Manus 2.0: Cascade-Architektur soll Aufgaben 28,2 Prozent schneller erledigen
Veröffentlicht am: 29.09.2026 um 04:41 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das Technologieunternehmen Butterfly Effect hat Manus 2.0 vorgestellt. Die neue Version der Plattform setzt auf die sogenannte Cascade-Architektur, mit der Arbeitsabläufe schneller ablaufen, der Token-Verbrauch sinken und die Betriebskosten reduziert werden sollen. Manus 2.0 steht für Web, Desktop sowie Mobilgeräte zur Verfügung.
In einer vom Unternehmen berichteten Testkonfiguration verbrauchte das System mit Cascade-Architektur nach eigenen Angaben 23,2 Prozent weniger Tokens, erledigte Aufgaben 28,2 Prozent schneller und verursachte 32 Prozent geringere Kosten als die Vorgängerversion. Dabei handelte es sich laut den Berichten um eine interne Testanordnung und nicht um einen allgemeinen oder unabhängigen Branchen-Benchmark.
Erweiterte Infrastruktur und Werkzeuge für Entwickler
Mit der Aktualisierung führt Butterfly Effect einen kostenpflichtigen Cloud Computer ein, der für dauerhaft gehostete Projekte und dedizierte Umgebungen konzipiert ist.
Zudem reagiert die Plattform nun auf ereignisgesteuerte Auslöser: Automatisierungen lassen sich über Ereignisse aus Diensten wie E-Mail, Slack oder Notion anstoßen. Über eine Remote-Control-Funktion können autorisierte Rechner zudem per Smartphone oder über Befehle in natürlicher Sprache gesteuert werden.
Für die Erstellung von Inhalten umfasst die Umgebung den Arbeitsbereich Manus Studio, der unter anderem einen Video Editor und eine Entwicklungsumgebung für Spiele enthält. Der Video Editor ist auf Clips mit einer Länge von 30 bis 60 Sekunden ausgelegt und bietet neben einer Timeline-Bearbeitung einen Alchemy-Modus. Die Spiele-Entwicklungskomponente unterstützt Mehrspieler-Funktionen sowie das Hosting auf Cloud-PCs.
Cue koordiniert spezialisierte Software-Agenten
Neben Manus 2.0 stellte Butterfly Effect mit Cue eine Anwendung vor, die als persönliche Schnittstelle zur Koordination mehrerer digitaler Agenten dient. Die einzelnen Agenten innerhalb von Cue erhalten eine eigene E-Mail-Adresse, Telefonnummer, digitale Geldbörse sowie einen zugewiesenen Computer. Innerhalb vordefinierter Budgets und Zugriffsrechte können die Agenten eigenständig agieren und in Gruppen zusammenarbeiten.
Die neue Agenten-Architektur soll in einer internen Testkonfiguration 23,2 Prozent weniger Tokens verbrauchen und Aufgaben 28,2 Prozent schneller erledigen. Wer diese Hebel im eigenen Team prüfen will, braucht eine klare Reihenfolge statt Buzzword-Bingo. Der Leitfaden zeigt in drei Schritten, wie Sie Token-Kosten senken und ereignisgesteuerte Workflows aufsetzen. Kostenlosen Praxis-Leitfaden anfordern
Cue ist vorerst über einen Vorabzugang mit dem Einladungscode MEETCUE für die ersten 1.000 Nutzer nach der Reihenfolge der Anmeldung kostenfrei zugänglich. Eine Version für das Betriebssystem iOS soll nach dem Abschluss der Prüfungen im App Store folgen.
Rückkehr zur Unabhängigkeit und internationale Ausrichtung
Die Veröffentlichung folgt auf bewegte Monate für das Unternehmen. Am 29. Dezember 2025 hatte Manus noch angekündigt, sich dem US-Konzern Meta anzuschließen. Die geplante Übernahme wurde am 27. April 2026 jedoch durch eine chinesische Behörde untersagt. Daraufhin erklärte Manus am 1. September 2026 die Rückkehr zu einem vollständig unabhängigen Geschäftsbetrieb.
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Für die Zukunft plant das Unternehmen eine zweigleisige Marktstrategie. Während Manus 2.0 für internationale Märkte außerhalb Chinas vorgesehen ist, baut Butterfly Effect nach eigenen Angaben parallel ein Team für ein eigenständiges Produkt auf dem chinesischen Markt auf.
Dafür seien Kooperationen mit chinesischen Modellanbietern und Partnern aus dem heimischen Ökosystem im Gang. Konkrete Partner, Namen oder Termine für diese Version nannte das Unternehmen bisher nicht.
