Manuka-Honig, MGO

Manuka-Honig: Bis zu 100-mal mehr MGO als in heimischem Honig

Veröffentlicht am: 02.10.2026 um 01:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Honig kann Reizhusten lindern; bei anhaltenden Beschwerden oder Warnzeichen ist ärztliche Abklärung nötig.

Manuka-Honig bei Husten: MGO-Gehalt, Studienlage und wichtige Grenzen
Ein hölzerner Honiglöffel in einem Glas mit goldgelbem, dickflüssigem Honig bei natürlichem Lichteinfall. Illustration mit AI erstellt.

Mit der Zunahme von saisonalen Atemwegserkrankungen rücken traditionelle und ergänzende Hausmittel wieder verstärkt in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.

Neben klassischen Ratschlägen wie Ruhe und ausreichender Flüssigkeitszufuhr wird insbesondere Manuka-Honig aus Neuseeland aufgrund seiner antibakteriellen Eigenschaften als Ergänzung für die Hausapotheke thematisiert. Berichte verweisen dabei auf eine breite wissenschaftliche Datenlage und vergleichen dessen Zusammensetzung mit herkömmlichen Honigsorten.

Methylglyoxal als zentraler Inhaltsstoff

Der wesentliche Unterschied zwischen gewöhnlichem Blütenhonig und Manuka-Honig liegt im Gehalt an Methylglyoxal (MGO). Während heimische Honige meist Werte von unter 20 Milligramm MGO pro Kilogramm aufweisen, erreicht der aus dem neuseeländischen Manukastrauch gewonnene Nektar oft eine bis zu 100-mal höhere Konzentration. Zum Manuka-Honig werden in der Fachliteratur mehr als 3.000 wissenschaftliche Publikationen angeführt.

Im Handel wird das Produkt üblicherweise anhand des zertifizierten MGO-Gehalts eingeteilt. Konzentrationen von 100+ bis 250+ gelten als Produkte für den Alltag, während Werte von 300+ bis 500+ zur gezielten Unterstützung des Immunsystems herangezogen werden. Konzentrationen ab 1000+ markieren die höchste verfügbare Stufe.

Wissenschaftliche Basis bei Reizhusten

Unter den gängigen Hausmitteln zur Linderung von Reizhusten weist Honig die stabilste wissenschaftliche Grundlage auf. Fachberichte empfehlen bei Beschwerden insbesondere die Einnahme von ein bis zwei Teelöffeln am Abend vor dem Schlafengehen, wahlweise pur oder eingerührt in warmen Tee.

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Zu beachten ist dabei eine grundlegende Vorsichtsmaßnahme: Säuglinge unter einem Jahr dürfen keinesfalls Honig erhalten. Auch die Stiftung Warentest empfiehlt einfache Hausmittel wie warme Getränke oder Honig, weist jedoch ebenfalls darauf hin, dass dieser für Kleinkinder nicht geeignet ist.

Hintergrund für die vermehrte Nachfrage nach symptomlindernden Mitteln ist das typische Infektionsgeschehen im Frühherbst. Daten des Robert Koch-Instituts verdeutlichen, dass Atemwegserkrankungen vor allem durch Rhinoviren sowie saisonale Coronaviren, Parainfluenza- und Adenoviren verursacht werden, während Erreger wie Influenza und das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) zu Saisonbeginn noch selten auftreten.

Grenzen von Hausmitteln und ärztliche Abklärung

Fachleute betonen, dass eine akute Bronchitis in mehr als 90 Prozent der Fälle viral bedingt ist. Ein Erkältungshusten dauert im Mittel etwa drei Wochen an.

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Zur Unterstützung der Genesung werden neben Honig auch pflanzliche Präparate genannt; so zeigen Kombinationen aus Thymian und Efeu oder Primel eine mäßige Linderung von Hustenstärke und Hustenhäufigkeit. Ergänzend wird zu einer Raumluftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent sowie einer täglichen Trinkmenge von 1,5 bis 2 Litern Wasser oder Tee geraten.

Die Selbstbehandlung stößt jedoch an klare Grenzen. Hält der Husten länger als drei Wochen an oder treten Symptome wie Atemnot, Brustschmerzen, hohes Fieber oder blutiger Auswurf auf, ist eine ärztliche Abklärung erforderlich.

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