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MacBook Pro M4 Pro: 23,6% schneller als Vorgänger, aber Softwareprobleme

Veröffentlicht am: 27.07.2026 um 04:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Tests des M4 Pro zeigen deutliche Leistungssteigerungen, aber auch Kompatibilitätsprobleme in professionellen Apps wie DaVinci Resolve und Premiere Pro.

MacBook Pro M4 Pro: Leistungssprung mit Software-Herausforderungen
Ein MacBook Pro auf einem modernen Schreibtisch, auf dessen Bildschirm eine professionelle Videoschnitt-Software zu sehen ist. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Umfassende Leistungstests des MacBook Pro mit dem neuen M4 Pro Chip, die am 26. Juli 2026 veröffentlicht wurden, geben detaillierte Einblicke in die Kapazitäten bei der Videobearbeitung sowie in bestehende Software-Kompatibilitätsprobleme. Die Ergebnisse bescheinigen der Hardware signifikante Fortschritte gegenüber der Vorgängergeneration, weisen jedoch auch auf Optimierungsbedarf bei professionellen Anwendungen hin.

Signifikante Zuwächse bei der Rechenleistung

In den aktuellen Belastungstests demonstrierte die CPU des M4 Pro eine Multi-Core-Performance, die um 23,6 % über der des M3 Pro liegt. In der Entwicklungsumgebung Xcode konnte der Prozessor über einen Zeitraum von 30 Minuten kontinuierlicher Kompilation eine Taktrate von 3,2 GHz stabil halten. Vergleichende Analysen im Cinebench-Benchmark ergaben zudem, dass der M4 Pro im Multi-Core-Bereich den M3 Max um 5 % übertrifft.

Gegenüber dem Standard-M4-Chip zeigt das Pro-Modell eine um 74 % höhere Multi-Core-Leistung, während die GPU-Performance sogar um 133 % gesteigert wurde. Bei der Speicherbandbreite wurden für den M4 Pro Werte von 147 GB/s beziehungsweise 273 Gbps ermittelt. Das M4-Max-Modell erreicht hier bis zu 546 Gbps.

Performance-Unterschiede in der Videoproduktion

Die Tests in gängigen Videobeargebnisprogrammen lieferten ein differenziertes Bild. In Final Cut Pro konnte die Exportgeschwindigkeit um 31 % gesteigert werden, allerdings führten Hintergrundprozesse wie die Medienanalyse zu einer verringerten Reaktionsgeschwindigkeit während des Schnitts. Bei der Latenz des ersten Frames erzielte das 16-Zoll-Modell mit M4 Pro einen Wert von 18,3 ms, während das 14-Zoll-Modell auf 24,7 ms kam. Zum Vergleich lag das MacBook Pro mit M3 Max bei 31,5 ms.

In DaVinci Resolve erwies sich die Bildrate beim HDR-Color-Grading als stabil. Jedoch wurde durch die Beschleunigung der Neural Engine eine Latenz von 400 ms eingeführt. Zudem wurde beobachtet, dass die GPU-Beschleunigung in dieser Software die Farbtreue reduzierte. Bei der Erstellung von optimierten Medien benötigte das 16-Zoll-Gerät 3 Minuten und 42 Sekunden, das 14-Zoll-Modell aufgrund von thermischer Drosselung hingegen 4 Minuten und 19 Sekunden. Zudem traten bei der Nutzung von Universe 4.0 Textur-Flacker-Effekte auf.

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Adobe Premiere Pro erreichte eine Erfolgsrate bei der Echtzeit-Wiedergabe von 82 %, was auf die noch fehlende Anpassung an das AV1-Format zurückgeführt wird. Während H.264-Exporte stabil verliefen, kam es bei H.265-Codecs vereinzelt zu speicherbedingten Abstürzen. Der Export von R3D-Material erforderte zudem manuelle Farbraum-Einstellungen. Im direkten Vergleich beim 4K-Export benötigte der M4 Pro 2 Minuten und 13 Sekunden, während der M4 Max die Aufgabe in 1 Minute und 18 Sekunden abschloss.

Herausforderungen in der Softwareentwicklung

Für Softwareentwickler ergeben sich gemischte Resultate. Die Kompilationsgeschwindigkeit mit Clang verbesserte sich um 19 %, wurde jedoch durch aktivierte Warnmeldungen (-Wall) wieder gebremst. Bei der Nutzung des Swift Package Managers (SwiftPM) erhöhte sich die Zeit für die Regeneration der Swift Intermediate Language (SIL) bei inkrementellen Kompilationen um 12 %.

Besonders bei der Programmiersprache Rust wurde eine Fehlerquote von 22 % bei der Vektorisierung festgestellt. Um dies zu beheben, sei die manuelle Aktivierung des v8.6a-Instruktionssets erforderlich. Zudem wurde beobachtet, dass bei der Bearbeitung von 8K-RAW-Multitrack-Projekten die Cache-Schreibrate aufgrund der hohen Anforderungen an die Speicherbandbreite stark einbrach.

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Ausstattung und Marktpositionierung

Die neuen Modelle sind mit Thunderbolt-5-Anschlüssen ausgestattet. Preislich beginnt das 16-Zoll MacBook Pro mit M4 Pro bei 2.499 USD. Für die Variante mit dem leistungsstärkeren M4 Max setzt der Hersteller einen Startpreis von 3.499 USD an. Die Testergebnisse verdeutlichen, dass die Hardware zwar enorme Rohleistung bietet, die vollständige Ausschöpfung des Potenzials jedoch von künftigen Software-Updates der Drittanbieter abhängt.

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