Melatonin, Schmerzen

Melatonin gegen Schmerzen: Studie belegt Wirkung wie Ibuprofen

Veröffentlicht am: 26.07.2026 um 15:19 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Forscher der Universität Sydney belegen: Melatonin wirkt bei chronischen Schmerzen ähnlich stark wie klassische NSAR und verbessert zudem die Schlafqualität.

Melatonin-Studie: Schlafhormon lindert Schmerzen wie Ibuprofen
Ein anatomisches Muskelmodell in einer modernen orthopädischen Praxis neben einem Glas Wasser auf einem Schreibtisch. Illustration mit AI erstellt.

Das Schlafhormon Melatonin könnte mehr als nur müde machen. Eine aktuelle Metaanalyse der Universität Sydney zeigt: Melatonin lindert chronische muskuloskelettale Schmerzen – und zwar so effektiv wie Ibuprofen oder Diclofenac.

Veröffentlicht im Fachjournal PAIN, werteten die Forscher zahlreiche Studien aus. Ihr Fazit: Melatonin ist eine vielversprechende ergänzende Option. Ersetzen kann es die Standardtherapie nicht – aber sinnvoll erweitern.

Wer profitiert besonders?

Ältere Patienten mit chronischen Gelenkschmerzen und gestörtem Tag-Nacht-Rhythmus könnten am meisten profitieren. Der Grund: Melatonin hat weniger Magen-Darm-Nebenwirkungen als klassische Schmerzmittel. Und es verbessert gleichzeitig die Schlafqualität.

Bei postoperativen Schmerzen ist die Datenlage allerdings noch dünn. Hier bleibt die Evidenz weniger eindeutig.

Muskelkrämpfe: Das sind die wahren Auslöser

Muskelkrämpfe in Waden und Zehen – das kennt fast jeder. Laut aktuellen medizinischen Berichten vom Juli 2026 sind sie die häufigste Form von Muskelbeschwerden. Die Hauptursachen: Elektrolytmangel (Magnesium, Natrium, Kalium oder Kalzium), Überlastung und Dehydrierung.

Das Klinikum Osnabrück warnte im Sommer 2026 vor den Folgen hoher Temperaturen. Professor Wiesner betonte: „Mangelnde Flüssigkeitszufuhr provoziert nicht nur Krämpfe, sondern auch Nierenkoliken durch Harnsteine."

Was hilft sofort?

Dehnübungen in die Gegenrichtung, Massagen und Wärme. Magnesium sollte man aber nicht einfach so schlucken – nur bei nachgewiesenem Mangel im Blut.

Rücken- und Gelenkschmerzen: So unterscheiden Experten

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Akut oder chronisch? Schmerzen, die länger als zwölf Wochen anhalten, gelten als chronisch. Häufige Ursachen: Fehlhaltungen, langes Sitzen, schwache Stützmuskulatur.

Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie empfiehlt bei unspezifischen Beschwerden eine Kombination aus Mobilisation, Dehnung und Kräftigung. Effektive Übungen: Rotationsmobilisation, „Bird-Dog" oder Unterarmstütz (Plank).

Schwedische Behandlungsrichtlinien konkretisieren das Vorgehen bei Muskelverletzungen: Zwei bis drei Tage Schonung, dann frühzeitige, leichte Bewegung. Bei chronischen Schmerzen (über drei Monate) gewinnt kontinuierliche Aktivität an Bedeutung.

Kalt oder warm?

Bei Entzündungen: Kälte. Bei Steifheit: Wärme.

Medikamente: Nicht jedes Mittel hilft bei jedem Schmerz

Die Wahl der Medikation hängt von der Schmerzart ab. NSAR wirken bei entzündlichen Prozessen. Nervenschmerzen erfordern spezialisierte Ansätze: Capsaicin-Salben oder Lidocain. Bei starken neuropathischen Beschwerden kommen verschreibungspflichtige Antidepressiva oder Antiepileptika zum Einsatz.

Vitamine der B-Gruppe (B1, B6, B12) können die Nervenregeneration unterstützen.

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Kalkschulter: Training hilft – aber nicht sofort

Gezieltes Training verbessert die Belastbarkeit der Sehnen. Die kalzifizierenden Ablagerungen löst es jedoch nicht direkt auf. Experten raten zu kontrolliertem Belastungsaufbau – Überkopf-Kraftübungen sollten in der akuten Phase vermieden werden.

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