MacBook, Neo

MacBook Neo: 1,1 Millionen Verkäufe in drei Wochen

05.06.2026 - 15:24:24 | boerse-global.de

Apples Profi-Notebooks leiden unter Hitzeproblemen, während das günstige MacBook Neo mit 1,1 Millionen Verkäufen überrascht.

MacBook Pro: Thermische Drosselung bremst M4-Chips aus
MacBook - A silver laptop with professional video editing software open on its screen, suggesting high-performance computing tasks. 05.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Hitzeprobleme beim Profi-Einsatz

Die aktuellen Tests der MacBook-Pro-Reihe offenbaren ein bekanntes Problem: Die thermische Drosselung setzt dem M4 Pro Chip bei Dauerlast enge Grenzen. Nach rund neun Minuten intensiver Exportarbeit sinkt die GPU-Taktfrequenz auf 1,8 Gigahertz – ein Leistungseinbruch von 22 Prozent. Die Innentemperatur erreicht dabei 58,3 Grad Celsius.

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Für Videoprofis bedeutet das spürbare Verzögerungen im Arbeitsalltag. Zwar zeigt der M4 Pro im Vergleich zum Vorgänger M3 Pro eine 18 Prozent schnellere 4K-Exportgeschwindigkeit in Final Cut Pro. Doch wer ohne Proxy-Dateien arbeitet, verliert diese Zeit durch die Drosselung wieder.

Besonders drastisch fällt die Performance bei anspruchsvollen Anwendungen aus: In DaVinci Resolve mit 8K RED-RAW-Material und Magic-Mask-Features erreicht das System gerade einmal 11,3 Bilder pro Sekunde.

Speicher und Konnektivität als Schwachstellen

Die Probleme beschränken sich nicht auf die Rechenleistung. Tests mit 16 Gigabyte Arbeitsspeicher zeigen eine um 31 Prozent erhöhte Abnutzung des SSDs sowie Verzögerungen von 8,4 Sekunden pro Render-Vorgang. Auch die Thunderbolt-Anschlüsse bereiten Sorgen: Thunderbolt-Arrays verlieren etwa alle 37 Minuten kurzzeitig die Verbindung, und Treiber für UltraStudio-4K-Geräte arbeiten instabil.

Ausblick auf die M5-Serie

Erste Daten zur kommenden MacBook-Pro-Generation mit M5 Pro und M5 Max deuten auf eine deutliche Leistungssteigerung hin. Die GPU-Performance des M5 Max soll an hochwertige mobile Grafikkarten konkurrierender Workstations heranreichen. Zudem sind Wi-Fi 7 und Thunderbolt 5 an Bord. Allerdings zeichnet sich ab: Auch das 14-Zoll-Modell könnte weiterhin unter thermischen Engpässen leiden.

Der Überraschungserfolg: MacBook Neo

Während die Profi-Modelle kämpfen, feiert Apple im Einstiegssegment einen Triumph. Das MacBook Neo – für 599 Euro (499 Euro im Bildungssektor) – verkaufte sich in nur drei Wochen im Märzquartal 1,1 Millionen Mal. Tim Cook spricht von einer „überwältigenden Nachfrage".

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Ausgestattet mit einem A18-Pro-Chip und 8 Gigabyte RAM, soll das günstige Notebook laut Analysten 15 Prozent des Segments zwischen 400 und 700 Euro erobern.

Lokale KI: Speicher wird zum entscheidenden Faktor

Am 4. Juni erweiterte Google die KI-Fähigkeiten von macOS mit der AI Edge Gallery. Das Modell Gemma 4 12B läuft lokal auf dem Notebook und benötigt dafür 16 Gigabyte Arbeitsspeicher. Branchenexperten raten daher: Wer 4K oder 8K bearbeitet, sollte zur 32-Gigabyte-Konfiguration greifen. Denn der Arbeitsspeicher in M-Serie-Chips lässt sich nachträglich nicht aufrüsten – zu wenig RAM führt zu hohem „Memory Pressure" und beschleunigtem SSD-Verschleiß.

Preisanpassungen bei der MacBook-Air-Reihe

Um die Nachfrage zwischen den großen Hardware-Zyklen zu stabilisieren, senkten Händler die Preise für die MacBook-Air-Serie. Das MacBook Air M4 verbilligte sich in einigen Regionen um umgerechnet rund 175 Euro. Beim MacBook Air M5 fiel der Preis für das 13,6-Zoll-Modell mit 16 Gigabyte RAM und 512 Gigabyte SSD auf 949 Euro – ein neuer Tiefststand. Die 15-Zoll-Variante kostet nach einem Rabatt von 200 Euro nun 1.099 Euro.

Beobachter sehen das MacBook Air M4 im Vorteil gegenüber dem iPad Pro M5: Zwar biete das iPad ein überlegenes Tandem-OLED-Display, doch das Betriebssystem schränke professionelle Hintergrund-Renderings und Dateiverwaltung weiterhin ein.

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