MacBook Air M5: Apple senkt Preise um bis zu 300 Dollar
Veröffentlicht am: 16.08.2026 um 03:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Markt für Ultraleicht-Notebooks gerät durch neue Preisoffensiven in Bewegung. Apple hat Mitte August die Preise für aktuelle MacBook-Air-Modelle mit M5-Chip in seinem offiziellen Refurbished Store reduziert. Gleichzeitig verstärken Wettbewerber wie Dell und HP ihre Bemühungen im Segment für kompakte Laptops, während Analysten auf einen zunehmenden Margendruck durch Speicherknappheit hinweisen.
Signifikante Preisnachlässe im Apple Refurbished Store
Im Apple Refurbished Store sind seit Mitte August deutliche Preisnachlässe auf die aktuelle Generation des MacBook Air mit M5-Chip zu verzeichnen. Das 13-Zoll-Modell in der Konfiguration mit 16 GB Arbeitsspeicher und einer 512 GB SSD wird dort für 1.099 US-Dollar angeboten. Dies entspricht einem Preisnachlass von 200 US-Dollar gegenüber dem regulären Neupreis von 1.299 US-Dollar.
Auch die größeren 15-Zoll-Varianten mit M5-Chip sind von den Preissenkungen betroffen. Die Ausführung mit 24 GB Arbeitsspeicher und einer 1 TB SSD wird im Refurbished Store für 1.699 US-Dollar geführt, was einer Reduzierung um 300 US-Dollar gegenüber dem Listenpreis von 1.999 US-Dollar gleichkommt.
Ein Modell mit 512 GB Speicherplatz wird für 1.269 US-Dollar statt der üblichen 1.499 US-Dollar gelistet. Diese Angebote unterstreichen das Bestreben, die M5-Serie breiteren Käuferschichten zugänglich zu machen, während das Basismodell des 13-Zoll MacBook Air regulär weiterhin bei 1.299 US-Dollar startet.
Leistungsdaten und technischer Wettbewerb
Das MacBook Air mit M5-Chip positioniert sich im Performance-Segment deutlich vor etablierten Konkurrenten. In Benchmark-Tests wie dem 3DMark Steel Nomad erreichte das 13-Zoll-Modell 1.005 Punkte und übertraf damit ein ThinkPad X1 Carbon Gen 14, das auf 596 Punkte kam, um etwa 41 Prozent.
Im Multi-Core-Test von Geekbench 6 erzielte das MacBook Air einen Wert von 17.926 Punkten. Die Akkulaufzeit wird beim Video-Streaming mit bis zu 18 Stunden angegeben.
Parallel dazu intensiviert sich der Wettbewerb durch das MacBook Neo, das laut Marktforschern von IDC bereits ab 599 US-Dollar für Studenten beziehungsweise 699 US-Dollar regulär angeboten wird.
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Ausgestattet mit einem A18 Pro Chip und 8 GB Arbeitsspeicher, übe dieses Modell laut den Analysten echten Druck auf das gesamte Computing-Ökosystem aus. IDC hob infolge des Erfolgs des MacBook Neo die Prognosen für den Notebook-Markt an, obwohl die Preise branchenweit im Durchschnitt um 17 Prozent gestiegen seien.
Reaktionen der PC-Hersteller und Marktbedingungen
Die Konkurrenz reagiert mit aggressiven Preis- und Produktstrategien auf die Dominanz von Apple. Dell positioniert das XPS 13 mit einem Einstiegspreis von 700 US-Dollar direkt gegen das MacBook Neo.
Das Dell-Gerät ist 12,7 mm dick, wiegt 2,2 Pfund und wird von einem Intel Core 5 320 angetrieben. Im Geekbench-6-Vergleich zeigt sich jedoch ein Performance-Vorteil für das MacBook Neo, das im Single-Core-Bereich etwa 22 Prozent schneller agiert.
Andere Hersteller setzen auf deutliche Rabatte im Einzelhandel. So wurde das HP OmniBook X Flip 14 zuletzt bei großen Einzelhändlern mit einem Nachlass von 30 Prozent für knapp 700 US-Dollar angeboten. Microsofts Surface Laptop 7 mit Snapdragon-Prozessor war mit einem Rabatt von 27 Prozent für rund 1.100 US-Dollar erhältlich.
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Die Branche kämpft derweil mit einer Verknappung von Arbeitsspeicher (RAM), was die Produktionskosten nach oben treibt. Während Apple die Preise trotz des Speichermangels bislang stabil halte, beobachten Marktforscher eine zunehmend aggressive Preispolitik bei Windows-OEMs, um Marktanteile im rückläufigen PC-Markt zu sichern. Für das Jahr 2026 prognostiziert IDC einen Rückgang des PC-Gesamtmarktes um 11,3 Prozent.
Regionale Impulse im Einzelhandel
Neben den Online-Kanälen setzen auch stationäre Apple Premium Partner auf temporäre Angebote. In Indien eröffnete der Partner iTech Mitte August einen neuen Store in Kolkata, wobei für kurze Zeit Rabatte von bis zu 16 Prozent auf MacBook-Air-Modelle gewährt wurden. Mit über 1.500 Vorbestellungen bereits zur Eröffnung demonstrieren solche Aktionen die anhaltend hohe Nachfrage nach den Ultraleicht-Laptops des Herstellers in Wachstumsmärkten.
