Maiswaffeln, Produkten

Maiswaffeln im Öko-Test: In 10 von 19 Produkten stecken Schimmelpilzgifte

Veröffentlicht am: 12.10.2026 um 17:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Untersuchung fand Schimmelpilzgifte in zehn Produkten; sieben erhielten wegen ihrer Schadstoffgehalte schlechte Noten.

Öko-Test prüft 19 Maissnacks: Schadstoffe in vielen Produkten
Weites, goldenes Maisfeld bei bedecktem Himmel unter natürlichem Licht. Illustration mit AI erstellt.

Maiswaffeln und Maissnacks wie Stangen oder Flips gelten im Alltag vieler Verbraucher als fettarme Zwischenmahlzeit und werden häufig auch Kleinkindern angeboten. Eine Untersuchung des Verbrauchermagazins Öko-Test zeigt jedoch erhebliche Qualitäts- und Sicherheitsmängel bei zahlreichen Erzeugnissen.

Insgesamt prüften die Tester 19 Produkte auf ihre gesundheitliche Qualität. Das Ergebnis fiel zweigeteilt aus: Während einige Snacks überzeugen konnten, fiel mehr als ein Drittel der Testkandidaten durch.

Belastung mit Schimmelpilzgiften und Mineralöl

Im Labor wies Öko-Test in mehr als der Hälfte der Proben Verunreinigungen nach. In 10 der 19 getesteten Produkte ließen sich Schimmelpilzgifte feststellen. Zu den gefundenen Toxinen gehörten Deoxynivalenol (DON), Zearalenon (ZEA) sowie Ochratoxin A (OTA). Diese Stoffe können bereits auf dem Feld oder während der Lagerung des Rohstoffs Mais entstehen.

Zusätzlich wurden in drei Snacks Rückstände von Mineralöl nachgewiesen. Dabei handelte es sich um gesättigte Mineralölkohlenwasserstoffe (MOSH). Nach Angaben von Öko-Test spielte die landwirtschaftliche Anbauform bei den gemessenen Belastungen keine entscheidende Rolle: Zwischen Produkten aus ökologischem und konventionellem Anbau ließ sich kein Unterschied hinsichtlich der Schadstofffunde feststellen.

Strenger Bewertungsmaßstab führt zu Notenspaltung

Bei der Beurteilung der Inhaltsstoffe legte das Verbrauchermagazin den strengen Bewertungsmaßstab für Getreidebeikost für Kleinkinder an. Da Maiswaffeln und gepuffte Knabberartikel häufig an die jüngste Altersgruppe verfüttert werden, orientierte sich die Prüfung an den entsprechenden Sicherheitsgrenzen.

Anzeige

Wenn Ihr Kind regelmäßig Maiswaffeln knabbert, sollten Sie jetzt genauer hinschauen: In 10 von 19 getesteten Produkten stecken Schimmelpilzgifte, und Bio macht laut Test keinen Unterschied. Unser kostenloser Ratgeber zeigt Ihnen, worauf Sie beim Einkauf achten müssen. Jetzt kostenlosen Eltern-Ratgeber anfordern

Vor diesem Hintergrund zeigte sich eine deutliche Spreizung der Testnoten. Vier der getesteten Snacks schnitten mit der Bestnote ab. Gleichzeitig erhielten sieben Produkte das Urteil „mangelhaft“ oder „ungenügend“, was auf die nachgewiesenen Schadstoffgehalte zurückzuführen war.

Nährwertprofil und Kritik an kindgerechtem Marketing

Neben Schadstoffen thematisierte die Untersuchung auch die ernährungsphysiologischen Eigenschaften der Knabberartikel. Maiswaffeln weisen pro 100 Gramm durchschnittlich einen Brennwert von etwa 380 Kilokalorien auf.

Anzeige

Nicht nur Schadstoffe sind ein Problem: Sechs Maissnacks sprechen trotz hohem Salzgehalt gezielt Kinder an — das widerspricht einer ausgewogenen Kleinkinderernährung. Unser Ratgeber zeigt Ihnen, wie Sie bessere Snacks erkennen und auswählen. Kostenlose Snack-Checkliste für Eltern sichern

Der Anteil an Kohlenhydraten liegt bei rund 85 Gramm, wovon 2 Gramm auf Zucker entfallen. Zudem enthalten 100 Gramm der Waffeln 7 bis 8 Gramm Eiweiß, 1 bis 1,4 Gramm Fett sowie 1,7 bis 3 Gramm Ballaststoffe. Eine einzelne Scheibe bringt dabei ein Gewicht von etwa 6 Gramm auf die Waage.

Auffällig zeigten sich die Unterschiede beim Salzgehalt, der sich je nach Sorte in einer Spanne von 0,01 bis 0,31 Gramm pro 100 Gramm bewegt. Öko-Test beanstandete in diesem Zusammenhang die Aufmachung einzelner Produkte: Sechs Maissnacks sprachen trotz eines hohen Salzgehalts gezielt Kinder als Zielgruppe an, was nach Ansicht der Tester dem Anspruch an eine ausgewogene Kleinkinderernährung widerspricht.

Disclaimer...

de | wissenschaft | 70304267 |