Mehrweggläser, Hersteller

Mehrweggläser: 24 Hersteller stellen auf Pfandsystem um

11.06.2026 - 21:33:06 | boerse-global.de

24 Lebensmittelhersteller stellen auf Pfandgläser um. EU-Verordnung sorgt für Diskussionen in der Gastronomie.

Lebensmittelindustrie: 24 Hersteller setzen auf Mehrweggläser
Mehrweggläser - Nahaufnahme von wiederverwendbaren Gläsern und Flaschen, gefüllt mit frischen Sommerlebensmitteln, auf einem Holztisch im Freien. 11.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

24 Lebensmittelhersteller planen eine Umstellung auf Mehrweggläser, während die EU neue Regeln für die Gastronomie vorbereitet.

24 Hersteller setzen auf Pfandgläser

Kühne, Develey und 22 weitere Unternehmen stellen auf Mehrweggläser um. Grund sind gestiegene Rohstoffkosten und die CO2-Bepreisung.

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Das System sieht eine Pfandgebühr von 25 Cent für Schraubgläser und 50 Cent für Glasflaschen vor. Für Rücknahme und Reinigung soll die Firma dotch die Infrastruktur aufbauen. Ziel: Die Lebensdauer von Glasverpackungen verlängern und den Energieaufwand für Neuproduktionen senken.

EU-Verordnung sorgt für Diskussionen in der Gastro

Die EU-Verpackungsverordnung bereitet der Branche Kopfzerbrechen. Der Hotelverband Deutschland warnt: Betriebe könnten bereits als Verpackungshersteller eingestuft werden, wenn sie ihr Logo auf Standardverpackungen drucken lassen.

„Das würde enormen Verwaltungsaufwand bedeuten“, sagt Verbandsvertreter Otto Lindner. Die Betriebe haben schließlich keinen Einfluss auf die technische Gestaltung der Verpackungen.

Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach Außer-Haus-Speisen wie Bowls und Wraps. Nachhaltige Verpackungen aus Recycling-Material rücken in den Fokus. In Tirol gibt es die „GenussBox“ – eine recyclingfähige Papierverpackung für Take-away-Gerichte. 2025 wurden rund 30.000 Stück bestellt. Knapp 50 Betriebe machen mit. Angesichts von über 150 Kilogramm Lebensmittelabfällen pro Haushalt in Österreich gilt das als wichtiger Hebel.

Mülltrennung: Wo die Fehler lauern

Recycelter Kunststoff spart im Vergleich zu Neuware bis zu 80 Prozent CO2. Doch Fehlwürfe ruinieren den Prozess.

Backpapier, Windeln und Trinkgläser gehören in den Restmüll – nicht in die Wertstofftonne oder das Altglas. Der Grund: unterschiedliche Materialzusammensetzungen und Schmelzpunkte.

Bei Pizzakartons sind die Regeln uneinheitlich. In Baden-Württemberg dürfen sie trotz Fettflecken ins Altpapier, andere Richtlinien verlangen den Restmüll. Wichtig: Essensreste vorher entfernen.

Aufklärung bietet derzeit der Infotruck „Deutschland trennt“ in Süddeutschland. Die Tour läuft bis zum 21. Juni.

Sommerliche Ressourcenpflege im Haushalt

Mit den warmen Monaten rückt die Durchsicht von Kosmetika und Sonnencremes in den Fokus. Das PAO-Symbol (Period After Opening) zeigt die Haltbarkeit nach dem Öffnen an.

Regionale Saisonprodukte wie Holunderblüten lassen sich schonend verarbeiten – etwa als Pfannkuchen mit Ricotta. Das schont Aromen und reduziert Abfälle.

Beim Grillen kursieren DIY-Tricks: Trocknerflusen als Anzünder für Holzukohle. Verbraucherschützer und Feuerwehren raten zur Vorsicht. Der Rauch kann Schadstoffe enthalten. Besser im Freien nutzen und Abstand zu Lebensmitteln halten. Im Zweifel zu geprüften Grillanzündern greifen.

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