Medicus-Plattform, Baden-Württemberg

Medi:cus-Plattform: Baden-Württemberg investiert 25 Mio. Euro ab 2027

Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 18:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Ein neuer Verein übernimmt ab 2027 die strategische Führung der Medi:cus-Plattform, während Betrieb und Technik bei der GmbH bleiben.

Medi:cus-Plattform: Neuer Verein steuert Ausbau ab 2027
Ein heller, minimalistischer Flur in einem modernen Krankenhaus in Baden-Württemberg mit natürlichem Lichteinfall. Illustration mit AI erstellt.

In Stuttgart wurde ein neuer Verein gegründet, der ab 2027 die strategische Weiterentwicklung der Medi:cus-Plattform Baden-Württemberg leiten soll. Ziel der Initiative ist der Aufbau einer landesweiten, cloudbasierten und sicheren Infrastruktur für digitale Anwendungen im Gesundheitswesen.

Perspektivisch soll das System zudem die Nutzung relevanter Patientendaten ermöglichen, wie das Fachportal kma-online.de in einem Bericht vom 21. September 2026 darlegte.

Führungsgremium und operative Verantwortung

Den Vorstandsvorsitz des neu formierten Vereins übernimmt Frederik Wenz, Leitender Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Freiburg. Dem Vorstand gehören ferner Martin Holderried vom Städtischen Klinikum Karlsruhe sowie Wolfgang Schmid vom Alb Fils Klinikum an.

Während die strategischen Leitlinien künftig über die neue Vereinsstruktur gesteuert werden, verbleiben der laufende operative Betrieb und die technische Weiterentwicklung der Plattform bei der Medi:cus GmbH. Diese fungiert zugleich als alleiniger Gesellschafter des Trägervereins.

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Funktionsumfang und mehrjährige Landesfinanzierung

Das System stellt bereits erste Kernfunktionen für die digitale Kommunikation im medizinischen Bereich bereit. Dazu gehören spezifische Werkzeuge für den Austausch per Messenger, die Durchführung von Telekonsilen sowie Kollaborationstools für das Fachpersonal. Zusätzliche Speicher- und Sicherheits-Services befinden sich derzeit in der Umsetzung, um die datenschutzkonforme Infrastruktur weiter auszubauen.

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Die finanzielle Basis des Projekts wurde über Ministeriumsgrenzen hinweg geschaffen. In den vergangenen zwei Jahren stellten das Sozial-, das Wissenschafts- sowie das Wirtschaftsministerium des Landes Baden-Württemberg ressortübergreifend mehr als 25 Millionen Euro für den Aufbau und die Weiterentwicklung der Plattform bereit.

Mit der neuen Vereinsstruktur sollen die Weichen gestellt werden, um die Plattform ab 2027 langfristig und trägerübergreifend im baden-württembergischen Versorgungsalltag zu verankern.

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