MacBook-Preise stürzen ab: Intel-Modelle für 400 Euro im Juni
04.06.2026 - 04:01:26 | boerse-global.deEin 2020er MacBook Pro mit Intel-Chip kostet im Juni 2026 nur noch knapp 400 Euro – ein Bruchteil des ursprünglichen Neupreises von über 1.500 Euro. Dahinter steckt eine strategische Neuausrichtung des gesamten Marktes.
Intel-MacBooks im freien Fall
Der deutlichste Preisrutsch zeigt sich beim 13-Zoll MacBook Pro aus dem Jahr 2020. Über den Händler StackSocial ist das Gerät mit Intel Core i5 der zehnten Generation, 16 Gigabyte Arbeitsspeicher und 512 Gigabyte SSD für umgerechnet rund 400 Euro zu haben. Die Einstufung als „Grade A" verspricht einen nahezu neuwertigen Zustand. Zum Vergleich: Der ursprüngliche Listenpreis lag bei etwa 1.580 Euro.
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Noch günstiger wird es auf dem britischen Markt. Dort bietet Wowcher Intel-basierte MacBook Airs schon ab umgerechnet 140 Euro an – allerdings in schlechterem Zustand und mit veralteter Software wie macOS El Capitan. Experten warnen: Diese Geräte taugen nur noch für einfache Aufgaben, moderne Webanwendungen bereiten ihnen Probleme.
Sommer-Rabattschlacht um Apples neue Generation
Doch nicht nur Gebrauchtgeräte werden billiger. Der indische Händler Croma hat eine „Everything Apple"-Aktion gestartet, die bis zum 14. Juni läuft. Durch Kombination aus Bildungspreisen, Inzahlungnahme-Boni und Bankrabatten sinken die effektiven Preise für aktuelle Modelle wie das MacBook Neo oder MacBook Air M5 deutlich.
Der kanadische Anbieter Simply Computing lockt mit einem Social-Media-Deal für seine Filialen in British Columbia – gültig bis zum 8. Juni. Branchenbeobachter rechnen mit weiteren Preissenkungen, sobald der Amazon Prime Day Ende Juni startet. Vom 23. bis 26. Juni könnten die M5-MacBooks neue Tiefststände erreichen.
Gebrauchtmarkt wird professionell
Parallel dazu konsolidiert sich der Zweitmarkt. Der auf Mac-Upgrades spezialisierte Anbieter OWC hat PowerON Services übernommen. Das kalifornische Unternehmen ist auf IT-Asset-Verwertung, Aufbereitung und Recycling spezialisiert und hält mehrere ISO-Zertifikate.
Die Übernahme stärkt das OWC-Ökosystem, zu dem bereits Plattformen wie SellYourMac.com gehören. Die Botschaft ist klar: Apple-Hardware soll möglichst lange im Kreislauf bleiben – und die Händler wollen jedes Stadium der Wertschöpfung kontrollieren.
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Das neue Einstiegsmodell macht Druck
Der eigentliche Preistreiber aber ist Apples günstigstes Notebook: das MacBook Neo. Mit A18-Pro-Chip und 13-Zoll Liquid-Retina-Display ist es bei Amazon und Gizmodo bereits für 589 Euro zu haben – nur zehn Euro unter der unverbindlichen Preisempfehlung von 599 Euro.
In Malaysia und Indien liegen die Preise ähnlich niedrig. Der schmale Abstand zwischen neuen Einstiegsgeräten und hochwertigen Gebraucht-MacBooks zwingt den gesamten Sekundärmarkt zur Neukalkulation. Wer heute ein gebrauchtes Intel-MacBook kauft, bekommt zwar günstige Hardware – aber auch das Ende einer Ära zu spüren.
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