MacBook Air und Mac Studio: Apple erhöht Preise um bis zu 500 Dollar
Veröffentlicht am: 24.08.2026 um 07:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die angespannte Lage auf dem Weltmarkt für Speicherchips hat in den vergangenen Monaten zu einer deutlichen Verteuerung von Computer-Hardware geführt. Insbesondere im Ökosystem von Apple zeigen sich die Auswirkungen steigender Komponentenkosten, die das Unternehmen bereits zu Preisanpassungen im Einzelhandel veranlasst haben.
Marktexperten und Branchenanalysten beobachten eine Entwicklung, bei der die Kosten für DRAM- und NAND-Speicher einen immer größeren Anteil an den Gesamtherstellungskosten einnehmen.
Kostenexplosion bei Speicherkomponenten
Hintergrund der Preissteigerungen ist eine Kombination aus einer massiv gestiegenen Nachfrage durch den Boom bei Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI) und einer erschwerten Versorgungslage. Wie Unternehmenschef Tim Cook im Rahmen von Erläuterungen zur Marktsituation andeutete, seien die aktuellen Preissteigerungen beim Speicher mit einem Jahrhunderthochwasser vergleichbar und in diesem Ausmaß kaum vermeidbar gewesen.
Zusätzlich zu der hohen Nachfrage belasten geopolitische Spannungen die Lieferketten. Berichten zufolge stört unter anderem die Situation im Nahen Osten die Versorgung mit Helium, einem Edelgas, das für die Halbleiterfertigung essenziell ist. Dies führt dazu, dass die Kosten für Speicherbausteine innerhalb kurzer Zeit drastisch gestiegen sind.
Branchenbeobachter der IDC prognostizieren für das Jahr 2026 zwar ein Angebotswachstum von 16 % bei DRAM und 17 % bei NAND, doch verlagern führende Hersteller wie Samsung, SK Hynix und Micron ihre Kapazitäten verstärkt auf spezialisierten KI-Speicher. Dies könnte die Engpässe bei Standardkomponenten bis in das Jahr 2027 hinein verlängern.
Preiserhöhungen bei Mac- und iPad-Modellen
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Apple hat bereits auf diese Kostenentwicklung reagiert. Vor etwa zwei Monaten wurden die Preise für verschiedene Mac- und iPad-Modelle um durchschnittlich 23 % angehoben. Im Einzelhandel schlug sich dies konkret in Aufschlägen nieder: So stieg der Preis für das MacBook Air um 200 US-Dollar, während das Mac Studio eine Preiserhöhung von 500 US-Dollar verzeichnete. Auch beim iPad Air wurde eine Anpassung von 150 US-Dollar vorgenommen.
Analysen zur Kostenstruktur verdeutlichen den Druck auf die Margen. Während der Speicheranteil an den Komponentenkosten beim iPhone 18 Pro im dritten Quartal 2025 noch bei etwa 10 % lag, stieg dieser Wert bis zum dritten Quartal 2026 auf 34 % an.
Für die erste Jahreshälfte 2027 wird prognostiziert, dass der Speicheranteil an den Herstellungskosten die Marke von 40 % überschreiten könnte. Insgesamt liegen die Komponentenkosten für das iPhone 18 Pro schätzungsweise um 40 % über denen des Vorgängermodells.
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Ausblick auf kommende Produktgenerationen
Angesichts dieser Entwicklung rechnen Marktanalysten wie Mark Gurman mit weiteren Preiserhöhungen bei künftigen Veröffentlichungen. Für das iPhone 18 wird eine Erhöhung um 100 US-Dollar im Vergleich zum Vorgänger erwartet, was einen Startpreis von 1.199 US-Dollar für das Pro-Modell bedeuten würde. Damit würde Apple einem Branchentrend folgen, da Wettbewerber wie Samsung und Google ihre Preise bereits um etwa 100 US-Dollar angehoben haben. In regionalen Märkten wie Südkorea wird erwartet, dass der Preis des iPhone 18 Pro die Marke von 2 Millionen Won überschreiten könnte.
Apple bemüht sich derzeit um eine Diversifizierung der Zuliefererkette, um die Kosten zu senken. So strebt das Unternehmen die Genehmigung der US-Regierung an, Speicherchips der chinesischen Hersteller CXMT (DRAM) und YMTC (NAND) zu beziehen. Dieses Vorhaben stößt jedoch auf Widerstand im US-Kongress.
Gesetzgeber forderten Apple dazu auf, diese Pläne bis zum 21. August aufzugeben. Zudem wird berichtet, dass CXMT mit Kapazitätsbeschränkungen kämpft und keine nennenswerten Preisnachlässe gewährt. Um die Auswirkungen der hohen Preise für Endkunden abzufedern, erwägt Apple Berichten zufolge die Einführung neuer Upgrade-Abonnements.
