MASLD-Behandlung, Patienten

MASLD-Behandlung: 67% der Patienten profitieren von Tomaten

Veröffentlicht am: 05.08.2026 um 22:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Neue Studienergebnisse zeigen: Carotinoidreiche Tomatensauce senkt Leberfett um 33 dB/m. Auch Kalium, Kaffee und Safran zeigen positive Effekte.

Fettleber: Tomatensauce reduziert Leberfett in Studie deutlich
Frische Kirschtomaten auf einer dunklen Marmoroberfläche in einem professionellen, kulinarischen Umfeld. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Mehr als 25 Prozent der Weltbevölkerung leiden an der metabolisch bedingten steatotischen Lebererkrankung (MASLD). Eine neue klinische Studie liefert nun vielversprechende Ergebnisse: Carotinoidreiche Tomatensauce kann das Leberfett deutlich reduzieren.

Tomatensauce senkt Leberfett um 33 dB/m

Forschende veröffentlichten im Juli 2026 im European Journal of Nutrition eine Studie mit 98 Erwachsenen. Über zwölf Wochen konsumierten die Teilnehmer täglich 80 Gramm einer speziellen Tomatensauce. Das Ergebnis: In der Gruppe mit carotinoidreicher Sauce sank das Leberfett um 33 dB/m, in der Kontrollgruppe mit konventioneller Sauce nur um 12 dB/m.

Besonders profitieren Menschen mit leichter Steatose. Bei 67 Prozent dieser Probanden verbesserte sich der Zustand, in der Vergleichsgruppe waren es nur 25 Prozent. Nebenwirkungen traten während der gesamten Studie nicht auf.

Cherrytomaten schlagen Salattomaten

Die Wahl der richtigen Sorte spielt offenbar eine entscheidende Rolle. Eine italienische Studie aus dem Jahr 2023 zeigt: Cherrytomaten enthalten mehr als doppelt so viel Lycopin wie größere Salattomaten. Auch bei Vitamin C, Polyphenolen und Flavonoiden liegen die Minitomaten vorn. Verantwortlich dafür sind das günstigere Verhältnis von Schale zu Fruchtfleisch sowie genetische Faktoren.

Auch die Zubereitung beeinflusst die Wirkung. Gekochte Tomaten geben Lycopin besser an den Körper ab als rohe Früchte. Da Lycopin fettlöslich ist, kann der Organismus den Stoff aus verarbeiteten Produkten wie Sauce oder Mark effizienter aufnehmen.

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Kalium, Kaffee und Safran als weitere Helfer

Tomaten sind nicht das einzige Lebensmittel mit Potenzial. Eine US-Studie der University of Vermont assoziiert eine erhöhte Kaliumaufnahme mit einem Schutz vor Fettleber. Bananen, Avocados und Feldsalat könnten demnach doppelt wirken: Sie senken den Blutdruck und unterstützen die Lebergesundheit.

Kaffee zeigt in Langzeitbeobachtungen ebenfalls positive Effekte. Eine Untersuchung des Cedars-Sinai-Instituts mit über 355.000 Teilnehmern über zehn Jahre deutet auf ein signifikant geringeres Risiko für Leberzirrhose und Leberkrebs hin. Eine aktuelle Analyse beziffert die Senkung leberbedingter Todesfälle bei moderatem Konsum auf bis zu 31 Prozent.

Chinesische Forscher der China Pharmaceutical University identifizierten zudem den Safran-Bestandteil Crocin II als möglichen Wirkstoff. In Tierversuchen förderte die Substanz den Fettabbau in Leberzellen und reduzierte die Fettsynthese – ohne toxische Effekte.

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Die Diagnostik macht parallel Fortschritte: Eine Studie aus 2026 in Scientific Reports kombiniert optische Kohärenztomographie mit künstlicher Intelligenz. Das Verfahren unterscheidet gesundes Gewebe von Leberkrebs mit 81 Prozent Korrektheit und könnte künftig intraoperative Diagnosen beschleunigen.

Wissenschaftler der Texas A&M University warnen jedoch vor einem neuen Risikofaktor: Mikroplastik, insbesondere Polyethylen, aktiviert die Fettproduktion in der Leber. Umweltbelastungen könnten die negativen Effekte einer fettreichen Diät damit weiter verstärken.

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