Magnesium-Test, Präparate

Magnesium-Test: Alle 28 Präparate durchgefallen – Öko-Test warnt

28.05.2026 - 08:30:16 | boerse-global.de

Öko-Test bewertet alle 28 geprüften Magnesium-Präparate negativ. Experten warnen vor Überdosierung und unnötigen Zusätzen.

Magnesium-Test: Alle 28 Präparate durchgefallen – Öko-Test warnt - Foto: über boerse-global.de
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Kein einziges Mittel bekam eine positive Note.

Warum die meisten Produkte unnötig sind

Die Tester stufen alle 28 Präparate als grundsätzlich überflüssig ein. Sechs Produkte erhielten die Note Gelb, 13 Hellrot und neun Dunkelrot. Die Preisspanne pro Tagesdosis reicht von 2 Cent bis 1,25 Euro.

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Viele Hersteller setzen auf unnötige Zusätze: Süßstoffe, Verdickungsmittel oder Emulgatoren. Das Problem liegt aber tiefer.

Die Gesundheitsgefahr durch Überdosierung

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt maximal 250 Milligramm Magnesium pro Tag. Viele getestete Produkte überschreiten diesen Wert deutlich.

Experten warnen: Mehr als 300 Milligramm täglich können Durchfall und Übelkeit auslösen. In schweren Fällen sind sogar Herz-Kreislauf-Probleme möglich.

Hilft Magnesium gegen Wadenkrämpfe?

Die kurze Antwort: Nein. Für diese weit verbreitete Annahme gibt es laut Testern keinen wissenschaftlichen Beleg.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) weist darauf hin: Bei ausgewogener Ernährung kommt ein Magnesiummangel selten vor. Für gesunde Menschen ist die zusätzliche Einnahme daher meist überflüssig.

Ausnahmen gibt es nur bei bestimmten Stoffwechselstörungen – aber dann nur nach ärztlicher Rücksprache.

Die Gefahr des Supplement-Stapelns

Immer mehr Menschen kombinieren mehrere Präparate gleichzeitig. Das sogenannte Supplement Stacking birgt erhebliche Risiken.

Der Toxikologe Dr. Georg Aichinger von der ETH warnt: Wirkstoffe können sich gegenseitig beeinflussen. Die Folge sind Überdosierungen oder Vergiftungserscheinungen.

Besonders pflanzliche Extrakte wie Ashwagandha oder Grüntee stehen im Verdacht, in hohen Konzentrationen Leberschäden zu verursachen. Fachleute raten: Lassen Sie vor der Einnahme ein Blutbild beim Arzt machen – statt blind auf Gesundheitsversprechen zu vertrauen.

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