Malwarebytes, Scam

Malwarebytes Scam Link Check: Kostenfreier Dienst prüft Links vor dem Klick

Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 22:41 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der neue Browserdienst bewertet Links und zeigt Hinweise, Screenshot sowie nächste Schritte; unbekannte Betrugsseiten können unentdeckt bleiben.

Malwarebytes startet kostenlosen Check für verdächtige Weblinks
Minimalistisches, helles Bürointerieur mit einer einzelnen Zimmerpflanze auf einem Holztisch bei natürlichem Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Das Sicherheitsunternehmen Malwarebytes stellt mit Scam Link Check einen neuen, kostenfreien Dienst bereit, mit dem Internetnutzer verdächtige Webadressen vor dem Anklicken überprüfen können. Das browserbasierte Werkzeug soll dabei helfen, Phishing-Versuche sowie betrügerische Online-Angebote frühzeitig abzufangen.

Schnelle Prüfung ohne Installation

Die Überprüfung erfolgt direkt über die Webseite malwarebytes.com/scam-check/link. Der Dienst lässt sich ohne vorherigen Software-Download und ohne die Erstellung eines Benutzerkontos verwenden. Nach der Eingabe einer Adresse liefert das System innerhalb von Sekunden ein Analyseergebnis.

Dabei stuft das Werkzeug die jeweilige Webadresse in eine von drei Kategorien ein: sicher, gefährlich oder unbekannt. Um die Transparenz zu erhöhen, stellt der Anbieter dem Ergebnis neben einer Begründung auch einen Screenshot der Zielseite sowie Empfehlungen für das weitere Vorgehen an die Seite.

Anzeige

Wer sich gegen die psychologischen Tricks und technischen Methoden von Internetkriminellen absichern möchte, findet in diesem kostenlosen Paket wertvolle Unterstützung. Erfahren Sie in vier einfachen Schritten, wie Sie Phishing-Angriffe und Datenklau effektiv unterbinden. Kostenloses Anti-Phishing-Paket jetzt herunterladen

Technisch untersucht das System die Webadressen auf Merkmale von Phishing, Schadsoftware und allgemeinem Betrug. Ebenso werden neu registrierte Domains und komplexe Weiterleitungsketten erfasst. Sollten Nutzer auf Fehleinschätzungen stoßen, besteht die Möglichkeit, falsch eingestufte Links direkt an das Unternehmen zu melden.

Gleichzeitig weist das Unternehmen auf systemische Grenzen hin: Da Reputationsdienste primär auf bekannten Bedrohungsmustern basieren, können brandneue Betrugsseiten unter Umständen noch nicht erfasst werden. Eine Einstufung als unbedenklich bietet daher keine vollständige Garantie.

Integration in ein wachsendes Schutzpaket

Malwarebytes ordnet den neuen Link-Check in sein bestehendes Ökosystem zur Betrugsabwehr ein. Zu diesem Verbund gehören unter anderem Funktionen zur Verfolgung des digitalen Fußabdrucks, Werkzeuge zum Entfernen persönlicher Daten aus dem Netz sowie Prüfoptionen für Telefonnummern.

Anzeige

Da allein in Deutschland Millionen von Online-Konten pro Quartal gehackt werden, ist der Schutz der eigenen Identität wichtiger denn je. Dieser Gratis-Report zeigt eine neue Methode auf, die Passwörter ersetzt und Hackern keine Chance mehr lässt. Sichere Alternative zu Passwörtern kostenlos entdecken

Zudem existiert die Lösung Scam Guard, die für iOS, Android, Windows, macOS, gängige Browser-Erweiterungen sowie für die KI-Systeme ChatGPT und Claude bereitgestellt wird. Nach Angaben des Unternehmens markiert Scam Guard etwa jeden fünften eingesandten Fall als hochriskant, wobei der potenzielle finanzielle Schaden pro Vorfall bei mindestens 1.000 US-Dollar liege.

Wachsender Schaden durch digitale Betrugsmaschen

Hintergrund für den Ausbau der Erkennungswerkzeuge ist das anhaltend hohe Ausmaß an Online-Betrug. Für das Jahr 2025 beziffert Malwarebytes die weltweiten Scam-Verluste auf etwa 442 Milliarden US-Dollar. Davon entfielen rund 21 Milliarden US-Dollar auf die Vereinigten Staaten.

Zudem wird es für Endanwender zunehmend schwerer, betrügerische Aktivitäten eigenständig zu identifizieren. Laut einer vom Sicherheitsanbieter durchgeführten Erhebung gaben 85 Prozent der Befragten an, betrügerische Inhalte nicht mehr von legitimen Webseiten oder Nachrichten unterscheiden zu können. Im Vorjahr lag dieser Anteil laut den Erhebungen noch bei 66 Prozent.

Disclaimer...

de | wissenschaft | 70237266 |