MacPaw, Liquid

MacPaw und Liquid AI: Lokale KI-Apps für macOS ohne Cloud

Veröffentlicht am: 05.08.2026 um 17:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de

MacPaw integriert Liquid AI-Modelle für On-Device-KI auf macOS. Erster Assistent Eney nutzt lokale Verarbeitung, Setapp-Integration geplant.

MacPaw und Liquid AI: Neue Partnerschaft für lokale KI auf dem Mac
Ein moderner Apple-Laptop auf einem Schreibtisch mit einer abstrakten Visualisierung lokaler KI-Verarbeitung darüber. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Softwareentwickler MacPaw hat eine strategische Partnerschaft mit dem MIT-Spin-off Liquid AI angekündigt. Ziel der Zusammenarbeit ist die Integration von sogenannten Foundation Models in den eigenen technologischen Stack von MacPaw. Damit soll die Ausführung von Aufgaben durch künstliche Intelligenz (KI) nativ und direkt auf dem Endgerät – der On-Device-Inferenz – auf Apple-Computern ermöglicht werden.

Im Zentrum der Kooperation steht die Entwicklung eines lokalen KI-Stacks für macOS. Dabei werden die Liquid Foundation Models (LFMs) des Partners mit den MacPaw-eigenen Technologien Elix und Mnemos kombiniert. Während Elix als Inferenz-Komponente fungiert, dient Mnemos als spezialisierte Speicherlösung innerhalb des Systems. Ergänzt wird dieser Aufbau durch ein spezifisches Agent-Framework, um komplexe Arbeitsabläufe lokal verarbeiten zu können.

KI-Assistent Eney als erstes Anwendungsbeispiel

Als erstes konkretes Produkt dieser Partnerschaft wurde der KI-Assistent Eney vorgestellt. Das Werkzeug nutzt die On-Device-Inferenz über die Elix-Inference-Engine und greift auf den Mnemos-Speicher zu, um Anfragen ohne den Umweg über eine Cloud-Infrastruktur zu bearbeiten. Diese lokale Verarbeitung soll einerseits die Geschwindigkeit erhöhen und andererseits den Datenschutz verbessern, da sensible Daten das Gerät nicht verlassen müssen.

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MacPaw plant zudem, die neuen Möglichkeiten in seine Plattform Setapp zu integrieren. Der Store für macOS-Anwendungen, der aktuell über 150.000 zahlende Nutzer verzeichnet, soll künftig KI-Apps über kreditbasierte Pläne anbieten. Im Zuge der Neuausrichtung erhalten auch externe Entwickler, die ihre Software über Setapp vertreiben, Zugriff auf die Infrastruktur für die On-Device-Inferenz. Erste Ergebnisse und eine breitere Verfügbarkeit der gemeinsamen Entwicklungen werden für den weiteren Verlauf des Jahres 2026 erwartet.

Liquid AI bringt effiziente Sprachmodelle ein

Liquid AI, ein aus dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) hervorgegangenes Unternehmen, verfügt bereits über Erfahrung bei der Implementierung lokaler KI-Lösungen. Modelle des Anbieters kommen laut Branchenberichten bereits in verschiedenen Sektoren zum Einsatz, etwa bei Automobilherstellern wie Mercedes-Benz, in der Pharmaforschung bei Insilico Medicine oder beim E-Commerce-Dienstleister Shopify.

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Anfang August veröffentlichte Liquid AI mit dem Modell LFM2.5-2.6B eine neue Iteration seiner Technologie. Das Modell verfügt über 2,6 Milliarden Parameter und ist speziell darauf ausgelegt, ohne Cloud-Anbindung auf Smartphones oder Desktop-Rechnern zu laufen. Den Angaben zufolge erreicht das Modell eine Verarbeitungsgeschwindigkeit von bis zu 30 Token pro Sekunde und benötigt weniger als 2,5 GB Arbeitsspeicher. Trainiert wurde das System auf einer Basis von etwa 34 Billionen Token, wobei es ein Kontextfenster von 128K unterstützt.

Das in Kiew ansässige Unternehmen MacPaw unterstreicht mit diesem Schritt seine Ambition, den Mac als Plattform für lokale KI-Anwendungen weiter zu stärken. Durch die Unabhängigkeit von externen Servern sollen Nutzer von stabileren Leistungen profitieren, die auch ohne aktive Internetverbindung verfügbar bleiben.

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