Lungenkrebs-Test, Chinesisches

Lungenkrebs-Test: Chinesisches Team erkennt Tumor mit 95% Genauigkeit

27.05.2026 - 13:11:09 | boerse-global.de

Apple besetzt Führungsposten für nicht-invasive Blutzuckermessung neu. Marktstart der Technologie bleibt aber noch Jahre entfernt.

Lungenkrebs-Test: Chinesisches Team erkennt Tumor mit 95% Genauigkeit - Foto: über boerse-global.de
Lungenkrebs-Test: Chinesisches Team erkennt Tumor mit 95% Genauigkeit - Foto: über boerse-global.de

Der langjährige Traum von der nicht-invasiven Blutzuckermessung per Smartwatch bekommt neuen Schwung. Apple hat die Führung des Geheimprojekts neu besetzt – ein klares Zeichen für den Kurs Richtung Marktreife.

Seit über 15 Jahren tüftelt der iPhone-Konzern an einer Technologie, die Diabetikern das lästige Stechen in den Finger ersparen könnte. Bislang ohne Erfolg. Doch nun übernimmt Zongjian Chen die Verantwortung für das Projekt innerhalb der Advanced Technology Group. Der Manager gilt als Spezialist dafür, experimentelle Technologien in marktreife Produkte zu verwandeln. Er löst Tim Millet ab, der bislang die Plattform-Architektur verantwortete.

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Die Kern-Technologie basiert auf Silizium-Photonik: Ein Chip sendet Laserlicht durch die Haut in die interstitielle Flüssigkeit. Ein Algorithmus analysiert anschließend, wie das Licht absorbiert wird – und errechnet daraus den Blutzuckerwert. Klingt simpel, ist aber eine der komplexesten technischen Herausforderungen, die Apple je angegangen ist. Das Projekt geht auf eine Idee von Steve Jobs zurück.

Noch Jahre bis zum Marktstart

Trotz des Führungswechsels: Ein fertiges Produkt ist nicht in Sicht. Bloomberg-Insider Mark Gurman schätzt, dass es noch mehrere Jahre dauern wird, bis die Technologie serienreif ist. Frühere Prognosen aus dem Jahr 2025 hatten noch spekuliert, dass die Apple Watch Series 13 bereits 2027 mit der Funktion kommen könnte. Diese Hoffnung hat sich zerschlagen.

Die Hürden sind gewaltig: Das Laborgerät muss auf Handgelenk-Größe schrumpfen. Die Signale der Glukosemoleküle sind extrem schwach und werden leicht von anderen Substanzen im Körper überdeckt. Hinzu kommen strenge regulatorische Auflagen – jedes medizinische Gerät muss aufwändige klinische Studien durchlaufen.

Revolution in der Krebsdiagnostik

Während Apple noch tüftelt, machen andere Forscherteams große Sprünge. Ein chinesisches Forscherteam der Westlake University und der Xiamen University hat ein handtellergroßes Gerät entwickelt, das Lungenkrebs mit einem einzigen Blutstropfen erkennt. Die Studie, veröffentlicht im Fachjournal Nature Photonics, zeigt eine Trefferquote von 95 Prozent – deutlich besser als die üblichen 75 Prozent konventioneller Tests.

Der Clou: Der Einweg-Chip kostet umgerechnet nur rund fünf Euro. Das könnte den Weg zu bezahlbaren Massen-Screenings ebnen. In einer klinischen Studie mit 170 Proben überzeugte der Prototyp.

Demenz-Früherkennung per Augen-Scan

Auch das österreichische Start-up Thyra Imaging, ein Spin-off der Medizinischen Universität Wien, meldet einen Durchbruch. Das Unternehmen hat eine Technologie entwickelt, die binnen zwei Sekunden die Netzhaut scannt und frühe Anzeichen von Demenz erkennen kann.

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Das Verfahren nutzt adaptive Optik aus der Astronomie, um winzige Unregelmäßigkeiten im Auge auszugleichen. Eine KI analysiert anschließend die Zellveränderungen. Noch ist das Gerät zu groß für den Massenmarkt, aber Thyra Imaging will es zunächst an Forschungseinrichtungen und Pharmafirmen verkaufen.

watchOS 27: Keine Sensations-Updates

Für Apple-Fans gibt es eine Ernüchterung: Die nächste große Watch-Software, die im Juni auf der Entwicklerkonferenz WWDC vorgestellt wird, bringt keine radikalen neuen Sensoren. Stattdessen setzt watchOS 27 auf Stabilität, Leistungsverbesserungen und eine optimierte Herzfrequenzmessung.

Der KI-gestützte Gesundheits-Coach, intern „Project Mulberry“ genannt, wurde offenbar zurückgestellt. Insider berichten von Verzögerungen durch die Führungswechsel im Unternehmen. Möglicherweise kommt die Funktion erst mit iOS 27.

Was bleibt

Die Vision von der kontinuierlichen, schmerzfreien Gesundheitsüberwachung rückt näher – aber in Etappen. Während Apple noch an den Grundlagen arbeitet, liefern spezialisierte Medizintechnik-Firmen bereits klinische Belege dafür, dass lichtbasierte Diagnostik funktioniert. Die Kombination aus KI, Silizium-Photonik und miniaturisierter Optik wird die Behandlung chronischer Krankheiten in den kommenden Jahren grundlegend verändern.

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