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MacBook Neo: Apples Einsteiger-Laptop trotzt PC-Markt-Einbruch

Veröffentlicht am: 11.07.2026 um 16:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Während der globale PC-Markt schrumpft, steigert Apple seine Mac-Verkäufe zweistellig. Treiber ist das günstige MacBook Neo.

Apple trotzt PC-Marktflaute mit neuem MacBook Neo
Modernes Apple-Laptop mit leuchtendem Logo vor unscharfem Hintergrund mit kontrastierenden Markttrendgrafiken. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Während die Konkurrenz Federn lassen muss, legt der iPhone-Konzern dank eines neuen Einsteiger-Laptops zweistellig zu.

Apple erobert Marktanteile zurück

Die Marktforscher von IDC melden für das zweite Quartal 2026 einen Rückgang der weltweiten PC-Auslieferungen um 4,9 Prozent auf 68,2 Millionen Geräte. Es ist der erste Einbruch nach neun aufeinanderfolgenden Wachstumsquartalen. Apple hingegen steigerte seine Mac-Verkäufe um 10,1 Prozent auf 6,7 Millionen Einheiten. Damit kletterte der Marktanteil von 8,5 auf 9,9 Prozent.

Noch optimistischere Zahlen liefert eine zweite Analyse von Omdia. Die Schätzung geht von rund 7,3 Millionen ausgelieferten Macs aus – ein Plus von etwa 16 Prozent.

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Der Treiber dieses Erfolgs ist klar: das MacBook Neo. Seit seinem Start im März 2026 zu einem Preis von 599 US-Dollar spricht das Gerät eine völlig neue Käuferschicht an. Ende Juni zog Apple allerdings die Preisschraube an: In Deutschland und anderen europäischen Märkten kostet der Einstiegs-Laptop nun rund 800 Euro.

Konkurrenz unter Druck

Neben Apple konnte nur ASUS zulegen – und das auch nur minimal. Der taiwanesische Hersteller verzeichnete ein Plus von 0,2 Prozent bei rund 5 Millionen ausgelieferten Geräten. Die großen Player hingegen verloren allesamt an Boden:

  • Lenovo bleibt mit 16,6 Millionen Einheiten und einem Marktanteil von 24,4 Prozent die Nummer eins – musste aber ein Minus von 2,1 Prozent hinnehmen.
  • HP verzeichnete mit 13 Millionen ausgelieferten Geräten einen Rückgang von neun Prozent.
  • Dell büßte fünf Prozent ein und landete bei 9,3 Millionen Einheiten.
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Lieferkettenprobleme bremsen die gesamte Branche

Die Ursachen für den branchenweiten Abschwung sind vielschichtig. Geopolitische Spannungen und vor allem ein akuter Mangel an Speicherbausteinen setzen den Herstellern zu. Der Grund: Die gigantische Nachfrage nach Hardware für KI-Rechenzentren bindet enorme Kapazitäten in der Speicherproduktion. Für die PC-Industrie bleiben weniger Komponenten übrig – zu deutlich höheren Preisen.

Die IDC-Experten rechnen damit, dass diese Engpässe die Branche bis weit ins Jahr 2027 belasten werden. Eine spürbare Entspannung bei den Speicherpreisen sei frühestens Anfang 2028 zu erwarten. Für die Hersteller bedeutet das eine Zerreissprobe: Steigende Produktionskosten treffen auf eine verunsicherte Nachfrage der Verbraucher.

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