – sollen Muskelkraft und Knochendichte verbessern. Hinweise deuten sogar auf positive Effekte für die Gehirnfunktion hin. Wichtig dabei: zwei bis drei Liter Flüssigkeit pro Tag.
PCOS bekommt einen neuen Namen
Im Frühjahr 2026 einigten sich 56 Organisationen auf eine Umbenennung: Aus dem Polyzystischen Ovarialsyndrom (PCOS) wird das Polyendokrine metabolische Ovarialsyndrom (PMOS). Weltweit sind rund 170 Millionen Frauen betroffen, 85 Prozent haben eine Insulinresistenz – das Diabetes-Risiko vervierfacht sich.
Neue Hoffnung: Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) empfahl am 22. Mai 2026 die Zulassung einer oralen Semaglutid-Tablette.
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Was das Gehirn in den Wechseljahren erlebt
Eine britische Studie mit 125.000 Teilnehmerinnen untersuchte die neurologischen Auswirkungen der Perimenopause. Mittels 11.000 MRT-Aufnahmen zeigte sich: Die graue Substanz im Hippocampus schrumpft messbar.
Eine Hormonersatztherapie gilt für gesunde Frauen unter 60 als sicher – diesen spezifischen Verlust kann sie aber nicht verhindern.
Pflanzliche Alternativen und neue Bildungsangebote
Neben der klassischen Hormontherapie gegen Hitzewallungen und Schlafstörungen setzen viele auf pflanzliche Helfer: Phytoöstrogene, Isoflavone aus Soja oder Extrakte aus Traubensilberkerze, Salbei und Baldrian.
Das wachsende Informationsbedürfnis erreicht auch die Volkshochschulen. Sie bieten verstärkt Kurse zu Mikronährstoffen, veganer Ernährung und den hormonellen Zusammenhängen in den Wechseljahren an. Das Ziel: Frauen durch Wissen bei der Bewältigung der hormonellen Umstellung zu unterstützen.
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