MacBook Pro M5: Rabatte, Software-Patches und Klage überschatten den Marktstart
16.05.2026 - 17:00:19 | boerse-global.de
Drittanbieter-Händler locken mit satten Rabatten auf die High-End-Modelle. Gleichzeitig kämpft Apple mit Enterprise-Software-Problemen und einer neuen Sammelklage wegen angeblicher Hardware-Mängel. Die Entwicklungen fallen in eine Zeit, in der die gesamte Branche unter steigenden Komponentenkosten und dem massiven Umbau hin zu KI-Architekturen ächzt.
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Kräftige Preisnachlässe bei Top-Konfigurationen
Bereits ab Mitte Mai 2026 senken große Händler die Preise für die Spitzenmodelle deutlich. B&H Photo Video bietet das 16-Zoll-MacBook Pro mit 48 Gigabyte RAM und einer 2-Terabyte-SSD für umgerechnet rund 2.850 Euro an – ein Abschlag von etwa 370 Euro gegenüber der unverbindlichen Preisempfehlung. Es ist der bislang günstigste Preis für diese Konfiguration.
Amazon zog mit eigenen Aktionen nach. Im Rahmen des Memorial-Day-Sales ab dem 15. Mai 2026 lag das 14-Zoll-M5-Pro-Modell mit 24 GB RAM und 2-TB-SSD bei rund 2.400 Euro. Eine weitere 16-Zoll-Variante mit 18-Core-CPU und 20-Core-GPU war für etwa 2.250 Euro zu haben. Wer die absolute Spitzenklasse sucht, findet das M5-Max-Modell mit 18 Kernen, 40 GPU-Kernen und 128 GB RAM bei DataVision für knapp 4.970 Euro.
Leistungswerte im Praxistest
Erste ausführliche Tests bestätigen die Leistungsfähigkeit der neuen Chips. Ein Review des 16-Zoll-M5-Pro mit 48 GB RAM nach einem Monat intensiver Nutzung zeigt: Ein 32-minütiges 4K-Video exportiert DaVinci Resolve in rund 35 Minuten und 31 Sekunden. Das sind 12,5 Prozent schneller als vergleichbare PC-Hardware. Die Akkulaufzeit bei durchgehender Videobearbeitung liegt bei etwa fünf Stunden – gemessen von 100 auf zehn Prozent Ladung.
macOS 26.5 schließt Sicherheitslücken im Unternehmen
Apple reagierte am 14. Mai 2026 mit dem Update auf macOS 26.5. Der Patch adressiert mehrere kritische Fehler, die vor allem in Unternehmensumgebungen für Frust sorgten. Nutzer von MacBook Air M5 und MacBook Pro M5 Pro/Max berichteten von schwarzen Bildschirmen nach Systemupdates sowie unerwarteten Neustarts.
Die technischen Unterlagen zeigen: Die Abstürze traten häufig bei der Nutzung von Inhaltsfiltern auf. Zudem behob das Update Probleme mit SMB-Mounts und Fehlern bei Smartcard-Anmeldungen. Für Unternehmen und Kreativschaffende, die auf verlässliche Netzwerke und maximale Betriebszeit angewiesen sind, sind diese Korrekturen essenziell.
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Sammelklage: „Flexgate“ kehrt zurück
Am 16. Mai 2026 reichte die Anwaltskanzlei Parris Law Firm eine Sammelklage gegen Apple ein. Der Vorwurf: Apple habe MacBook-Pro-Modelle weiterverkauft, obwohl ein Defekt in den Display-Kabeln bekannt gewesen sei – das sogenannte „Flexgate“-Problem. Die Klage behauptet, dass Apples offizielle Reparaturprogramme bestimmte teure Modelle ausgeschlossen hätten. Betroffene Nutzer mussten demnach Reparaturkosten von umgerechnet rund 780 Euro selbst tragen.
Reparierbarkeit: Rückschritt statt Fortschritt
Der Konflikt zwischen modernem Design und Langlebigkeit bleibt ein Dauerbrenner. Ein aktueller Teardown des Mid-2012 MacBook Pro ergab eine Reparierbarkeitswertung von 7 von 10 Punkten – dank zugänglichem RAM, optischem Laufwerk und 2,5-Zoll-SATA-Festplatte.
Zum Vergleich: Das 2018er 13-Zoll-MacBook Pro erhielt nur 1 von 10 Punkten. Prozessor, Flash-Speicher und RAM sind auf der Hauptplatine verlötet – ein Design, das sich in der M5-Serie fortsetzt. Auch die gesamte obere Gehäusehälfte mit Tastatur, Akku und Lautsprechern wird als Einheit behandelt, was Einzelreparaturen nahezu unmöglich macht.
Noch extremer ist die Situation bei den AirPods Pro 3, die oft zusammen mit dem MacBook beworben werden. Sie erhielten am 16. Mai eine Wertung von 0 von 10 Punkten. Fehlende austauschbare Akkus begrenzen die Lebensdauer auf etwa zwei bis drei Jahre. Apple verweist dagegen auf den Einsatz von 40 Prozent recycelten Materialien und 100 Prozent recyceltem Kobalt in den Akkus.
Branche unter Druck: Speicherkrise und KI-Wettlauf
Apple steht mit diesen Herausforderungen nicht allein da. Die Halbleiterindustrie kämpft mit einer globalen Speicherkrise. Berichten zufolge könnte Nvidia gezwungen sein, den Preis für die RTX 5090 um umgerechnet rund 275 Euro anzuheben – Grund sind die gestiegenen Kosten für GDDR7-Speicher. Dies geschieht, während Nvidia seine KI-Investitionen im Jahr 2026 auf umgerechnet rund 41,7 Milliarden Euro hochgeschraubt hat.
AMD reagierte derweil auf Nutzerfeedback. Am 14. Mai bestätigte das Unternehmen, dass die FSR 4.1-Technologie ab Juli 2026 auch für RDNA-3-Karten (RX 7000) verfügbar sein wird. RDNA-2-Unterstützung (RX 6000) folgt Anfang 2027. Dies soll die Bildqualität und Leistung in über 300 Spielen verbessern – auch auf Handhelds wie dem Steam Deck und professionellen Laptops, die direkt mit dem MacBook Pro konkurrieren.
Ausblick: Rabatte, Kreditkarten-Wechsel und regulatorische Hürden
Apple setzt offenbar auf aggressive Promotionen, um Marktanteile zu sichern. Seit dem 15. Mai 2026 lockt eine neue Apple-Card-Aktion in den USA mit umgerechnet rund 230 Euro „Daily Cash“ beim Kauf von AirPods Pro 3 – die Kopfhörer sind für Neukunden damit faktisch kostenlos. Die Aktion fällt in die Übergangsphase der Apple Card von Goldman Sachs zu Chase, die bis 2028 abgeschlossen sein soll.
International bleibt die Integration von Software und Hardware unter regulatorischer Beobachtung. Während Funktionen wie Live Translation in anderen Regionen bereits aktiv sind, verschiebt Apple den Start für AirPods in der EU auf Dezember 2026. Grund seien technische Anpassungen zur Einhaltung des Digital Markets Act (DMA). Zudem kursieren Gerüchte über ein mögliches „AirPods Ultra“-Modell mit Infrarotkameras, das für September 2026 erwartet wird und Apples High-End-Ökosystem weiter differenzieren könnte.
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