Medizinische, Sensorik

Medizinische Sensorik: Wearables messen Blut-Sauerstoff und Herzrhythmus

Veröffentlicht am: 14.09.2026 um 07:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Mezoo erweitert das HiCardi M350 um zugelassene SpO?-Erfassung. Eine Blutdruckfunktion befindet sich noch in Entwicklung und Zulassungsprüfung.

Mezoo erhält Zulassung für SpO?-Messung mit HiCardi M350
Symbolbild: Smartwatch neben einem Glas Wasser Illustration mit AI erstellt.

Der südkoreanische Medizintechnik-Entwickler Mezoo hat eine wichtige regulatorische Hürde für die Erweiterung seines Produktportfolios genommen. Das südkoreanische Ministerium für Lebensmittel- und Arzneimittelsicherheit hat die Zulassung für die Messung der Sauerstoffsättigung im Blut (SpO?) durch das drahtlose Brustpflaster HiCardi M350 erteilt.

Bei dieser Zulassung handelt es sich um eine Änderungsgenehmigung für das bestehende System. Das HiCardi M350 war bereits für die Erfassung von Mehrkanal-EKG-Daten, der Atemfrequenz sowie der kontinuierlichen Körpertemperatur zertifiziert.

Die neu hinzugefügte SpO?-Messung erfolgt über eine reflektierende Photoplethysmographie (PPG), die direkt am Brustkorb des Patienten durchgeführt wird. Für den operativen Einsatz in medizinischen Einrichtungen sorgt der Partner Dong-A ST, der das HiCardi M350 landesweit an Kliniken und Gesundheitszentren liefert.

Über die aktuelle Funktionserweiterung hinaus plant das Unternehmen bereits den nächsten Entwicklungsschritt. Derzeit wird an einer integrierten Blutdruckmessfunktion gearbeitet, für die Mezoo ebenfalls eine offizielle Zulassung anstrebt.

Marktumfeld für medizinische Sensorik

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Die Entwicklung bei Mezoo spiegelt einen allgemeinen Trend in der Branche wider, bei dem immer präzisere medizinische Diagnosefunktionen in kompakte Wearables integriert werden. Auch im Bereich der Consumer-Elektronik ist diese Tendenz zu beobachten. So wird am 28. September 2026 die Vorstellung der Honor Watch 6 Pro erwartet, die ebenfalls Fortschritte in der Sensorik aufweist.

Das neue Modell von Honor führt erstmals eine Erkennung von Herzstillständen ein, die auf der Kombination von PPG-Sensoren und Akzelerometern basiert. Im Falle eines detektierten Vorfalls löst das Gerät automatisch einen Notfall-SOS-Ruf aus.

Bereits der Vorgänger, die Watch GS 5, verfügte Anfang des Jahres über ein Screening für Herzstillstände, doch die kommende Generation soll die Reaktionskette durch die automatische Notruffunktion vervollständigen.

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Zusätzlich integriert die neue Smartwatch ein nicht-invasives Blutdruckmesssystem der zweiten Generation, das unter der Bezeichnung Smart Eye Sensing geführt wird.

Zur Unterstützung von Diabetikern und gesundheitsbewussten Nutzern ist zudem ein Assistent für kontinuierliches Glukose-Monitoring (CGM) enthalten, wobei das Gerät selbst keine eigenständige Blutzuckermessung durchführt, sondern als Schnittstelle fungiert.

Technische Details wie ein True-Color-OLED-Display mit einer Spitzenhelligkeit von 5500 Nits unterstreichen den Anspruch, medizinische Überwachungsfunktionen mit leistungsfähiger Hardware für den Alltag zu verbinden.

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