Matter, Smartphones

Matter 1.6: Smartphones werden zum Universalschlüssel für Haus und Auto

19.06.2026 - 23:27:47 | boerse-global.de

Neue Standards wie Matter 1.6 und digitale Ausweise machen das Smartphone zum Universalschlüssel für Haus, Auto und Behörden.

Matter 1.6, digitale Ausweise & Apple: Smartphone als Schlüssel
Matter - A hand holds a smartphone displaying digital keys and identity cards, with a blurred background of smart home technology. 19.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Neue Standards für das vernetzte Zuhause

Die Connectivity Standards Alliance (CSA) hat am 19. Juni 2026 das Update Matter 1.6 veröffentlicht. Der neue Standard verändert grundlegend, wie Smartphones mit Smart-Home-Geräten kommunizieren. Statt der bisherigen Bluetooth-Verbindung setzt Matter 1.6 auf bidirektionales NFC – Nutzer tippen ihr Handy einfach an das neue Gerät, schon ist es im Netzwerk.

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Die sogenannte Joint-Fabric-Funktion erlaubt es zudem, Geräte plattformübergreifend zu steuern. Ob Google, Apple oder Samsung – die Grenzen zwischen den Ökosystemen verschwimmen. Entwickler können das SDK ab sofort nutzen, um etwa Rauchmelder-Benachrichtigungen zu verbessern oder Heizungssteuerungen zu verfeinern.

Digitale Ausweise erobern den globalen Süden

Während Europa noch über die Einführung digitaler Identitäten diskutiert, schreitet Afrika mit großen Schritten voran. In der Demokratischen Republik Kongo ging am 13. Juni das System RDC-PASS an den Start. Das Projekt, eine öffentlich-private Partnerschaft über 20 Jahre, ist auf rund 97 Millionen Euro angelegt und soll über 100 Millionen Bürgern den Zugang zu Finanzdienstleistungen und modernen Behördengängen ermöglichen.

Auch in Indien treibt Google die Digitalisierung voran. In Zusammenarbeit mit der indischen Identitätsbehörde UIDAI können Nutzer ihre Aadhaar-Daten als überprüfbare Nachweise in Google Wallet speichern. Partner wie die Kinokette PVR INOX und die Heiratsplattform BharatMatrimony akzeptieren die digitalen Ausweise bereits.

Apple patentiert biometrischen Schlüsselbund

Ein am 19. Juni erteiltes Patent zeigt, wie radikal Apple den physischen Schlüssel ersetzen will. Die Technologie erfasst mit der Kamera Schlösser in der Umgebung, führt einen biometrischen Check durch und entsperrt das Objekt per Signal. Parallel dazu deuten Berichte über iOS 27 darauf hin, dass Nutzer künftig beliebige Karten per Kamera-Scan in ihr Wallet importieren können.

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Die Finanzbranche zieht nach. Coinbase hat Smart-Wallet-Funktionen vorgestellt, die auf dem WebAuthn-Standard basieren. Statt komplizierter Seed-Phrasen reicht künftig ein Fingerabdruck oder Gesichtsscan – die Sicherheit bleibt durch iCloud- oder Google-Konto-Wiederherstellung gewährleistet. Das senkt die Hürden für Krypto-Einsteiger erheblich.

Hardware-Lücke gefährdet ältere iPhones

Doch die zunehmende Digitalisierung hat eine Schattenseite. Sicherheitsforscher von Paradigm Shift entdeckten am 18. Juni eine kritische Schwachstelle in Apples A12- und A13-Chips. Der Fehler mit dem Namen „usbliter8“ sitzt im USB-Controller des Chipherstellers Synopsys und betrifft das iPhone XS, iPhone 11 sowie einige iPad-Modelle.

Das Problem: Der Bug liegt im BootROM – einem Teil des Chips, der sich nicht per Software-Update reparieren lässt. Zwar benötigt ein Angreifer physischen USB-Zugriff, und die Secure Enclave mit den biometrischen Daten bleibt geschützt. Der Vorfall zeigt jedoch, dass die Hardware-Sicherheit mit der rasanten Digitalisierung Schritt halten muss.

de | wissenschaft | 69586095 |