macOS vs. Windows: Apple-Nutzer häufiger von Malware betroffen
Veröffentlicht am: 03.09.2026 um 15:24 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Eine aktuelle Untersuchung des Sicherheitsdienstleisters Kaspersky liefert neue Erkenntnisse zum Sicherheitsstatus verschiedener Betriebssysteme. Den Ergebnissen zufolge meldeten im vergangenen Jahr 12 Prozent der macOS-Nutzer eine Infektion mit Schadsoftware. Damit liegt die Quote bei Apple-Anwendern höher als bei Windows-Nutzern, von denen im selben Zeitraum 9 Prozent von entsprechenden Malware-Vorfällen berichteten.
Die Daten legen nahe, dass die traditionelle Wahrnehmung von macOS als inhärent sichereres System zunehmend durch reale Bedrohungsszenarien und das Nutzerverhalten herausgefordert wird.
Neben klassischen Infektionen zeigt die Auswertung auch bei anderen Cyberbedrohungen eine höhere Betroffenheit in der Apple-Nutzerbasis. So gaben 16 Prozent der macOS-Anwender an, Opfer von Online-Betrug geworden zu sein, während dies bei Windows-Nutzern auf 13 Prozent zutraf.
Erhöhte Risiken bei Datendiebstahl und Datenschutz
Besonders deutlich fallen die Unterschiede laut den Studienergebnissen beim Diebstahl sensibler Informationen aus. In den letzten zwölf Monaten waren 12 Prozent der macOS-Nutzer von Datendiebstahl betroffen.
Im Vergleich dazu lag dieser Wert bei den Windows-Anwendern bei 7 Prozent. Ein ähnliches Bild zeichnet sich bei allgemeinen Datenschutzverletzungen ab: Hier meldeten 11 Prozent der macOS-Nutzer entsprechende Vorfälle, während die Quote bei Windows-Nutzern bei 8 Prozent lag.
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Die Analysten von Kaspersky führen diese Diskrepanzen unter anderem auf ein unterschiedliches Sicherheitsbewusstsein und differenzierte Schutzmaßnahmen zurück. Demnach nutzen lediglich 35 Prozent der macOS-Anwender dedizierte Sicherheitssoftware. Bei den Windows-Nutzern liegt die Verbreitung entsprechender Schutzprogramme mit 42 Prozent messbar höher.
Sicherheitsgewohnheiten im direkten Vergleich
Ein wesentlicher Faktor für die Infektionsraten scheint das präventive Verhalten im digitalen Alltag zu sein. Die Umfrage zeigt, dass 62 Prozent der Windows-Nutzer gezielt versuchen, verdächtige Links zu vermeiden. Unter den macOS-Anwendern verfolgen lediglich 51 Prozent diesen vorsorglichen Ansatz.
Auch bei der Absicherung von Benutzerkonten zeigen sich Defizite aufseiten der Apple-Nutzer. Während 38 Prozent der Windows-Anwender für verschiedene Dienste jeweils einzigartige Passwörter verwenden, sind es bei den Mac-Nutzern 35 Prozent. In Bezug auf die Komplexität der gewählten Kennwörter gaben 52 Prozent der Windows-Nutzer an, auf komplizierte Kombinationen zu setzen, verglichen mit 45 Prozent bei macOS.
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Zusätzliche Sicherheitsmechanismen wie die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) werden ebenfalls unterschiedlich stark angenommen. Laut der Erhebung nutzen 51 Prozent der Windows-Anwender diese Methode zur Identitätsprüfung, während die Quote bei macOS-Nutzern bei 46 Prozent liegt.
Die Ergebnisse der Untersuchung verdeutlichen, dass technische Sicherheitsbarrieren allein keinen vollständigen Schutz bieten, wenn sie nicht durch sicherheitsbewusstes Nutzerverhalten und ergänzende Software lösungen flankiert werden. Die Annahme, dass bestimmte Betriebssysteme aufgrund ihrer Architektur oder geringeren Verbreitung immun gegen Angriffe seien, spiegelt sich in den gemeldeten Infektionszahlen der Nutzer nicht wider.
