Geekbench-Leak, Apple-Experte

M6 Pro Geekbench-Leak: Apple-Experte erklärt Daten für fabriziert

Veröffentlicht am: 20.09.2026 um 23:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Ein mutmaßlicher M6 Pro erzielt hohe Geekbench-Werte, doch Experten halten das Listing für fragwürdig und berichten über mögliche Apple-Pläne.

Apple M6 Pro: Geekbench-Daten sorgen für Zweifel und Strategiefragen
Ein hochmoderner Silizium-Wafer mit komplexen Mikrochip-Strukturen auf einer dunklen Metalloberfläche. Illustration mit AI erstellt.

Ein am 18. September 2026 veröffentlichtes Listing in der Datenbank von Geekbench 7 hat eine Debatte über die Leistungsfähigkeit und die Veröffentlichungsstrategie kommender Apple-Prozessoren ausgelöst.

Der Datensatz beschreibt einen bislang unangekündigten „M6 Pro“-Chip in einem Gerät mit der Kennung „Mac18,6“. Während die dokumentierten Leistungswerte einen signifikanten Sprung versprechen, warnen namhafte Branchenexperten vor einer möglichen Fälschung der Daten.

Technische Details des vermeintlichen M6 Pro

Das auf Reddit verbreitete Listing beschreibt eine Hardware-Konfiguration mit 18 CPU-Kernen, die sich in zwei Cluster zu 6 und 12 Kernen aufteilen sollen.

Der Prozessor verfüge laut den Einträgen über eine Basistaktrate von 4,78 GHz und werde von 48 GB Arbeitsspeicher unterstützt. In den Tests erreichte das System einen Single-Core-Wert von 4.150 Punkten und ein Multi-Core-Ergebnis von 37.565 Punkten.

Ein Vergleich mit bestehenden Modellen zeigt die Ambition dieser Werte: Ein regulärer M6-Chip, der in einem Mac mini mit 12 Kernen getestet wurde, erreichte im Single-Core 4.071 und im Multi-Core 22.783 Punkte. Damit läge der M6 Pro im Multi-Core-Bereich rund 65 Prozent über dem Standardmodell.

Gegenüber dem aktuellen M5 Pro mit 18 Kernen und 4,60 GHz Taktrate entspräche das Ergebnis einer Steigerung von 12,5 Prozent bei der Single-Core-Leistung und 8,6 Prozent im Multi-Core-Betrieb.

Experten äußern Bedenken zur Authentizität

Unmittelbar nach Bekanntwerden der Daten äußerten Fachleute erhebliche Zweifel an deren Echtheit. John Poole, der Erfinder von Geekbench, erklärte in Berichten vom 19. September 2026, dass das Listing für den M6 Pro aufgrund interner Inkonsistenzen wahrscheinlich fabriziert worden sei.

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Diese Einschätzung wird von Analysten geteilt. So verwies Ming-Chi Kuo auf ein ungewöhnliches Timing der Veröffentlichung und einen Leistungssprung, der untypisch für Apples bisherige Entwicklungszyklen erscheine.

Zuvor gab es Erwartungen, dass ein M6 Pro in künftigen Generationen des MacBook Pro, Mac Studio und Mac Pro zum Einsatz kommen könnte, gefertigt in einem verbesserten 3-Nanometer- oder gar einem 2-Nanometer-Verfahren. Laut Kuo hätte ein authentischer M6 Pro vermutlich Single-Core-Werte nahe der 5.000-Punkte-Marke erreichen müssen, um sich deutlicher vom M5 Max abzusetzen.

Berichte über eine geänderte Produktstrategie

Parallel zu den Diskussionen über die Benchmarks berichten Branchenbeobachter über eine mögliche Neuausrichtung der Apple-Silicon-Roadmap. Bloomberg-Reporter Mark Gurman gab an, dass Apple planen könnte, die Varianten M6 Pro und M6 Max komplett zu überspringen.

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Demnach werde die Ära des M6-Chips nur etwa sechs Monate andauern, bevor das Unternehmen bereits in der ersten Jahreshälfte 2027 direkt auf die M7-Serie (M7 Pro und M7 Max) übergehe.

Einordnung in das aktuelle Leistungsportfolio

Unabhängig von der Kontroverse um den Pro-Chip liegen für den regulären M6 und den High-End-Chip M5 Ultra belastbare Leistungsdaten vor. Der M6-Chip, der im Mac mini ab einem Preis von 1.049 Euro geführt wird, basiert auf einer 2-Nanometer-Fertigung und nutzt 12 CPU-Kerne sowie 12 GPU-Kerne. In Grafiktests erreichte dieser Chip im Metal-Benchmark etwa 93.217 Punkte, was einer Steigerung von rund 34 Prozent gegenüber dem M5 entspricht.

Im professionellen Segment setzt der M5 Ultra die aktuellen Maßstäbe. Das System verfügt über bis zu 36 CPU- und 80 GPU-Kerne sowie 512 GB Unified Memory mit einer Bandbreite von 1,2 TB/s. In Metal-Benchmarks erreichte der M5 Ultra im Mac Studio Spitzenwerte von bis zu 366.744 Punkten und liegt damit 59 Prozent über dem M3 Ultra.

Im OpenCL-Test bewegt sich der M5 Ultra mit 216.190 Punkten etwa auf dem Niveau einer Nvidia GeForce RTX 4080 (219.100 Punkte), während die Nvidia RTX 5090 mit 354.548 Punkten weiterhin einen deutlichen Vorsprung von 64 Prozent hält.

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