Max, AMD

M4 Max vs. AMD Ryzen: Apple dominiert KI-PCs mit 546 GB/ s Bandbreite

29.05.2026 - 08:10:01 | boerse-global.de

Apple M4 Max überzeugt bei KI-Inferenz durch hohe Speicherbandbreite. AMD Ryzen AI Max PRO 400 bietet mehr NPU-Power, aber nur halbe Bandbreite.

IBM: La apuesta cuántica que redefine su futuro - Foto: über boerse-global.de
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Der Apple M4 Max behauptet sich auch im zweiten Jahr nach seinem Debüt als Spitzenreiter unter den Workstation-Prozessoren – vor allem bei lokalen KI-Anwendungen.

Die aktuellen Benchmarks des 16-Kern-Chips sprechen eine klare Sprache: Mit einem CPU-Mark-Score von 4.592 im PassMark-Ranking belegt der M4 Max Platz 53 der Single-Thread-Wertung. Das entspricht rund 67 Prozent der Leistung des aktuellen Spitzenreiters M5 Pro mit 15 Kernen (5.959 Punkte). Die Daten wurden am 28. Mai 2026 aktualisiert.

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3-Nanometer-Technik und Grafikpower

Der im September 2024 vorgestellte M4 Max basiert auf TSMCs 3-Nanometer-Fertigung. Die 16-Kern-Variante kombiniert zwölf Leistungskerne mit bis zu 4,51 GHz Takt und vier Effizienzkernen bei 2,59 GHz. Die integrierte 40-Kern-GPU beherrscht hardwarebeschleunigtes Raytracing und Mesh-Shading – und liefert Grafikleistung auf dem Niveau einer dedizierten GeForce RTX 4070 im Laptop.

KI-Inferenz: Speicherbandbreite als Trumpf

Der wahre Vorteil des M4 Max liegt in seiner Fähigkeit, große Sprachmodelle (LLMs) lokal auszuführen. Die 16-Kern-Neural-Engine schafft 38 Billionen Operationen pro Sekunde (TOPS). In Kombination mit bis zu 128 GB Unified Memory lassen sich Modelle mit 7 bis 13 Milliarden Parametern flüssig betreiben.

Praxistests am MacBook Pro 16 Zoll belegen hohe Durchsatzraten: Ein 7B-Modell erreichte im llama.cpp-Framework mit Q4_K_M-Quantisierung 18,3 Tokens pro Sekunde. Kleinere Modelle wie Phi-3-mini erzielten bis zu 217 Tokens pro Sekunde, DeepSeek-V2-Lite immerhin 152.

Die hohe Speicherbandbreite von 546 GB/s ermöglicht zudem den lokalen Betrieb von Googles aktueller Gemma-4-Modellfamilie. Die 31B-Dense-Version läuft auf Apple-Silicon mit 64 GB RAM, das kleinere E4B-Modell sogar auf Systemen mit nur 8 GB.

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AMD greift an – aber mit halber Bandbreite

Am 21. Mai 2026 brachte AMD die Ryzen AI Max PRO 400 Serie auf den Markt. Das Flaggschiff PRO 495 mit 16 Kernen soll Apples Dominanz im KI-PC-Segment brechen. Die NPU-Leistung liegt mit 55 TOPS deutlich über den 38 TOPS des M4 Max.

Doch Apple hat einen entscheidenden Vorteil: Die Speicherbandbreite der AMD-Serie liegt bei rund 270 GB/s – nur etwa die Hälfte des M4 Max. Dafür unterstützt die AMD-Plattform bis zu 192 GB Unified Memory und könnte damit massive 300B-Modelle mit INT4-Quantisierung ausführen. Systeme von ASUS, HP und Lenovo mit den neuen AMD-Chips werden für das dritte Quartal 2026 erwartet.

Stabilität und thermische Performance

Unter Dauerlast zeigt Apple Silicon bemerkenswerte Stabilität. Tests mit der professionellen Audio-Software LiveProfessor 1.1.3 Beta auf dem M4 MacBook Air ergaben: Acht Instanzen des Defeedback-Plugins plus mehrere Hall-Effekte belasteten die CPU nur zu 14 Prozent. Während eines achtstündigen Tests trat lediglich ein einziger Audio-Aussetzer auf. Die CPU-Temperaturen blieben stabil zwischen 76 und 80 Grad Celsius.

Spotlight-Problem unter macOS Tahoe

Ein aktuelles Ärgernis für MacBook-Pro-Nutzer: Nach Updates auf macOS Tahoe 26.2 frisst der Spotlight-Index teilweise enormen Speicherplatz. In einem dokumentierten Fall belegte der Index 117 GB auf einer 1-TB-SSD. Nach Löschen und Neuaufbau schrumpfte er auf 2,1 GB – und die CPU-Auslastung durch Hintergrundprozesse sank deutlich.

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