Mainz, Care-App

Mainz: Care-App in 62 Kitas ab August – Eltern melden Kinder digital

16.06.2026 - 07:33:05 | boerse-global.de

Mainz führt die Care-App in allen 62 städtischen Kitas ein. Eltern können Abwesenheiten digital melden, Erzieher sparen Verwaltungszeit.

Mainzer Kitas: Eltern melden Kinder per Care-App ab
Mainz - Eine Nahaufnahme einer digitalen Tablet-App zur Kinderbetreuung, die von Eltern in einer Kindertagesstätte gehalten wird. 16.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Eltern in Mainz können künftig per App ihre Kinder abmelden – und Kitas sparen Zeit bei der Verwaltung.

Die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt hat am Montag den offiziellen Startschuss für die flächendeckende Einführung der digitalen Anwendung „Care“ in allen 62 städtischen Kindertagesstätten gegeben. Das System soll den Alltag von Eltern und Erziehern gleichermaßen erleichtern. Statt mühsamer Telefonate oder Zettelwirtschaft können Mütter und Väter künftig Krankmeldungen und Abwesenheiten ihrer Kinder direkt über die App melden – rund um die Uhr.

Schrittweise Einführung bis August

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Der Digitalisierung vorausgegangen war eine Testphase im Februar und März 2026 an vier Standorten: Ebersheim, Frankenhöhe, Schillstraße und MinniMax. Die Pilotierung verlief offenbar erfolgreich, denn nun rollt die Stadt das System in mehreren Etappen aus.

Bereits im Juni folgten die Stadtteile Lerchenberg, Neustadt, Bretzenheim und Mombach. Im Juli ist die Oberstadt an der Reihe. Den Abschluss bilden im August die Einrichtungen in Gonsenheim und Marienborn. Bis zum Ende der Sommerferien soll die App in allen städtischen Kitas einsatzbereit sein – das sind immerhin mehr als 4.800 Kinder, die von der Neuerung profitieren.

Mehr als nur digitale Abwesenheitsmeldung

Die „Care“-App kann jedoch weit mehr als Krankmeldungen erfassen. Sie fungiert als zentrale Kommunikationsplattform zwischen Kitas und Familien. Erzieher können Nachrichten direkt über das System versenden, Eltern erhalten wichtige Informationen in Echtzeit.

Doch die Stadtverwaltung denkt bereits einen Schritt weiter. Die anonymisierten Anwesenheitsdaten sollen langfristig für eine bessere Personalplanung und Ressourcenverteilung genutzt werden. Das klingt nach einem cleveren Schachzug: Wer genau weiß, wie viele Kinder wann kommen, kann Erzieher gezielter einsetzen und Engpässe vermeiden.

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Breite Unterstützung aus Politik und Elternschaft

Oberbürgermeister Nino Haase und Nora Egler vom Stadtelternausschuss begrüßen die Einführung gleichermaßen. Der Elternbeirat hebt besonders den Schritt hin zu einer zeitgemäßen Kommunikation hervor. Die Botschaft ist klar: Weniger Bürokratie bedeutet mehr Zeit für das Wesentliche – die pädagogische Arbeit mit den Kindern.

Ob die App auch in anderen rheinland-pfälzischen Städten Einzug halten wird, bleibt abzuwarten. In Mainz jedenfalls ist man überzeugt, den richtigen Weg eingeschlagen zu haben.

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