MANEUVER-Studie: Pimicotinib steigert Gelenkbeweglichkeit um 19,6 Prozent
Veröffentlicht am: 26.10.2026 um 00:18 Uhr | Redaktion boerse-global.deDie Behandlung von Patientinnen und Patienten mit einem tenosynovialen Riesenzelltumor (TGCT) erfordert langfristig wirksame Therapieansätze, um tumorbedingte Funktionseinschränkungen und Schmerzen dauerhaft zu lindern. Ein detaillierter Überblick über die Langzeitwirksamkeit des Wirkstoffs Pimicotinib liegt nun mit den Zweijahresdaten der Phase-3-Studie MANEUVER vor.
Die entsprechenden Ergebnisse wurden auf dem Krebskongress ESMO 2026 im Rahmen des Abstracts 3747P vorgestellt, wie aus einem Bericht von EMD Serono, einem Tochterunternehmen der Merck KGaA, vom 26.10.2026 hervorgeht. Die Erhebung dokumentiert eine anhaltende Symptomkontrolle sowie messbare Verbesserungen der Gelenkfunktion über einen Behandlungszeitraum von zwei Jahren.
Anhaltende Verbesserung der Gelenkfunktion und Schmerzreduktion
Die Auswertung der Phase-3-Studie MANEUVER stützt sich auf eine Kohorte von 63 initial randomisierten Betroffenen (n=63). In dieser Gruppe zeigten sich klinische Verbesserungen bereits frühzeitig ab der fünften Behandlungswoche, die über die gesamte zweijährige Studiendauer stabil blieben.
In Woche 97 dokumentierten die Forschenden eine mittlere Zunahme der Gelenkbeweglichkeit um +19,6%. Gleichzeitig ging das Ausmaß der Gelenksteifigkeit auf der Skala für die schwerste Steifheit (Worst Stiffness NRS) im Mittel um -3,9 zurück.
Auch die Schmerzsymptomatik verzeichnete einen Rückgang: Im Schmerzindex (BPI) lag die mittlere Änderung bei -3,1. Für die allgemeine körperliche Funktionsfähigkeit, gemessen über das Instrument PROMIS-PF, ergab sich zum Erhebungszeitpunkt in Woche 97 ein mittlerer Zuwachs von +7,4 Punkten.
Steifheit, die den Alltag mitbestimmt — und die Frage, ob das so bleibt. Die Zweijahresdaten der MANEUVER-Studie zeigen bei TGCT eine anhaltende Verbesserung der Gelenkfunktion, die über die gesamte Studiendauer stabil blieb. Was das konkret für Beweglichkeit, Schmerz und Ihre Verlaufskontrolle bedeutet, lesen Sie in unserem kostenlosen Leitfaden. Kostenlosen TGCT-Leitfaden jetzt anfordern
Hohe und über zwei Jahre stabile Ansprechraten
Neben den funktionellen Parametern und patientenberichteten Endpunkten erfasste die Studie auch das radiologische Tumoransprechen. Die objektive Ansprechrate (ORR), ermittelt durch eine verblindete unabhängige zentrale Prüfung (BICR) nach den Kriterien RECIST v1.1, betrug 76,2% (95% CI 63,8–86,0). Dieser Wert blieb im Vergleich zum Status nach einem Behandlungsjahr unverändert stabil.
Bei einer Bestimmung des Tumoransprechens anhand des Tumorvolumen-Scores (TVS) lag die objektive Ansprechrate nach zwei Jahren bei 77,8% (95% CI 65,5–87,3). Gegenüber dem Einjahreswert von 74,6% zeigte sich damit eine weitere Konsolidierung des Befundes.
Verträglichkeitsprofil und geringe Rate an Therapieabbrüchen
Hinsichtlich der therapeutischen Sicherheit zeigten die Zweijahresdaten ein handhabbares Profil. Schwere organspezifische Nebenwirkungen blieben aus: Den Studiendaten zufolge trat weder eine cholestatische Hepatotoxizität noch eine Hypopigmentierung von Haaren oder Haut auf.
Viele Betroffene fragen sich vor allem eines: Wie verträglich ist die Behandlung über zwei Jahre? Die Studiendaten zeigen ein handhabbares Profil — ohne die schweren organspezifischen Nebenwirkungen, mit einer geringen Rate an Therapieabbrüchen. Unser Leitfaden erklärt, welche Werte Sie kennen sollten und welche Fragen Sie im Gespräch mit Ihrem Behandlungsteam stellen können. Leitfaden zu Verträglichkeit und Verlauf sichern
Die Verträglichkeit spiegelte sich zudem in den Verlaufsdaten wider. Eine Dosisreduktion war im Verlauf bei 7,9% der Behandelten erforderlich, was fünf Personen (n=5) entsprach. Zu einem vollständigen Abbruch der Medikation aufgrund von therapiebedingten Ereignissen kam es bei 1,6% der Patientinnen und Patienten, mithin bei einem einzelnen Betroffenen.
