Magenkrebs: Koreanische Medizin ist mit weniger Opioid-Rezepten verbunden
Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 08:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Behandlung von Schmerzen bei Krebserkrankungen stellt die Onkologie vor kontinuierliche Herausforderungen. Eine im Fachjournal BMC Complementary Medicine and Therapies erschienene retrospektive Kohortenstudie liefert nun neue Einblicke in die komplementäre Versorgung in Südkorea.
Die Untersuchung beleuchtet den Zusammenhang zwischen Verfahren der Traditionellen Koreanischen Medizin und dem Bedarf an pharmazeutischen Schmerzmitteln bei Patientinnen und Patienten mit Magenkrebs.
Geringere Verschreibungszahlen für Analgetika und Opioide
Grundlage der wissenschaftlichen Untersuchung bildet die nationale Stichprobenkohorte des südkoreanischen National Health Insurance Service. Die Forscher analysierten darin die Daten von Magenkrebspatienten, die Verfahren der Traditionellen Koreanischen Medizin in Anspruch genommen hatten. Zu den erfassten Methoden gehörten insbesondere die Verabreichung von Kräutermedizin, Akupunktur sowie Moxibustion.
Wer sich mit komplementären Ansätzen zur Schmerzlinderung befasst, findet in der Akupressur eine bewährte Methode der Traditionellen Chinesischen Medizin. Dieser kostenlose Guide zeigt Ihnen, wie Sie mit einfachen Druckpunkten Beschwerden selbst aktiv lindern können. 101 Druckpunkte gegen Schmerzen jetzt kostenlos herunterladen
Die statistischen Auswertungen brachten differenzierte Ergebnisse zutage. Hinsichtlich der allgemeinen Wahrscheinlichkeit, ob Betroffene überhaupt Analgetika oder Opioide verordnet bekamen, war die Nutzung der Koreanischen Medizin nicht signifikant assoziiert. Die Entscheidung für oder gegen den grundsätzlichen Einsatz von Schmerzmitteln unterschied sich demnach nicht wesentlich.
Ein deutlicher Unterschied zeigte sich jedoch beim Umfang der Medikation: In den adjustierten Analysen war die Anwendung der Koreanischen Medizin mit signifikant niedrigeren Verschreibungszahlen für Analgetika und Opioide verbunden. Dies deutet darauf hin, dass komplementäre Behandlungen zwar die Schmerztherapie nicht vollständig ersetzen, die erforderliche Menge an verschriebenen Schmerzmedikamenten jedoch verringern können, wie aus einem wissenschaftlichen Bericht vom 3. Oktober 2026 hervorgeht.
Methodische Grenzen und Interpretation der Daten
Verfasst wurde die Forschungsarbeit von Ji-eun Yu von der Pusan National University und Dongsu Kim von der Dongshin University. Die Autoren weisen in ihrer Veröffentlichung auf wichtige methodische Limitationen hin, die bei der Interpretation der Ergebnisse berücksichtigt werden müssen.
Neben der Anwendung von Druckpunkten spielt auch die gezielte Zufuhr natürlicher Inhaltsstoffe eine wichtige Rolle in der ganzheitlichen Gesundheitsbetrachtung. Erfahren Sie in diesem Ratgeber, welche zwölf gängigen Lebensmittel entzündungshemmende Eigenschaften besitzen und das Wohlbefinden unterstützen. Kostenlosen Ratgeber zur entzündungshemmenden Ernährung sichern
Da die Studie auf retrospektiven Daten der gesetzlichen Krankenversicherung basiert, lassen die statistischen Zusammenhänge keine direkten Rückschlüsse auf eine Kausalität zu. Es lässt sich somit anhand der Datenbasis nicht abschließend belegen, ob die Methoden der Koreanischen Medizin die direkte Ursache für den geringeren Schmerzmittelverbrauch waren.
Zudem erfassten die Versicherungsdaten keine rezeptfreien Arzneimittel, sodass die eigenständige Einnahme sogenannter Over-the-Counter-Präparate durch die Patienten in den Analysen unberücksichtigt blieb. Dennoch liefert die Arbeit relevante Anhaltspunkte für die Versorgungsforschung und künftige klinische Studien zur integrativen Onkologie.
