MacBook Neo: Apple verdoppelt Produktion auf zehn Millionen
05.06.2026 - 19:51:35 | boerse-global.de
Die Fachseite The Verge hat das Gerät mit offiziellen Apple-Ersatzteilen in verschiedenen Farben umgebaut. Das Ergebnis: einfacher Austausch, aber auch Tücken bei der Selbstreparatur.
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Farbenfrohes Projekt mit Hindernissen
Ein Indigo-farbener MacBook Neo wurde mit Komponenten in den Farben Blush und Citrus aufgerüstet. Die Kosten für die Einzelteile beliefen sich auf umgerechnet rund 155 Euro – etwa 30 Prozent des Neupreises von knapp 560 Euro.
Konkret wurden ein Trackpad und das untere Gehäuse in Blush (etwa 73 Euro) sowie Tastenkappen in Citrus (rund 36 Euro) und USB-C-Ports (etwa 13 Euro) verbaut. Während sich Trackpad, Anschlüsse und Gehäuse problemlos tauschen ließen, gestaltete sich der Austausch einzelner Tasten schwieriger. Dabei brachen die Halteclips der Tastenkappen. Grund: Es fehlte das offizielle Werkzeug für diesen Eingriff. Die Empfehlung lautet, vor solchen Reparaturen den Apple Repair Store nach dem nötigen Equipment zu fragen.
Nachfrage explodiert – Apple verdoppelt Produktion
Der Fokus auf die Reparierbarkeit des Neo kommt nicht von ungefähr. Das Gerät ist ein Verkaufsschlager. Anfang Juni wurde bekannt, dass Apple seine Produktionsprognose für 2026 auf zehn Millionen Einheiten verdoppelt hat. Ursprünglich waren nur fünf bis sechs Millionen geplant.
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Bereits im April hatte CEO Tim Cook in einer Telefonkonferenz eingeräumt, dass die Nachfrage die internen Erwartungen übertroffen habe. Um den Bedarf zu decken, sicherte sich Apple zusätzliche A18-Pro-Chips von TSMC – allerdings zu einem Aufpreis. Die Lieferzeiten liegen derzeit bei zwei bis drei Wochen.
Der MacBook Neo kommt mit einem 13-Zoll-Liquid-Retina-Display, bis zu 16 Stunden Akkulaufzeit und einem Einstiegspreis von 599 Dollar (Studenten zahlen 499 Dollar). Angetrieben wird er vom A18-Pro-Chip mit 6-Core-CPU und 5-Core-GPU.
Reparatur-Noten: Apple weiterhin im Keller
Trotz der modularen Bauweise des Neo bleibt Apples Reparaturpolitik umstritten. Der US-Verbraucherschutz PIRG gab dem Konzern in einem aktuellen Bericht die Note D- für die Reparierbarkeit seiner Geräte. Zwar gilt der MacBook Neo als der am einfachsten zu reparierende Apple-Laptop der letzten Jahre, doch insgesamt stagnieren die Branchennoten.
Wettbewerb reagiert auf Apples Preispolitik
Der Erfolg des Neo bleibt nicht unbemerkt. Dell brachte kürzlich eine XPS-13-Version für 699 Dollar auf den Markt – eine direkte Antwort auf Apples aggressive Preisgestaltung. Analysten sehen den Erfolg des Neo vor allem in Preis, Design und Portabilität begründet, weniger in speziellen Software-Features.
Für 2027 wird bereits eine zweite Generation des MacBook Neo erwartet. Sie soll mit einem A19-Pro-Chip und 12 Gigabyte RAM ausgestattet sein.
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