MacBook Ultra: Apple bricht Tabu und baut erstmals Touchscreen ein
22.06.2026 - 10:44:13 | boerse-global.de
Der Technologieriese bereitet eine radikale Neuerfindung vor – mit einem neuen Chef, einem völlig neuen Laptop-Konzept und dem leistungsstärksten Prozessor der Firmengeschichte. Ab September übernimmt Hardware-Chef John Ternus das Ruder, und die Zeichen stehen auf Revolution statt Evolution.
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Führungswechsel mit Signalwirkung
Am 1. September 2026 endet eine Ära: John Ternus, bisheriger Hardware-Chef, wird neuer CEO. Branchenbeobachter sehen darin eine klare Ansage. Ternus plant offenbar, das Industrie-Design-Team wiederzubeleben, das in den vergangenen Jahren nach dem Abgang prominenter Designer zunehmend an Einfluss verloren hatte.
Die neue Design-Chefin heißt Molly Anderson. Ihr Team, das zuletzt eher als Dienstleister für andere Abteilungen fungierte, soll wieder zum kreativen Zentrum der Produktentwicklung werden. „Design bleibt das Herz des Unternehmens", heißt es intern. Konkret stehen ein komplett überarbeitetes „MacBook Neo" und das erste faltbare Smartphone des Konzerns auf der Agenda.
Der M6-Chip: Sprung auf die 2-Nanometer-Ebene
Herzstück der Hardware-Offensive 2026 ist der M6-Prozessor. Er kommt im Herbst auf den Markt und wird beim taiwanesischen Chipriesen TSMC im 2-Nanometer-Verfahren gefertigt. Die Prognosen sind beeindruckend: 15 Prozent mehr Rechenleistung und 30 Prozent bessere Energieeffizienz im Vergleich zur Vorgängergeneration.
Apple hat sich dafür mehr als die Hälfte der gesamten 2-Nanometer-Produktionskapazität von TSMC gesichert – ein klares Zeichen, wie ernst man die nächste Chip-Generation nimmt.
Das MacBook Ultra: Ein Tabu fällt
Das Flaggschiff der neuen Chip-Familie wird das „MacBook Ultra" – und es bricht mit einem jahrelangen Dogma. Erstmals soll ein Apple-Laptop einen Touchscreen erhalten. Konkret ist ein sogenanntes On-Cell-Touch-Panel geplant.
Weitere technische Neuerungen:
- Tandem-OLED-Displays von Samsung für überragende Helligkeit und Farbtreue
- Die „Dynamic Island" -Schnittstelle, bekannt vom iPhone, hält Einzug ins Notebook
- Ein dünneres Gehäuse mit Dampfkammerkühlung für bessere Wärmeableitung
- Ein eigener 5G-Modem (C2) für Mobilfunkverbindung
Der Release ist für Ende 2026 oder Anfang 2027 geplant. Das MacBook Air mit M6-Chip folgt voraussichtlich im März 2027 – allerdings erst 2028 oder 2029 mit OLED-Display.
iOS 19 ist da: Siri wird intelligent
Parallel zu den Hardware-Neuerungen rollt Apple die nächste Software-Generation aus. Seit Ende Juni ist iOS 19 für kompatible Geräte verfügbar. Die Neuerung: Ein komplett überarbeitetes Siri, das nun mehrschrittige Aufgaben und Aktionen über verschiedene Apps hinweg ausführen kann.
Die sogenannten „Apple Intelligence"-Funktionen umfassen verbesserte Schreibwerkzeuge und automatisierte Fotoverwaltung. Für den Mac zeigen Beta-Versionen des neuen Betriebssystems (Codename „Golden Gate") erste Vorbereitungen für Touch-Eingabe – ein weiteres Puzzleteil im Vorstoß zu einer einheitlichen Bedienung über alle Geräteklassen hinweg.
Mit den neuen System-Funktionen wird die Bedienung zwar smarter, aber oft auch komplexer. Ein Apple-Experte erklärt in diesem kostenlosen Ratgeber, wie Sie Ihr System sicher aktualisieren und wichtige Schutzeinstellungen direkt nach dem Update überprüfen. iOS-Updates sicher installieren – ohne Datenverlust und Stress
Die Produktoffensive bis 2027
Der MacBook-Umbau ist nur ein Teil eines riesigen Zyklus: Rund 20 neue Produkte sind bis 2027 geplant. Die wichtigsten:
- iPhone 18 Pro und das erste faltbare iPhone Ultra mit 7,7-Zoll-Innendisplay – beide für September 2026 erwartet
- Zum 20. Jubiläum: Das „iPhone 20" mit randlosem Display für Ende 2027
- Ein Smart-Home-Hub mit 7-Zoll-Bildschirm und Gesichtserkennung noch 2026
- AirPods mit integrierten Kameras für KI-Aufgaben – ebenfalls für 2027
- Erste Apple Smart Glasses für Ende 2027
- Watch Series 12 und Ultra 4 mit möglichem Touch ID im September 2026
Höhere Preise in Sicht
Die Innovationen haben ihren Preis – im wahrsten Sinne des Wortes. Finanzanalysten rechnen mit steigenden Kosten für die Endkunden. Die Umstellung auf 2-Nanometer-Silizium und die hochentwickelte OLED-Technologie treiben die Produktionskosten. Die aktuelle Führung hat bereits angedeutet, dass Preiserhöhungen für Premium-Hardware „unvermeidbar" sein könnten.
Ob die Kunden bereit sind, für Touchscreen, faltbare Displays und KI-Funktionen tiefer in die Tasche zu greifen, wird sich zeigen. Eines ist jedoch klar: Apple schickt sich an, das größte Produkt-Update seiner Geschichte zu liefern – und das unter neuer Führung.
