M4-iMac: Apples Neural Engine verdoppelt KI-Leistung auf dem Desktop
Veröffentlicht: 08.07.2026 um 01:53 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Apple treibt seine KI-Strategie auf dem Desktop voran. Der M4-iMac mit verbesserter Neural Engine wird zum Maßstab für künstliche Intelligenz am Arbeitsplatz.
Der 24-Zoll-iMac mit M4-Chip kostet aktuell rund 1.325 Euro in der Konfiguration mit 16 Gigabyte Arbeitsspeicher und 10-Kern-GPU. Das zeigt: Apple standardisiert seine Hardware für die neue Ära der „Apple Intelligence“-Funktionen. Der Chip basiert auf einem verbesserten 3-Nanometer-Fertigungsprozess der zweiten Generation.
Neural Engine mit doppelter Leistung
Der entscheidende technische Sprung liegt in der Neural Engine. Sie schafft 38 Billionen Operationen pro Sekunde (TOPS) – mehr als doppelt so viel wie die 18 TOPS des Vorgängers M3. Diese Rechenpower ist die Grundlage für KI-Features, die über Mac, iPhone und iPad hinweg funktionieren sollen.
Während der M4 im iMac und iPad Pro als Einstieg dient, kommen in MacBook Pro und Mac mini die leistungsstärkeren Varianten M4 Pro und M4 Max zum Einsatz. Sie bewältigen besonders rechenintensive Aufgaben.
macOS 27 setzt neue Hardware-Grenzen
Die Bedeutung der neuen Hardware zeigt sich in der aktuellen Software. Die dritte Beta von macOS 27 „Golden Gate“ erschien am 7. Juli und bringt unter anderem verbesserte Siri-KI-Funktionen sowie „Visual Intelligence“. Diese Features benötigen mindestens einen M3-Chip und 12 Gigabyte RAM – Intel-Macs sind damit endgültig außen vor.
Der M4-iMac verdoppelt die KI-Leistung – doch welcher Mac ist für Ihre Workloads optimal? Dieser Leitfaden liefert eine Checkliste für den KI-tauglichen Kauf, einen Chip-Vergleich und eine Anleitung zum Mac-Cluster. Jetzt Leitfaden anfordern
Parallel dazu hat das Update auf macOS Tahoe 26.2 eine neue Funktion eingeführt: Über Thunderbolt 5 lassen sich mehrere Macs zu einem Cluster verbinden. Mit Geschwindigkeiten von bis zu 80 Gigabit pro Sekunde können Profis etwa mehrere Mac Studios koppeln, um große KI-Modelle zu trainieren – bei vergleichsweise geringem Stromverbrauch.
KI-Agenten treiben Nachfrage
Apple beobachtet einen Wandel in der Nutzung seiner Desktop-Hardware. Doug Brooks, Senior Product Manager bei Apple, berichtet von einem sprunghaft gestiegenen Interesse an Mac mini und Mac Studio. Der Grund: Arbeitslasten durch KI-Agenten, die das gesamte Chip-Design fordern – CPU, GPU und Neural Engine gleichzeitig.
Die Branche bewege sich auf ein hybrides Modell zu, so Brooks: KI-Berechnungen werden zwischen dem Gerät und der Cloud aufgeteilt. Die Folge sind lange Lieferzeiten für leistungsstarke Konfigurationen. Der M4 Pro Mac mini mit 48 Gigabyte RAM hat derzeit eine Wartezeit von zehn bis zwölf Wochen.
Preise bewegen sich uneinheitlich
Intel-Macs werden von neuen KI-Features abgeschnitten – Zeit für ein Upgrade. Der Report zeigt in 3 Schritten, wie Sie mit Thunderbolt 5 mehrere Macs zu einem KI-Cluster verbinden und so teure Cloud-Kosten sparen. Upgrade-Report jetzt sichern
Während der M4-iMac preislich stabil bleibt, zeigen sich bei anderen Modellen unterschiedliche Trends. Anfang Juli senkten einige Händler die Preise für M4 Pro MacBook Pro-Modelle um bis zu 500 Euro. Auch das 15-Zoll MacBook Air mit dem neueren M5-Chip wurde günstiger – in einigen Märkten kostet es rund 1.250 Euro.
Anders sieht es beim Mac Studio aus: Die M4 Max-Version startet bei etwa 2.300 Euro und ist damit teurer geworden. Wer auf Reparierbarkeit Wert legt, sollte beim iMac allerdings genau hinschauen: Ein aktueller Teardown älterer Modelle erinnert daran, dass die Komponenten fest verlötet sind und sich kaum nachrüsten lassen.
