MECFS-Forschung, Großprojekt

ME/ CFS-Forschung: EU fördert Großprojekt mit 7,5 Millionen Euro

01.07.2026 - 19:31:18 | boerse-global.de

EU startet 7,5-Millionen-Euro-Projekt zur ME/CFS-Forschung. Robotik und KI revolutionieren Chirurgie und Schmerztherapie.

EU-Forschungsprojekt DISCOVER-ME: 7,5 Mio. Euro für ME/CFS-Therapien
MECFS-Forschung - Ein futuristisches medizinisches Labor mit Forschern, die komplexe Daten analysieren, und Robotern, die in der Schmerztherapie assistieren. 01.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Neue Forschungsprojekte zu ME/CFS, roboterassistierte Chirurgie und der Einsatz Künstlicher Intelligenz treiben die Entwicklung voran.

Großprojekt zu ME/CFS gestartet

Am 1. Juli 2026 hat das EU-Projekt DISCOVER-ME seine Arbeit aufgenommen. Es erforscht Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom (ME/CFS). Eva Untersmayr-Elsenhuber von der MedUni Wien leitet das Vorhaben. Die EU fördert es mit 7,5 Millionen Euro aus dem Programm Horizon Europe.

Die Krankheit betrifft weltweit bis zu 70 Millionen Menschen. Mehr als 60 Prozent von ihnen gelten als nicht arbeitsfähig. Die jährlichen Kosten in Europa belaufen sich auf rund 40 Milliarden Euro. Das Projekt sucht nach Biomarkern und Subtypen der Erkrankung. Dafür nutzt es 2.000 Datensätze und Proben von über 700 Patienten. Mehr als 9.000 Wirkstoffe werden auf ihre Eignung zur Therapie geprüft – per Drug-Repurposing.

Robotik erobert die Operationssäle

Die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) widmet sich am 4. Juli 2026 auf einer Fachveranstaltung dem Einsatz von KI in der Schmerzmedizin. Auch Verfahren der Neuromodulation stehen auf der Agenda. Die wissenschaftliche Leitung liegt bei Dr. Richard Ibrahim und Prof. Thomas Tölle.

Parallel dazu feiert die roboterassistierte Chirurgie Meilensteine. Das St. Antonius-Hospital Gronau verzeichnete am 1. Juli 2026 die 25.000ste roboterassistierte Prostatektomie. Die Klinik setzt die Technik seit 2006 ein. Seit Oktober 2025 arbeitet sie mit einer neuen Generation von Operationssystemen.

Auch in der Orthopädie gewinnt die Robotik an Boden. An der ULS Coimbra führten Ärzte im ersten Jahr eines Programms über 300 Eingriffe an Hüften und Knien durch. Die Investition in Technik und Navigation betrug rund vier Millionen Euro.

Anzeige

Das EU-Projekt DISCOVER-ME sucht mit 7,5 Millionen Euro nach Biomarkern und Therapien für ME/CFS. Über 9.000 Wirkstoffe werden auf ihre Eignung geprüft. Was bedeutet das für Betroffene? Der kostenlose Report fasst die wichtigsten Erkenntnisse zusammen – inklusive Symptom-Checkliste und Subtypen-Übersicht. Jetzt kostenlosen Report anfordern

Erste Tele-Roboterchirurgie in Brasilien

Ein technologischer Durchbruch gelang am 30. Juni 2026. Im brasilianischen Gesundheitssystem SUS fand die erste Tele-Roboterchirurgie statt. Ein Chirurg operierte von Barretos aus einen Patienten im 2.600 Kilometer entfernten Porto Velho. Die Latenzzeit der Verbindung betrug 62 Millisekunden. Das zeigt: Hochspezialisierte Chirurgie über weite Distanzen ist möglich.

Cannabis und Physiotherapie als Ergänzung

Neben operativen Eingriffen gewinnen alternative Ansätze an Bedeutung. Bei Arthrose wird medizinisches Cannabis als ergänzende Option diskutiert. Es kann die Schmerzwahrnehmung modulieren und entzündliche Prozesse regulieren. Experten betonen: Die Dosierung muss individuell erfolgen. Medikamente ersetzen jedoch keine aktivierende Physiotherapie.

Studien in der Fachzeitschrift „Der Schmerz“ belegen seit Jahren die Wirksamkeit strukturierter Physiotherapie-Programme für ältere Patienten mit chronischen Schmerzen. In Deutschland gibt es laut Fachkreisen weiterhin Defizite in der flächendeckenden Versorgung. Bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) setzen Mediziner verstärkt auf Biologika.

Krankenhäuser: Weniger Standorte, mehr Spezialisierung

Anzeige

Mehr als 60 Prozent der ME/CFS-Betroffenen sind nicht arbeitsfähig – doch die Forschung macht Fortschritte. DISCOVER-ME analysiert 2.000 Datensätze und sucht nach Biomarkern. Erfahren Sie in unserem kostenlosen Report, welche Subtypen es gibt und welche Wirkstoffe vielversprechend sind. ME/CFS-Report jetzt sichern

Der AOK-Gesundheitsnavigator zeigt einen klaren Trend in Nordrhein-Westfalen. Die Zahl der Standorte für komplexe Operationen sinkt drastisch. Bei Hüft-Operationen beträgt der Rückgang 45 Prozent, bei Knie-Eingriffen 37 Prozent. Ziel ist es, Kapazitäten zu bündeln und die Behandlungsqualität zu steigern.

Kliniken wie die Sana Kliniken Sommerfeld in Brandenburg führen diesen Trend vor. Sie nehmen bei Knie- und Hüftimplantationen eine Spitzenposition ein. Rund 5.000 solcher Eingriffe führen sie jährlich durch. Die Zukunft gehört spezialisierten Zentren der Maximalversorgung.

de | wissenschaft | 69669432 |