Mammographie-Screening, Kassen

Mammographie-Screening: Kassen zahlen alle zwei Jahre für Frauen von 50 bis 75

Veröffentlicht am: 29.09.2026 um 16:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Deutsche Krebshilfe informiert über Vorsorge und Lebensstil; ein gefördertes Uni-Projekt untersucht einen gezielten Ansatz gegen Brustkrebszellen.

Brustkrebs: Prävention, Früherkennung und neue Forschung im Fokus
Ein heller, minimalistischer Behandlungsraum in einer medizinischen Einrichtung mit ruhigem Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Im Rahmen des jährlichen Brustkrebsmonats Oktober rücken Strategien zur Vermeidung, Früherkennung und Behandlung dieser Krebserkrankung verstärkt in den Fokus der medizinischen Aufklärung.

Laut Berichten vom September 2026 informiert die Deutsche Krebshilfe über den aktuellen Stand der Forschung sowie über bestehende Vorsorgemöglichkeiten, um die Sterblichkeitsrate langfristig zu senken. Mit jährlich etwa 75.000 Neuerkrankungen und über 18.000 Todesfällen allein bei Frauen bleibt Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung des weiblichen Geschlechts in Deutschland.

Präventionspotenziale durch Lebensstil und Beratung

Ein wesentlicher Aspekt der aktuellen Aufklärungsarbeit betrifft die primäre Prävention. Die Deutsche Krebshilfe verweist darauf, dass rund 40 % aller Krebserkrankungen durch eine gesunde Lebensweise vermieden werden könnten. Zu den entscheidenden Faktoren zur Senkung des Brustkrebsrisikos zählen demnach regelmäßige körperliche Bewegung, der Verzicht auf das Rauchen und Alkohol sowie das Halten eines normalen Körpergewichts.

Zusätzlich zu den Lebensstilfaktoren spielen medizinische Einflüsse eine Rolle. So erhöht eine Hormonersatztherapie in den Wechseljahren das Risiko für eine Brustkrebserkrankung. Für Personen mit einer familiären Vorbelastung werden spezialisierte Beratungsangebote empfohlen.

In Deutschland stehen hierfür bundesweit 23 Zentren für familiären Brust- und Eierstockkrebs zur Verfügung. Die Behandlung sollte nach Empfehlung der Experten vorzugsweise in zertifizierten Brustkrebszentren erfolgen, um eine interdisziplinäre Versorgung sicherzustellen.

Früherkennung und gesetzliche Vorsorgeleistungen

Die Früherkennung gilt als entscheidender Faktor für die Heilungschancen. Wie aus Daten der Deutschen Krebshilfe hervorgeht, lässt sich bei einer regelmäßigen Teilnahme an Früherkennungsuntersuchungen etwa jeder vierte brustkrebsbedingte Todesfall vermeiden. In Deutschland haben gesetzlich versicherte Frauen ab einem Alter von 30 Jahren Anspruch auf eine jährliche ärztliche Tastuntersuchung.

Anzeige

Zwischen 50 und 75 übernimmt die gesetzliche Kasse alle zwei Jahre ein Mammographie-Screening — doch viele Frauen wissen nicht, wann ihr Anspruch greift und wie sie den Termin bekommen. Unser kostenloser Leitfaden führt Sie in drei Schritten durch Anspruch, Terminvereinbarung und Nachsorge. Kostenlosen Vorsorge-Leitfaden jetzt anfordern

Zwischen dem 50. und dem 75. Lebensjahr umfasst der Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen zudem alle zwei Jahre ein Mammographie-Screening. Diese systematische Untersuchung dient dazu, Tumore in einem frühen Stadium zu entdecken, in dem sie oft noch nicht tastbar sind und die Behandlungsmöglichkeiten entsprechend effektiver ausfallen.

Innovative Forschungsansätze in der molekularen Onkologie

Neben der Prävention und Früherkennung gewinnt die Entwicklung neuer Therapiemöglichkeiten an Bedeutung. Ein aktuelles Beispiel ist das sogenannte TaNGo-Projekt an der Universität Duisburg-Essen, das von der Deutschen Krebshilfe mit rund 290.000 Euro gefördert wird, wie aus Berichten vom September 2026 hervorgeht.

Anzeige

Rund 40 % aller Krebserkrankungen ließen sich durch eine gesunde Lebensweise vermeiden — und bei regelmäßiger Früherkennung lässt sich etwa jeder vierte brustkrebsbedingte Todesfall verhindern. Unser Leitfaden zeigt die 5 wirksamsten Lebensstil-Hebel und wann eine Beratung bei familiärer Vorbelastung ratsam ist. 5 Lebensstil-Hebel jetzt nachlesen

Im Zentrum der Forschung steht das Protein Taspase1, welches das Wachstum von Brustkrebszellen fördern kann. Die Wissenschaftler der Universität Duisburg-Essen entwickeln in diesem Projekt spezielle Nanobody-PROTACs. Diese Moleküle sind darauf ausgelegt, das krebsrelevante Protein Taspase1 gezielt zu markieren.

Durch diese Markierung soll der Abbau des Proteins durch das zelleigene Proteasom ausgelöst werden. Innerhalb des TaNGo-Projekts wird derzeit die Wirksamkeit verschiedener Linker und E3-Ligasen untersucht, um die Präzision und Effizienz dieses neuartigen therapeutischen Ansatzes zu optimieren.

Disclaimer...

de | wissenschaft | 70198996 |