MacBook-Preisschock: Gebrauchtmarkt boomt mit +65 Prozent
Veröffentlicht: 18.07.2026 um 01:41 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Nachdem der Konzern im Juni 2026 die Preise für seine Laptops deutlich angehoben hat, verzeichnen Gebraucht-Plattformen Rekordzahlen.
Preisschock treibt Käufer auf Sekundärmärkte
Im Juni 2026 zog Apple kräftig an der Preisschraube. Das MacBook Air verteuerte sich von 1.099 auf 1.299 Euro, das MacBook Pro stieg von 1.699 auf 1.999 Euro. Selbst das Einstiegsmodell MacBook Neo kostet nun 699 statt 599 Euro.
Die Folgen waren dramatisch: Auf der Plattform Back Market schnellten die Verkäufe generalüberholter MacBooks um 65 Prozent nach oben. Am Tag unmittelbar nach der Preisanpassung lag das Plus sogar bei 62 Prozent. Unabhängige Händler auf eBay berichten, dass gebrauchte Geräte, die früher Wochen auf einen Käufer warteten, nun innerhalb weniger Stunden verkauft sind.
Besonders gefragt: ältere Modelle wie das M1 MacBook Pro, das für seine Leistungsfähigkeit und Langlebigkeit geschätzt wird.
Deutsche Verbraucher werden umdenken müssen
Was in den USA und Schwellenländern bereits Fakt ist, zeichnet sich auch für den deutschen Markt ab. Angesichts der Inflation und gestiegener Lebenshaltungskosten dürfte der trend zu gebrauchter Elektronik auch hierzulande an Fahrt gewinnen. Zum Vergleich: Ein neues MacBook Pro kostet in Deutschland mittlerweile über 2.000 Euro – ein generalüberholtes M1-Modell mit 16 GB RAM und 512 GB Speicher ist oft für die Hälfte zu haben.
Eine Umfrage unter 936 Eltern Anfang Juni 2026 ergab: 80 Prozent sind offen für refurbished Technik zum Schulstart. Ebenso viele bevorzugen ein hochwertiges Gebrauchtgerät gegenüber einem schwächeren Neugerät. Zwar sehen 85 Prozent generalüberholte Elektronik als kluge finanzielle Entscheidung, doch 47 Prozent sorgen sich um die Akku-Haltbarkeit. Bisher haben erst 31 Prozent tatsächlich bei einem spezialisierten Refurbished-Händler gekauft – das Potenzial ist riesig.
Neu beim Mac? Diese 5 Einstellungen sollten Sie sofort vornehmen. Viele Umsteiger verschenken das volle Potenzial ihres Apple-Computers – dieser kostenlose Ratgeber zeigt, wie Sie es besser machen. Kostenloses Apple Mac Starterpaket sichern
Boom in Schwellenländern – Indien als Vorbild
Besonders dynamisch entwickelt sich der Markt in Indien. Der Sektor für generalüberholte Elektronik wird dort auf umgerechnet rund 5,5 Milliarden Euro geschätzt. Für 2026 erwarten Analysten ein Wachstum von 12 Prozent bei refurbished Smartphones – während die Verkäufe neuer Geräte um 11 Prozent sinken dürften.
Der Durchschnittspreis für Neugeräte stieg im ersten Quartal 2026 um 10,4 Prozent. Organisierte Händler, die derzeit 15 bis 20 Prozent Marktanteil halten, könnten diesen Anteil laut Prognosen in fünf Jahren verdoppeln. Der Anbieter Grest kündigte bereits an, 200 neue Filialen in drei Jahren zu eröffnen. Selbst Samsung reagierte und erweiterte im Mai 2026 sein zertifiziertes Refurbished-Programm in Indien.
MacBook Neo verdrängt Gebrauchtgeräte in Kenia
In Kenia zeigt sich ein unerwarteter Effekt: Das neue MacBook Neo mit A18-Pro-Chip kostet umgerechnet etwa 630 Euro und liegt damit preislich auf dem Niveau gebrauchter M1-MacBook-Air-Modelle. Die Folge: Der Gebrauchtmarkt für ältere MacBooks wurde praktisch verdrängt.
Die kenianische Statistikbehörde meldete für April 2026 einen sprunghaften Anstieg der ICT-Importe auf umgerechnet rund 90 Millionen Euro. Allein die Importe von Computer-Hardware stiegen von 9,5 auf 36,5 Millionen Euro. Bildungseinrichtungen stellen ihre IT-Strategie um: Mac-Geräte gewinnen wegen ihrer höheren Wiederverkaufswerte zunehmend die Oberhand gegenüber Windows-Alternativen.
Warum viele Mac-Nutzer täglich wertvolle Minuten verschwenden – ohne es zu merken. Diese 19 Tastenkürzel zeigen Ihnen, wie einfach schnelleres Arbeiten am Mac wirklich ist. Die 19 besten Tastenkombinationen für Ihren Mac kostenlos herunterladen
Lieferengpässe und Ausblick
Trotz des Erfolgs des MacBook Neo kämpft Apple mit Lieferkettenproblemen. Berichten zufolge fehlt es an A18-Pro-Chips, was sogar zur Einstellung der günstigsten 256-GB-Variante für 599 Euro führen könnte. CEO Tim Cook räumte ein, dass der Konzern die Nachfrage unterschätzt habe.
Für alle, die auf bewährte Technik setzen: Das M1 MacBook Pro bleibt auch 2026 eine starke Wahl. Technische Tests bestätigen, dass Modelle mit 16 GB RAM und 512 GB Speicher weiterhin überzeugen. Software-Updates werden voraussichtlich bis 2027 bis 2030 garantiert. Die nächste MacBook-Pro-Generation mit möglichem M6-Chip wird für Ende 2026 oder Anfang 2027 erwartet.
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.
