App-Starts, AirDrop

macOS 27: App-Starts 30–40 Prozent schneller, AirDrop 80% rasanter

Veröffentlicht: 19.07.2026 um 15:13 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Apples neue Betriebssysteme versprechen schnellere App-Starts und AirDrop. KI-Funktionen von Siri bleiben in Europa zunächst deaktiviert.

macOS 27 und iOS 27 Beta: Leistungssprung und neues Design
Ein MacBook-Bildschirm spiegelt ein iPhone-Display und zeigt geräteübergreifende Funktionen sowie Datenfluss zwischen Apple-Geräten. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die neuen Betriebssysteme bringen deutliche Leistungssprünge und eine überarbeitete Optik – doch nicht alle Funktionen sind in Europa verfügbar.

Apple hat in dieser Woche die ersten öffentlichen Betaversionen von macOS 27 („Golden Gate“) und iOS 27 veröffentlicht. Der neue Softwarezyklus setzt den Fokus auf Leistungsoptimierung und die nahtlose Vernetzung zwischen iPhone und Mac – eine Entwicklung, die Apple seit Jahren kontinuierlich vorantreibt.

Von iPhone Mirroring bis Liquid Glass

Die Möglichkeit, das iPhone direkt vom Mac aus zu steuern, war erstmals 2024 mit macOS Sequoia eingeführt worden. Seither hat Apple die Integration Schritt für Schritt ausgebaut: 2019 kam Sidecar, das iPads als Zweitbildschirm nutzbar macht, 2021 folgte Live Text zur Texterkennung aus Bildern, und 2022 ergänzte Continuity Camera die Funktion, das iPhone als hochauflösende Webcam für den Mac einzusetzen.

Mit macOS 27 Golden Gate geht Apple nun den nächsten Schritt. Erste Tester berichten von einer neuen Designsprache namens „Liquid Glass“ und deutlichen Leistungssteigerungen unter der Haube. Interne Tests zeigen: App-Startzeiten sollen um 30 bis 40 Prozent gesunken sein, während AirDrop-Übertragungen rund 80 Prozent schneller ablaufen als zuvor.

Siri bekommt KI-Power – aber nicht überall

Die öffentliche Beta von iOS 27, die seit dem 13. Juli 2026 verfügbar ist, bringt eine grundlegend überarbeitete Siri-App mit. Sie basiert auf Apples Foundation Models, die auf Googles Gemini-Technologie aufbauen. Die neue Siri kann auf E-Mails, Nachrichten und Bildschirminhalte zugreifen, um kontextbezogene Hilfe zu leisten. Ein Haken: In Europa und China sind diese KI-Funktionen vorerst nicht verfügbar – Grund sind die lokalen Regulierungsvorgaben.

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Für die Gerätewartung hält iOS 27 eine lang erwartete Neuerung bereit: einen manuellen Boot-in-den-Wiederherstellungsmodus, ähnlich der seit Jahren bekannten Funktion beim Mac. Durch Gedrückthalten der Seitentaste beim Start gelangen Nutzer direkt zu einem Recovery Assistant, Diagnosetools und Software-Updates. Neuere Modelle unterstützen zudem die „Nearby Device Recovery“ für drahtlose Fehlerbehebung.

Wenn die Verbindung hakt

So beeindruckend die neuen Funktionen klingen – in der Praxis berichten Nutzer weiterhin von Verbindungsproblemen. Besonders die iPhone-Mirroring-Funktion bereitet offenbar Kopfzerbrechen: Mal bricht die Verbindung ab, mal verlangt das System ständig die erneute Eingabe des iPhone-Passcodes. Das untergräbt den eigentlichen Zweck der Funktion, das Telefon ohne physischen Zugriff bedienen zu können.

Während Apple natives Mirroring auf dem Studio Display nur über einen verbundenen Mac oder per USB-C-Kabel anbietet, schließen Drittanbieter die Lücken. Ein neues Open-Source-Kommandozeilen-Tool namens Castor (v1.4.1) , veröffentlicht unter der MIT-Lizenz, erlaubt es, Web-Videos vom Mac auf Smart-TVs von Samsung, LG und Sony zu streamen – ohne die typischen Verzögerungen oder Auflösungseinbußen herkömmlicher Mirroring-Protokolle.

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Hardware-Ausblick und juristische Wolken

Die neuen Softwareversionen fallen zeitlich mit Apples saisonaler „Back to School“-Aktion in den USA zusammen: Beim Kauf eines MacBook Pro gibt es eine Geschenkkarte im Wert von 150 Dollar, bei MacBook Air oder iPad Pro sind es 100 Dollar. Ob und wann ähnliche Angebote nach Deutschland kommen, ist noch offen.

Im Hintergrund brodelt es derweil juristisch: Apple befindet sich in einem Rechtsstreit mit OpenAI wegen des angeblichen Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen – ein Vorwurf, den OpenAI zurückweist.

Blickt man auf die Hardware-Roadmap, zeichnen sich spannende Entwicklungen ab: Branchenkenner rechnen bis Oktober 2026 mit einem neuen iPad Mini mit OLED-Display. Noch ambitionierter sind die Gerüchte um die nächste Chip-Generation: Apple könnte die M6 Pro- und Max-Serien überspringen, um die Entwicklung der M7-Reihe zu beschleunigen. Eine „Ultra“-Variante soll demnach mit bis zu 1,5 Terabyte Arbeitsspeicher ausgestattet sein – ein klares Signal, dass Apple die Server-seitige Künstliche Intelligenz ernst nimmt.

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