Mellanox MFP7E20-N010: NVIDIA halbiert Verkabelungszeit in KI-Centern
Veröffentlicht am: 07.08.2026 um 13:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de
NVIDIA hat mit dem Mellanox MFP7E20-N010 eine neue MPO-Splitter-Glasfaserlösung eingeführt, die speziell für den Einsatz in modernen 400GbE- und NDR-Rechenzentren konzipiert wurde. Die Hardware ermöglicht ein sogenanntes 400G-to-2x200G-Breakout und zielt darauf ab, die Komplexität sowie die Fehleranfälligkeit bei der Verkabelung großskaliger KI-Infrastrukturen zu reduzieren.
Technische Spezifikationen und Design
Die technische Grundlage des Mellanox MFP7E20-N010 bildet eine Konfiguration von MPO-12 auf zweimal MPO-4. Als Übertragungsmedium kommt eine OM4-Glasfaser zum Einsatz, die für die hohen Bandbreitenanforderungen in KI-Umgebungen ausgelegt ist. Das System verwendet eine Typ-B-Polarität und wird werkseitig auf den Signalverlust pro Zweig getestet, um eine gleichbleibende Qualität sicherzustellen.
Durch das spezielle Design der Splitter-Lösung lässt sich die Anzahl der Verbindungspunkte in der Infrastruktur von zuvor vier bis sechs auf nunmehr drei reduzieren. Dies hat unmittelbare Auswirkungen auf die Signalqualität innerhalb des Netzwerks.
Leistungssteigerung in KI-Trainingsclustern
Die praktischen Vorteile der neuen Glasfaserlösung wurden bereits in einem KI-Trainingscluster mit über 1.500 Grafikprozessoren (GPUs) demonstriert. Im Rahmen dieses Projekts wurden innerhalb eines Zeitraums von fünf Wochen über 400 Kabel bereitgestellt. Die Auswertung der Betriebsdaten ergab signifikante Verbesserungen gegenüber herkömmlichen Verkabelungsmethoden.
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So konnte die Einfügedämpfung durch den Einsatz des MFP7E20-N010 von 1,05 dB auf 0,45 dB gesenkt werden. In der Gesamtbetrachtung gelang es, den Verlust stabil unter einem Wert von 0,6 dB zu halten. Parallel dazu stieg die Erfolgsquote bei der Erstinstallation, der sogenannte First-Pass-Yield, von 72 % auf 98 %. Gleichzeitig sank die für die Bereitstellung benötigte Zeit pro Einheit von 38 Minuten auf 14 Minuten.
Effizienzgewinne bei Wartung und Betrieb
Ein wesentlicher Aspekt bei der Installation von Glasfasersystemen ist die korrekte Polarität. Laut internen Analysen konnten durch die neue Lösung notwendige Nacharbeiten aufgrund von Polaritätsfehlern von zuvor 14 % auf 0 % gesenkt werden. Dies spiegelt sich auch in der mittleren Reparaturzeit (MTTR) wider, die von 84 Minuten auf 22 Minuten reduziert wurde. Insgesamt beobachten Experten eine Reduzierung der Bereitstellungszeit um 60 % bis 70 %.
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Für den optimalen Betrieb empfiehlt NVIDIA einen strukturierten Prozess, der die Vorkartierung, eine gründliche Inspektion, die fachgerechte Verlegung sowie eine abschließende Validierung umfasst. Um die Langzeitstabilität zu gewährleisten, sieht das Betriebskonzept eine vierteljährliche Prüfung der Signalverluste vor. Sollte dabei eine Abweichung von 0,2 dB festgestellt werden, dient dies als Schwellenwert für eine sofortige Inspektion der betroffenen Verbindung. Die bei der Installation erhobenen Daten dienen dabei als Basis für die kontinuierliche Überwachung der Netzwerkintegrität.
