Operation, FlutterBridge

macOS-Malware: Operation FlutterBridge tarnt sich als Podcast-App

04.06.2026 - 17:16:25 | boerse-global.de

Sicherheitsforscher decken großangelegte macOS-Malware-Kampagne auf. Die Schadsoftware tarnt sich als harmlose Apps und stiehlt sensible Daten.

Mac-Malware-Welle: FlutterShell-Backdoor über Google-Anzeigen
Operation - Ein digital dargestellter macOS-Desktop mit einem Vorhängeschloss-Symbol über einem Webbrowser-Fenster und Code im Hintergrund. 04.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die als „Operation FlutterBridge“ getaufte Aktion der Gruppe CL-CRI-1089 verteilt die FlutterShell Backdoor über manipulierte Google- und YouTube-Anzeigen.

Die Schadsoftware tarnt sich als harmlose Anwendungen. Darunter ein Podcast-Player namens PodcastsLounge sowie PDF-Werkzeuge wie PDF-Brain und PDF-Ninja.

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Apples Schutzmechanismen ausgehebelt

Besonders perfide: Die bösartigen Dateien sind nicht nur signiert, sondern wurden auch von Apple notarisiert. Damit umgehen sie die systemeigenen Sicherheitschecks.

Einmal installiert, kapert die Malware den Chrome-Browser über eine JavaScript-Bridge. Ziel ist der Diebstahl sensibler Daten.

KI-Tools als Köder

Parallel dazu läuft die sogenannte ClickFix-Welle. Angreifer nutzen gefälschte Google Sites-Seiten, die vermeintliche Installationsprogramme für KI-Entwicklungstools wie Claude Code und OpenAI Codex anbieten.

Die Opfer werden aufgefordert, einen mshta-Befehl auszuführen. Der startet eine mehrstufige PowerShell-Infektionskette. Um unentdeckt zu bleiben, verstecken die Angreifer den Schadcode in Bilddateien – eine Technik namens Steganografie.

Die Malware läuft ausschließlich im Arbeitsspeicher. Gestohlen werden Browser-Passwörter, E-Mail-Zugangsdaten und Kryptowährungs-Wallets.

Infostealer auf dem Vormarsch

Die aktuellen Fälle sind kein Einzelfall. Seit Jahresbeginn hat die WeedHack-Kampagne über 116.000 Systeme infiziert. Täglich kommen 2.000 bis 3.000 Neuinfektionen hinzu.

Die Verbreitung läuft vor allem über manipulierte Spiele-Dateien und Video-Plattformen. Auch hier steht der Diebstahl von Browser- und Krypto-Daten im Fokus.

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Angriff auf die Lieferkette

Anfang Juni erschütterte der „Miasma“-Angriff die Sicherheitswelt. 32 offizielle npm-Pakete von Red Hat wurden kompromittiert. Ein manipulierter Preinstall-Hook entwendete Cloud-Identitäten für GCP und Azure sowie SSH-Schlüssel und CI/CD-Geheimnisse.

Hintergrund: Ein kompromittiertes Mitarbeiterkonto, dessen Zugangsdaten bereits im Darknet aufgetaucht waren.

QR-Code-Phishing explodiert

Die Bedrohungslage verschärft sich weiter. Im ersten Quartal stieg QR-Code-Phishing um 146 Prozent. Allein im März registrierten Forscher 18,7 Millionen Fälle.

Die Angreifer nutzen zunehmend offizielle Google-Dienste wie AppSheet und Tasks. Damit umgehen sie Sicherheitsfilter und versenden Phishing-Mails von echten Google-Adressen.

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