Manus, Cascade-Architektur

Manus 2.0: Cascade-Architektur senkt Betriebskosten laut Test um 32 Prozent

Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 22:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Manus führt eine neue Agentenplattform ein; berichtete Effizienzwerte stammen aus einem einzelnen, nicht unabhängig geprüften Test.

Manus 2.0 startet mit Cascade-Architektur und neuen KI-Werkzeugen
Moderne, minimalistische Server-Infrastruktur in einem klimatisierten Rechenzentrum mit bläulicher Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt.

Das KI-Unternehmen Manus hat die Einführung von Manus 2.0 bekannt gegeben und damit seine technologische Basis auf die neue Cascade-Agentenarchitektur umgestellt. Wie das Unternehmen im Rahmen der Vorstellung mitteilte, soll die neue Systemstruktur signifikante Effizienzgewinne bei der Ausführung von Aufgaben ermöglichen.

In einer von Manus berichteten Testkonfiguration erzielte die Cascade-Architektur deutliche Verbesserungen gegenüber dem Vorgängersystem. Demnach verbrauchte das neue System 23,2 % weniger Tokens und erledigte Aufgaben um 28,2 % schneller. Gleichzeitig sanken die Betriebskosten um 32 %.

Das Unternehmen schränkte jedoch ein, dass es sich hierbei um Ergebnisse einer einzelnen Testanordnung handelt. Eine detaillierte Testmethodik wurde nicht veröffentlicht, und die Werte sind bislang nicht durch unabhängige Stellen verifiziert worden.

Erweiterter Funktionsumfang mit Manus Studio und Cloud-Lösungen

Die Version 2.0 umfasst ein breites Spektrum an Werkzeugen, die über die reine Textverarbeitung hinausgehen. Zentraler Bestandteil ist Manus Studio, das die Arbeit mit Dokumenten, Tabellen, PDFs, Präsentationen und Websites unterstützt. Zudem bietet die Umgebung Funktionen für die Erstellung von Programmcode, Spielen und Videos. Integriert sind darüber hinaus ein Video-Editor sowie eine spezialisierte Entwicklungsumgebung für Spiele.

Ergänzt wird das Portfolio durch ereignisgesteuerte Automatisierungen und die Funktion Cloud Computer. Letztere ist für den Betrieb von Spieleservern oder für dauerhaft laufende Automatisierungsprozesse vorgesehen.

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Informationen zu den konkreten Cloud-Konfigurationen, Preisen oder Abrechnungsmodellen liegen derzeit noch nicht vor. Eine weitere Neuerung stellt die Funktion Computer Use dar, die darauf ausgelegt ist, in autorisierten Sitzungen Dateien auf einem Computer zu lokalisieren und zu versenden.

Persönliche Agenten über die Anwendung Cue

Zusätzlich zu der Kernplattform bringt das Unternehmen mit Cue eine eigenständige App für Mobilgeräte und Desktop-Systeme auf den Markt. Cue basiert auf derselben Infrastruktur wie Manus 2.0 und dient der Erstellung sowie dem Einsatz persönlicher Agenten. Die Anwendung befindet sich derzeit in einer Early-Access-Phase, zu der Nutzer per Einladung Zugang erhalten.

Nach Angaben von Manus können diese Agenten mit umfangreichen Kompetenzen ausgestattet werden, darunter eigene E-Mail-Adressen, Telefonnummern und digitale Wallets. Innerhalb fest vorgegebener Budgets und Berechtigungen sollen die Agenten Aufgaben autonom ausführen und zur Zusammenarbeit in Teams fähig sein.

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Verfügbarkeit und strategische Ausrichtung

Manus 2.0 ist bereits für Web, Desktop und mobile Endgeräte verfügbar. Die Bereitstellung der iOS-Versionen für die Hauptanwendung sowie für Cue steht unter dem Vorbehalt der laufenden Prüfung durch den App Store.

Während Manus 2.0 und Cue nun für internationale Märkte veröffentlicht wurden, bereitet das Unternehmen ein separates Produkt speziell für den chinesischen Markt vor. Für dieses Vorhaben wird derzeit ein eigenes Team aufgebaut.

Laut Unternehmensangaben findet eine Zusammenarbeit mit chinesischen Modellanbietern und Partnern aus dem lokalen Ökosystem statt. Details zu Namen, Kooperationspartnern oder einem Starttermin für das China-Produkt wurden bislang nicht kommuniziert.

Die aktuelle Produktoffensive erfolgt nach einer phase unternehmerischer Eigenständigkeit. Anfang September erklärte Manus, den unabhängigen Betrieb wieder aufgenommen zu haben. Zuvor hatten die chinesischen Behörden eine geplante Übernahme des Unternehmens durch den Technologiekonzern Meta untersagt.

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