M5 Mac Studio: Apples High-End-Rechner kommt erst im Oktober
Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 03:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de
DRAM-Engpässe und KI-Boom bremsen den Launch des High-End-Rechners. Apple reagiert mit Preissteigerungen und neuen Lieferstrategien.
Lieferkrise trifft Apples Profi-Maschine
Der erwartete Start des M5 Mac Studio verzögert sich. Statt wie geplant im Sommer kommt das High-End-Desktop-Gerät nun frühestens im Oktober 2026 auf den Markt. Grund sind massive Engpässe bei DRAM-Speicherchips, die durch die hohe Nachfrage aus der KI-Branche zusätzlich verschärft werden.
Die aktuellen Mac Studio-Modelle haben bereits mit langen Lieferzeiten zu kämpfen. Kunden warten zwischen sechs und 14 Wochen auf ihre Bestellung. Um die Versorgung zu sichern, prüft Apple offenbar den Einsatz von Speicher des chinesischen Herstellers CXMT – und sucht dafür das Gespräch mit dem US-Handelsministerium über den regulatorischen Status des Lieferanten.
Preise steigen, Optionen schrumpfen
Die Speicherknappheit hat bereits zu Preisanpassungen geführt. Im März 2026 strich Apple die 512-GB-Speicheroption für bestimmte Konfigurationen und erhöhte den Preis für die 256-GB-Variante um 400 Euro. Die Entwicklung spiegelt den globalen Markt wider: Nach einem Preisverfall im Jahr 2023 sind die Speicherkosten wieder stark gestiegen. Neue Produktionskapazitäten werden frühestens nach 2028 erwartet.
M5 Max und Ultra: Was die neuen Chips bieten
Trotz der Produktionsprobleme laufen die internen Tests für die neuen Mac Studio-Konfigurationen auf Hochtouren. Die technischen Daten versprechen einen deutlichen Leistungssprung:
M5 Max:
- Bis zu 18 CPU-Kerne und 40 GPU-Kerne
- 36 GB Arbeitsspeicher als Basis
M5 Ultra:
- Bis zu 36 CPU-Kerne und 80 GPU-Kerne
- 96 GB Basisspeicher, maximal 768 GB möglich
- Speicher ab 2 TB, erweiterbar auf 16 TB
- Thunderbolt 5, Wi-Fi 7 und Bluetooth 6
- Einstiegspreis: rund 3.999 Euro
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Interessant: Apple verzichtet bei dieser Generation sowohl auf eine M4 Ultra- als auch eine M6 Ultra-Version. Ein Nachfolger mit M7 Ultra-Chip ist für 2028 geplant, mit Fokus auf verbesserte Kühlsysteme.
Großes Mac-Revival ab Herbst 2026
Die Verzögerung des Mac Studio ist nur ein Teil einer umfassenden Erneuerung. Ab Herbst 2026 will Apple fast ein Dutzend Mac-Modelle überarbeiten. Den Auftakt machen ein neues 14-Zoll-MacBook Pro und ein aktualisierter iMac, beide mit M6-Chips.
Weitere Produkte im Zwei-Jahres-Zyklus:
- Spät 2026 bis Früh 2027: High-End-MacBook Pro (14 und 16 Zoll) mit OLED-Touchscreens und M5 Pro oder M5 Max
- Früh 2027: Überarbeitetes MacBook Air mit M6 sowie zweite Generation des MacBook Neo mit A19 Pro
- Noch offen: Neuer Mac mini mit M5 Pro und M6 – Termin abhängig von Komponentenverfügbarkeit
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Nach der Einstellung des Mac Pro im März 2026 ist der Mac Studio nun Apples primäre Workstation. Interne Entwicklungen an Intel-basierten und M3 Ultra-Mac Pro-Modellen wurden demnach eingestellt, bevor sie den Markt erreichten.
Neues Leasing-Programm gegen hohe Preise
Apple reagiert auf die gestiegenen Hardwarekosten mit einem neuen Finanzierungsmodell. Ab dem 28. Juli 2026 startet in den USA das Programm „Apple Upgrade“ in Partnerschaft mit Klarna. Es bietet:
- 36 Monate Leasing für Mac und iPad
- 24 Monate für iPhone und Apple Watch
Der Hintergrund: Die Einstiegspreise sind zuletzt deutlich gestiegen. Das MacBook Air kostet nun 1.299 Euro statt 1.099 Euro, das iPad Air 749 Euro statt 599 Euro. Das Leasing-Angebot gilt nicht für bestimmte Einstiegsgeräte und das kürzlich vorgestellte MacBook Neo.
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