Mähroboter, LiDAR

Mähroboter: LiDAR und KI ersetzen Begrenzungskabel

Veröffentlicht am: 17.08.2026 um 03:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Kabellose Mähroboter mit LiDAR und KI dominieren Tests. Modelle von Mammotion, Segway und Roborock überzeugen bei Steigungen und großen Flächen.

Mähroboter ohne Kabel: LiDAR, Kamera und KI erobern den Markt
Moderner Mähroboter ohne Begrenzungskabel bei der Arbeit auf einem gepflegten, grünen Rasen an einem sonnigen Tag. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Umfangreiche technische Bewertungen in den vergangenen Tagen belegen einen deutlichen Technologiewandel im Markt für Mähroboter. Der Fokus der Branche verschiebt sich zusehends von herkömmlichen Begrenzungskabeln hin zu fortschrittlichen Navigationslösungen auf Basis von Kamera-Technik, GPS und LiDAR. Aktuelle Testergebnisse zeigen dabei eine wachsende Vielfalt an Modellen, die ohne physische Barrieren auf dem Grundstück auskommen.

Hochleistungstechnologie durch LiDAR und KI

In aktuellen Testberichten Mitte August 2026 werden insbesondere Systeme hervorgehoben, die eine Kombination aus optischen Sensoren und Laser-Mapping nutzen. Das Modell LUBA mini 2 AWD 1500H von Mammotion wurde beispielsweise mit einer Bewertung von 9,0 von 10 Punkten für seine Ausstattung mit 360-Grad-LiDAR und einer Dual-Kamera gelobt.

Das Gerät für 1.999 US-Dollar bewältigt Steigungen von bis zu 80 Prozent und verfügt über einen Allradantrieb. Die Laufzeit des 6,1-Ah-Akkus wird mit 150 Minuten angegeben, womit Flächen von bis zu 1.500 Quadratmetern bearbeitet werden können.

Auch TerraMow setzt bei seinem Modell V1000, das regulär für 1.199 US-Dollar und in aktuellen Angeboten für 949 US-Dollar erhältlich ist, auf eine kamerabasierte Lösung.

Das System nutzt eine Triple-Kamera in Verbindung mit künstlicher Intelligenz für die automatische Kartierung, wodurch eine RTK-Antenne (Real Time Kinematic) entfällt. Während das Gerät Hindernisse im sogenannten Spot-Modus präzise umfahren kann, zeigten Tests Einschränkungen beim Einsatz in der Nacht oder auf Kiesflächen.

Wettbewerb im Segment für anspruchsvolles Gelände

Für großflächige Anwendungen und schwieriges Terrain wurden im Rahmen von Vergleichstests mehrere neue Hochleistungsgeräte bewertet. Der Roborock RockMow X120H nutzt für die Navigation 360-Grad-LiDAR anstelle von Satellitensignalen und kann Hindernisse bis zu einer Höhe von 3,1 Zoll überwinden. Der Einführungspreis wurde mit 2.500 US-Dollar beziffert, während der reguläre Listenpreis bei 3.200 US-Dollar liegt.

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Dreame ist mit der Serie A3 AWD Pro im Markt vertreten. Das Modell 3500, das Flächen von bis zu 8.611 Quadratfuß pro Stunde bearbeiten kann, wurde Mitte August mit einem Rabatt von 570 US-Dollar für einen Endpreis von 2.430 US-Dollar angeboten.

Diese Modelle nutzen ebenfalls LiDAR in Kombination mit einer „AI Dual Vision“-Technologie und Allradantrieb. In derselben Leistungsklasse bewegt sich das Modell Mova LiDAX Ultra AWD, das ab 1.599 Euro angeboten wird.

Segway konnte sich in einem Vergleichstest von fünf kabellosen Mährobotern mit dem Navimow X430 für 2.499 US-Dollar als Testsieger positionieren. Das Gerät überzeugte durch seine Zuverlässigkeit und die Fähigkeit, Steigungen von bis zu 84 Prozent zu bewältigen. Optional ist für dieses Modell eine NetRTK-Erweiterung verfügbar.

Spezialisierte Lösungen und Markteinstiege

Neben den Allround-Geräten zeigen aktuelle Tests spezialisierte Funktionen auf. Der Ecovacs Goat A1600 LiDAR Pro für 1.499 Euro verfügt über ein Doppel-LiDAR-System und ein spezielles „TruEdge-Rotofil“ zur präzisen Bearbeitung von Rasenkanten. Das Unternehmen kündigte zudem eine Erweiterung seiner Produktpalette an, darunter den GOAT A2000 LiDAR PRO für 2.999 US-Dollar und Einstiegsmodelle wie den GOAT O600 RTK für 1.299 US-Dollar.

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Weitere Marktakteure wie Airseekers führen Modelle wie den Tron für 1.999,99 US-Dollar ein, der neben der RTK-Navigation eine integrierte Mulchfunktion bietet. Für einfachere Gartenstrukturen empfehlen Tester zudem den Husqvarna 420 IQ, der für 3.299 US-Dollar erhältlich ist.

In der technologischen Vorschau wurde bereits Mitte des Jahres der GOKO M6 angekündigt. Dieses Modell soll über das sogenannte CyberNav-System mit vier KI-Kameras verfügen und eine Laufzeit von bis zu 360 Minuten erreichen. Damit zielt der Hersteller auf große Grundstücke von bis zu zwei Acres pro Tag ab.

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