macOS 27 ab Juni: Intel-Macs verlieren Support – Kaufdruck wächst
27.05.2026 - 13:03:28 | boerse-global.deDer Markt für Office-Software erlebt einen Preiskampf mit historischen Tiefstständen – doch für Mac-Nutzer tickt die Uhr.
Gleich mehrere Händler locken mit massiven Preisnachlässen auf lebenslange Office-Lizenzen. Die Angebote richten sich vor allem an Profis, die den monatlichen Microsoft-365-Abozwang umgehen wollen. Doch die Rabattaktionen laufen Ende Mai aus – und für Besitzer älterer Intel-Macs bahnt sich ein grundlegendes Problem an.
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Schnäppchenjagd auf breiter Front
Für 49 Euro (statt 220 Euro) gibt es derzeit Microsoft Office Home & Business für Mac 2021. Das Paket enthält Word, Excel, PowerPoint, Outlook, Teams und OneNote – als einmaliger Kauf ohne Abo. Das Angebot gilt noch bis zum 31. Mai 2026.
Wer lieber die aktuellste Version haben möchte, bekommt Office 2024 Home & Business für rund 140 Euro. Der reguläre Preis liegt bei etwa 270 Euro. Die 2024er-Version bringt Neuerungen mit: Excel verarbeitet größere Datenmengen, Word bekommt einen KI-gestützten Schreibassistenten, und PowerPoint bietet erweiterte Aufnahmefunktionen. Voraussetzung ist mindestens macOS 14 Sonoma oder Windows 10.
Noch günstiger wird es für Windows-Nutzer: Office Professional 2021 gibt es für umgerechnet etwa 25 Euro – inklusive Publisher und Access, die es für Mac nicht gibt.
Das Intel-Problem: macOS 27 macht Schluss
Der Run auf die Lizenzen hat einen handfesten Grund: Apples angekündigter Wechsel zu reinen Silicon-Macs. Das auf der WWDC am 8. Juni 2026 erwartete macOS 27 soll nur noch mit Apple Silicon kompatibel sein. macOS 26 Tahoe wäre damit das letzte Betriebssystem für Intel-Macs wie das 16-Zoll-MacBook Pro von 2019, den 27-Zoll-iMac von 2020 oder den Mac Pro von 2019.
Für Profis mit Intel-Hardware stellt sich die Frage: Lohnt sich der Kauf einer lebenslangen Lizenz, wenn der Rechner selbst am Ende seiner Lebensdauer ist?
KI verändert die Arbeitswelt – und die Software
Die neuen Office-Versionen sind kein Zufall. Sie reagieren auf einen fundamentalen Wandel in der Arbeitswelt. Eine aktuelle Mercer-Studie unter 12.000 Befragten zeigt: Über 99 Prozent der Führungskräfte planen in den nächsten zwei Jahren Personalanpassungen wegen KI. 98 Prozent bereiten tiefgreifende Umstrukturierungen vor.
Bereits 2026 haben Unternehmen wie Amazon, Atlassian und Pinterest erste KI-bedingte Stellenstreichungen vorgenommen. Gleichzeitig steigt der Bedarf an Projektmanagement-Tools: Microsoft Project Professional 2021 für Windows ist aktuell für rund 11 Euro zu haben – normalerweise kostet es 270 Euro.
Um in der modernen Arbeitswelt Zeit zu sparen, ist die effiziente Bedienung Ihrer Software entscheidend. Ein Apple-Experte hat die 19 nützlichsten Shortcuts zusammengestellt, mit denen Sie am Mac sofort spürbar schneller und flüssiger arbeiten. Gratis-Ratgeber mit den 19 besten Mac-Shortcuts sichern
Sicherheitsrisiko alte Software
So verlockend die Preise sind – Experten warnen vor blindem Sparen. Office 2019 für Mac gibt es für knapp 33 Euro, doch Microsoft hat den Support eingestellt. Wer diese Version nutzt, erhält keine Sicherheitsupdates mehr.
Ein aktueller Vorfall unterstreicht die Gefahr: Am 18. Mai 2026 wurden bei der „Megalodon“-Attacke über 5.500 GitHub-Repositories mit Schadsoftware infiziert. Angreifer nutzten GitHub Actions Workflows, um Zugangsdaten zu stehlen. Ältere, ungepatchte Software wäre gegen solche Angriffe schutzlos.
Fazit: Zeitfenster für kluge Entscheidungen
Die aktuellen Rabatte bieten eine seltene Gelegenheit, Office dauerhaft ohne Abokosten zu nutzen. Doch der Kauf will gut überlegt sein: Die Office-2021- und 2024-Versionen erhalten noch Sicherheitsupdates und sind für die meisten Profis die bessere Wahl. Wer auf Intel-Hardware setzt, sollte die geplante macOS-Umstellung im Juni im Blick behalten – und womöglich gleich über einen neuen Mac nachdenken. Das 13-Zoll-M5-MacBook Air ist bei großen Händlern bereits für unter 1.000 Euro zu haben.
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